Weihnachtliche Strategie

Weihnachtswunder? Verkehrs-Sünder kassiert irres Knöllchen - Inhalt ist Autofahrer-Traum

Mit der Botschaft dieses Strafzettels hat der Fahrer wohl im Leben nicht gerechnet. (Symbolbild)
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Mit der Botschaft dieses Strafzettels hat der Fahrer wohl im Leben nicht gerechnet. (Symbolbild)

Einkaufen im Weihnachtsstress, die Parkdauer überziehen und einen Strafzettel am Auto finden – ärgerlich, aber kommt vor. Dieser hat es aber in sich.

Im Corona-Jahr 2020 ist auch zur Weihnachtszeit alles anders. Zwar werden für die Feiertage Lockerungen* gelten, die es den Menschen erleichtern, mit ihren Liebsten zu feiern – bis dahin gilt aber der verschärfte Dezember-Lockdown in Deutschland. Und der zieht Einschränkungen im Alltag nach sich, die sich auch auf den Weihnachtseinkauf auswirken.

In erster Linie dürfen Läden nur noch eine bestimmte Zahl von Kunden gleichzeitig einlassen, was zu langen Schlangen, Wartezeiten und erhöhtem Weihnachtsstress führt. Da kann es schon mal passieren, dass man die Parkzeit für sein Auto überzieht. Für die meisten Autofahrer ist der Strafzettel am Auto schließlich der nervige Höhepunkt eines stressigen Weihnachtsmarathons. Nicht aber in der Stadt Germersheim, die in diesen schwierigen Zeiten Herz zeigt.

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Strafzettel mit Weihnachtsbotschaft – Autofahrer kommt um Bußgeld herum

Der Strafzettel aus Germersheim, einer Stadt in Rheinland-Pfalz, die ungefähr zwischen Stuttgart und Mannheim liegt, macht derzeit auf Twitter die Runde. Denn er ist nicht nur lustig geschrieben und übermittelt eine weihnachtliche Botschaft, sondern lässt auch direkt Taten folgen. Der Autofahrer, der das inzwischen berühmte Knöllchen vorfand, dürfte seinen Augen nicht getraut haben: Zunächst öffnet der Strafzettel mit den Worten „Ho Ho Ho ... das war knapp!“ Weiter erklärt er, dass die Straßenverkehrsordnung auch zur Weihnachtszeit gelte. Dann die Überraschung: Das Bußgeld, das ihm vom Ordnungsamt fürs Überziehen der Parkzeit aufgebrummt wird, beträgt 0 Euro. Das Knöllchen endet schließlich mit dem fröhlichen Weihnachts- und Silvestergruß des Ordnungsamtes. Glauben Sie nicht? Sehen Sie selbst:

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Hintergrund des außergewöhnlichen Knöllchens: Der Bürgermeister selbst

Auf das Bußgeld verzichten und die Nachricht auch noch lustig verpacken – wer steckt hinter dieser kuriosen Idee? Es ist tatsächlich der Bürgermeister selbst, berichtet bild.de: Marcus Schaile von der CDU. Und er hat auch einen triftigen Grund für die Aktion, die kein Einzelfall ist und noch bis Weihnachten laufen soll. Man wolle den Gewerbetreibenden unter die Arme greifen und es den Menschen angenehmer machen, die Einkäufe in der Stadt zu erledigen. Heißt: Die Leute anregen, nicht nur online ihre Weihnachtseinkäufe zu erledigen, sondern auch die Händler vor Ort unterstützen. Gleichzeitig geht man mit gutem Beispiel voran, indem man von den Bürgern nicht nur Einschränkungen in den schwierigen Corona-Zeiten fordert, sondern auch einmal ein Auge zudrückt. Aber Achtung: Der Bußgeld-Erlass gilt nur für Autofahrer, die die Parkzeit überziehen. (fh) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen.
Taube verhindert Bußgeld: Die Kreispolizeibehörde Viersen kann einem Autofahrer wegen einer Taube die Geschwindigkeitsübertretung nicht nachweisen. Weder Fahrer noch Taube müssen das Bußgeld in Höhe von 105 Euro bezahlen. © Kreispolizeibehörde Viersen
Die Raser-Taube hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können.
Die "Raser-Taube" hat in der Stadt Bocholt die Radarfalle ausgelöst. Die 25 Euro Verwarnungsgeld wird sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung von 15 km/h jedoch nicht bezahlen können. © Stadt Bocholt
Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen.
Hat die Polizei Essen hier einen "Geister-Lkw" erwischt? Leider nicht. Es war nur ein Fahrer, der sich vor dem Blitzer versteckt hat. Ohne Erfolg. Ein Bußgeld musste er trotzdem zahlen. © Polizei Essen
Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden.
Morgens keine Lust die Scheiben freizukratzen? Keine gute Idee. Und dann auch noch zu schnell in einer 30er Zone. Wer so viel falsch macht, muss sich nicht wundern, bestraft zu werden. © Polizei Dortmund
Gleiche Stelle, gleicher Blitzer, gleiches Vergehen. Auch dieser Fahrer war zu faul, um für genug Durchblick zu sorgen.
Gleiche Stelle, gleicher Blitzer, gleiches Vergehen. Auch dieser Fahrer war zu faul, um für genug Durchblick zu sorgen. © Polizei Dortmund
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur.
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
Kurioses Blitzer-Bild: Pferd von Radarfalle geblitzt.
Nach Toleranzabzug ist das Pferd mit einer Geschwindigkeit von 59 Stundenkilometern in die Messanlage galoppiert. Erlaubt sind an der Bundesstraße 455 in Eppstein allerdings nur 50 Stundenkilometer. Doch zu schnell war das Tier keinesfalls unterwegs. Ein vorbeifahrendes Auto hatte den Blitzer ausgelöst. © Stadt Eppstein
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert.
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert. © Polizei
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt.
Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen.
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen. © dpa
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße.
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße.
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Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild.
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild. © Polizei
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger.
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger. © mm
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Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet. © mm
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Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen. © mm
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Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus (2014)
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus. © Polizei
Raser auf Schienen.
Raser auf Schienen. © mm
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen.
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen. © mm
Schlechte Aussicht: Wäre der Teppich geschickter aufgeladen worden, hätte der Fahrer die Blitz-Gefahr wohl erkannt. © mm
Ist der Weihnachtsmann am 28. Dezember wirklich noch im Stress? Und woher hat er den diesen neuen Schlitten? Fragen über Fragen - doch auf alle Fälle war hier ein hier ein Strafzettel für zu schnelles Fahren fällig. © Auto-Medienportal.Net/Volkswagen
Auch der Weihnachtsmann ist mit seiner Kutsche schon in einen Blitzer gerauscht (Archivfoto 2006). Allerdings hatte sich das Pferdegespann vorbildlich an das vorgeschriebene Tempolimit gehalten. Ein anderes Fahrzeug auf der Überholspur hatte die Radarfalle ausgelöst. Auf dem Foto ist der Raser vom Gespann jedoch vollkommen verdeckt. © dpa

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