Aus Versehen Geisterfahrer: Sofort am Fahrbahnrand halten

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Immer mehr Autobahnauffahrten werden mit Hinweisschildern abgesichert. Trotzdem geraten immer wieder Autofahrer wider Willen auf die falsche Seite der Autobahn. Foto: Tobias Hase

Licht an, schnell anhalten, aussteigen und die Polizei rufen: Wer aus Versehen falsch herum auf die Autobahn fährt, muss schnell reagieren und auch an die eigene Sicherheit denken.

Berlin (dpa/tmn) - Mehrmals täglich hört man es im Verkehrsfunk: "Es kommt Ihnen ein Falschfahrer entgegen. Bitte halten Sie sich äußerst rechts und überholen Sie nicht."

Doch was tun, wenn man selbst aus Versehen falsch herum auf die Autobahn auffährt? Dann kommt es auf schnelle Reaktion und Besonnenheit an, berichtet die Zeitschrift "Auto-Straßenverkehr" (Heft 17/2016).

Zunächst gilt: auf keinen Fall wenden. Das Risiko, mit entgegenkommenden Autos zusammenzustoßen, ist enorm hoch. Geschwindigkeit und Abstände lassen sich nur schwer einschätzen. Stattdessen Licht und Warnblinkeranlage einschalten und schnellstmöglich den nächstgelegenen Fahrbahnrand anfahren. Um beim Aussteigen nicht von vorbeifahrenden Autos erfasst zu werden, sollten Autofahrer immer auf der vom Verkehr abgewandten Fahrzeugseite aussteigen. Hat man nah am Mittelstreifen angehalten, können allerdings die Türen von der Leitplanke blockiert sein. Dann führt der Weg in Sicherheit durch ein geöffnetes Fahrzeugfester oder - falls man einen Kombi oder Van fährt - über die Heckklappe.

Erst wenn alle Fahrzeuginsassen sicher hinter der Leitplanke stehen, wird die Polizei über die Notrufnummer 110 alarmiert. Nur mit Hilfe der Beamten - laut ADAC sind sie meist in wenigen Minuten vor Ort - sollte das Auto gewendet werden. Dazu hält die Polizei den Verkehr an. Wer am Mittelstreifen ausgestiegen ist, sollte vor dem Eintreffen der Polizei auch nicht versuchen, auf die andere Straßenseite zu gelangen.

Geisterfahrten sind gar nicht so selten wie angenommen. Laut Bundesanstalt für Straßenwesen werden deutschlandweit jährlich rund 2000 Warnmeldungen ausgegeben. Und das sind nur die bekannten Fälle. Besonders häufig kommt es nachts am Wochenende zu Geisterfahrten.

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