Fahrbericht 

Sehnsucht nach Sommerwind: Audi A5 und S5 Cabriolets

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Lässig der Sonne entgegen: Das A5 Cabrio öffnet sich in 15 Sekunden. Unser Autor Sven Westerschulze hat es getestet.

Jetzt ist die A5-Familie komplett! Pünktlich zum Start der Open-Air-Saison bringt Audi den A5 als Cabrio auf den Markt und lässt uns noch vor dem Frühlingsanfang schon von sonnigen Sommertagen träumen.

Wir durften das Oben-ohne-Modell im spanischen Cadíz bereits testen – und konnten uns bei angenehmen Temperaturen von allen Extras und Vorzügen des Cabrios überzeugen. Neben dem A5 präsentierten die Ingolstädter dort auch den deutlich sportlicheren S5, dessen neuer V6-Turbomotor stolze 354 PS unter der Haube hat. Aber hübsch der Reihe nach …

So fährt sich das Audi A5 Cabrio

Bei den Antrieben des A5 Cabrio hat der Kunde die Qual der Wahl. Vom Zwei-Liter-Turbobenziner bis zum Drei-Liter-TDI – Audi bietet eine breite Angebotspalette. Wir testeten zunächst den kleinen Benziner mit 190 PS, wahlweise gibt es aber auch einen Antrieb mit 252 PS. Und dann heißt es: Auf das Verdeck und ab geht’s. Wer sich erst während der Fahrt dazu entschließt, das Dach zu öffnen, muss nicht extra anhalten. Bis Tempo 50 öffnet und schließt das Stoffverdeck in nur 15 Sekunden per Knopfdruck – einmal antippen reicht. 

Für besseres Telefonieren oben ohne sind Mikrofone in die Gurte verbaut.

Die offene Fahrt ist äußerst komfortabel, die Windgeräusche halten sich auch auf der Autobahn absolut im Rahmen. Selbst das Telefonieren ist unter diesen Umständen möglich. Dafür haben sich die Audianer etwas ganz Besonderes einfallen lassen: In die Sitzgurte sind Mikrofone integriert, die die Sprachqualität über die Freisprechanlage deutlich verbessern. Wer allein nach Cabrio-Feeling strebt, ist dabei mit einem der kleineren Modelle gut versorgt. Denn das Fahrgefühl ist dank einer neuen Fünflenker-Konstruktion, die den bisherigen Trapezlenker ersetzt, extrem entspannt. Dazu bietet die verbaute Federung entspannten Fahrkomfort.

Besonders stolz ist Audi auf das neue Car-to-x-System, das die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Umgebung ermöglicht. So meldet der eigene Wagen potenziell gefährliche Ereignisse an nachfolgende Fahrzeuge, um deren Fahrer zu warnen – bislang können diese Meldungen allerdings nur von den neuen Modellen der Baureihen des Audi A4, Audi A5 und Audi Q7 empfangen werden.

So viel Platz ist im Audi A5 Cabrio

Auch geschlossen kann sich der Audi durchaus sehen lassen.

Mit seinen 4,76 Metern Länge ist das neue A5 Cabrio 47 Millimeter länger als der Vorgänger, der Radstand nimmt um 14 Millimeter zu. Daraus haben die Ingenieure mehr Platz für Fahrer und Beifahrer gemacht. Passagiere im Fond haben sogar 18 Millimeter mehr Freiraum für die Knie. Der Kofferraum fasst bei geschlossenem Verdeck 380 Liter, bei offenem 320. Auch im Drei-Liter-Diesel sitzt man zwar richtig gut, aber trotz seiner 286 PS leidet der an einer leichten Anfahrschwäche. Nach einer Gedenksekunde zeigt der Selbstzünder dann aber, dass man auch mit ihm flott und spaßig unterwegs sein kann.

Wer schon beim Berühren des Gaspedals ordentlich nach vorn geschoben werden möchte, greift zum S5. Mit 354 PS (21 PS mehr als der Vorgänger) und 500 Newtonmeter Drehmoment soll das Cabrio von null auf hundert in 5,1 Sekunden beschleunigen. 

Allein der brüllende Sound beim Anfahren macht dabei schon richtig Laune. Die Entscheidung ist dabei – wie so oft – eine Frage des Preises: Während der Audi A5 ab 49.350 Euro zu haben ist, muss man für den S5 mindestens 67.800 Euro hinlegen.

Sven Westerschulze

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