Augen auf beim Gebrauchtkauf

Nicht jeder, der sich den Traum vom neuen Auto erfüllt, kauft einen Neuwagen. Vielfach findet sich das gesuchte Fahrzeug auch aus Kostengründen als Gebrauchter beim Händler des Vertrauens. Doch dabei kann nicht jeder Mangel beim Gebrauchtwagenkauf sofort mit dem bloßen Auge erkannt werden.

Damit der Autokauf nicht zu einem teuren Vergnügen wird, sollten einige Dinge beachtet werden. Über besondere Schwächen des ausgewählten Autos können sich Interessenten im Vorfeld auch in Gebrauchtwagenreporten informieren, die alljährlich veröffentlicht werden.

Blick ins Serviceheft

An erster Stelle beim Gebrauchtwagenkauf steht nach Empfehlung des ADAC der Blick in das Serviceheft. Sind alle vorgeschriebenen Wartungen durchgeführt und dokumentiert wurden? Die Arbeiten sollten am besten auch durch Kopien der Rechnungen belegt sein.

Augen auf auch beim Lack: Das Auto sollte glänzen und keine matten Stellen oder Risse haben. Karosserieteile sollten die gleiche Farbe haben. Leichte Farbunterschiede deuten oft auf reparierte Unfallschäden hin, warnt der ADAC. Auch innen sollte man sich nicht blenden lassen: Durch professionelle Aufbereitung lassen sich viele Abnutzungsspuren unsichtbar machen. Deshalb sollten Ecken und Ritzen, genau angeschaut werden.

Medien berichten immer wieder von Tachomanipulationen bei Gebrauchtfahrzeugen. Der Tipp des ADAC: „Achten Sie auf die auf TÜV-Prüfbelegen, Reparatur- und Wartungsrechnungen oder Ölwechsel- Anhängern genannten Kilometerstände. Daraus lässt sich eine durchschnittliche monatliche Laufleistung errechnen.“

Ein Blick gehört auch unter die Motorhaube. Er offenbart mitunter einen verdreckten Motorraum mit deutlichen Rostansätzen. Dies deutet auf eine unzureichende Pflege hin. Gerne außer Acht gelassen werden auch die Reifen. Sie sollten nicht älter als sechs Jahre sein. Außerdem sollte man Nachfragen, ob ein zusätzlicher Satz Winter- oder Sommerreifen verfügbar ist.

Unbedingt probefahren

Eine Probefahrt ist Pflicht. Sie sollte unter möglichst vielen verschiedenen Bedingungen stattfinden, also am besten sowohl auf Landstraße und Autobahn sowie in der Stadt. So fallen Fahrwerksfehler am ehesten auf. Eine Alternative zum Gebrauchtwagen sind auch Dienst- und Vorführwagen oder kurz zugelassene Fahrzeuge: Sie wurden nur wenige Kilometer gefahren und haben in der Regel ein sehr hohes Ausstattungsniveau. Am besten fragt man beim Händler nach, vielleicht kann man ein Schnäppchen machen. (ampnet/gpe)

Tipps für den Autokauf: Gebrauchtwagen

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