Aktion gegen Hitzeschäden

Autobahn-"Blow-ups": Das plant Dobrindt

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Berlin - Wenn Hitze Betonplatten ausdehnt und Fahrbahnteile aufsprengen, wird's auf Autobahnen gefährlich. Mit einem Aktionsplan will Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt jetzt dagegen vorgehen.

Die Infrastruktur sei das zentrale Nervensystem Deutschlands, sagte der CSU-Politiker der Zeitung „Bild am Sonntag“. „Deshalb unser Aktionsplan gegen Hitze-Blow-ups: verschärfte Kontrollen, tägliche Berichte und schnelle Beseitigung von Schäden.“

So entsteht ein Schlagloch

Durch altersschwachen, rissig gewordenen Asphalt dringt Wasser unter die Fahrbahndecke. Boden - frost verhindert, dass es abfließt. Es sammelt sich in Hohlräumen. © ace-online.de/grafiken
Schlagloch
Bei bodentiefem Dauerfrost gefriert das Wasser zu Eis, was sich nach allen Seiten ausdehnt. Die Fahrbahndecke wölbt sich unter dem Druck des Eiskerns. © ace-online.de/grafiken
Steigen im Frühjahr die Temperaturen an, schmilzt der Eiskern. Zurück bleiben instabile Hohlräume und Wasserlachen. © ace-online.de/grafiken
Der angegriffene Asphalt bricht unter dem Gewicht der Fahrzeuge ein. Teile der Fahrbahndecke zerbröseln. Der Fahrbahn - schaden wird sichtbar. © ace-online.de/grafiken
So entseht ein Schlagloch
Aufgrund andauernder Beanspruchung vergrößert sich der Fahrbahn - schaden. Die Schlaglöcher werden tiefer und breiter, worunter die Verkehrs sicher - heit leidet. © ace-online.de/grafiken

Wie die Zeitung weiter berichtete, würden vorsorglich einige Autobahnabschnitte mit zu dünner Betondecke aufgeschnitten. Etwa auf der Autobahn 3 in Bayern zwischen Straubing und Deggendorf und der Autobahn 92 soll demnach alle 400 Meter ein Betonstreifen quer zur Fahrbahn als „Entspannungsschnitt“ herausgetrennt und durch Asphalt ersetzt werden. So könne sich der Beton bei Hitze ausdehnen und nicht platzen. Zudem sollten die Straßenbauverwaltungen der Länder, vor allem in Bayern, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt sowie Berlin und Brandenburg, mehr Fahrten zur Kontrolle der Fahrbahnoberfläche durchführen. Zusätzlich unternehme die Bundesanstalt für Straßenwesen eigene Messfahrten, hieß es weiter.

dpa

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