Autokäufer lieben PS - immer stärkere Motoren

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Einen Ferrari hätten wohl viele Autofahrer gerne

Duisburg - Umweltdebatte und hohen Spritkosten zum Trotz: Die Autokäufer lieben Wagen mit hoher Motorleistung.

Im Durchschnitt hatte ein in Deutschland verkaufter Neuwagen im ersten Halbjahr 2011 eine Leistung von 134 PS - mehr Pferdestärken denn je, wie aus einer Studie des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Treiber dieser Entwicklung ist zum einen der Trend zu Geländewagen, die meist hochmotorisiert daherkommen. Aber auch die Firmenwagen werden oft mit üppigen Motorvarianten geordert, sie kamen auf einen Durchschnitt von 152 PS. Der Privatkäufer “begnügt“ sich der Studie zufolge im Schnitt mit 125 PS.

Nach Ansicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer ist der Trend zu steigenden PS-Zahlen nicht ohne Risiko für die deutschen Hersteller. Zwar müsse höhere Motorisierung nicht zwangsläufig mit höheren Umweltbelastungen einhergehen. Downsizing (Motoren mit kleinerem Hubraum) und vieles mehr trage dazu bei, die Normverbräuche zu reduzieren, sagte der Direktor des CAR-Instituts. “Allerdings ließen sich die Normverbräuche noch stärker reduzieren, wenn auf Zuwachs bei der Motorisierung verzichtet wird.“

Autos & Rekorde: Spitzenwert oder Schlusslicht

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Schneller, höher oder weiter - Autofans kennen die schnellsten, stärksten und günstigsten Trümpfe. Doch welche Modelle sind zurzeit die Serienwagen der Superlative, die offiziell als Neufahrzeuge in Deutschland angeboten werden? Klicken Sie sich durch die Rekordhalter der Autowelt. © dpa/Hersteller
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PREIS: Ein Bugatti Veyron 16.4 Super Sport kostet 1,96 Millionen Euro. Mehr kann man für ein Serienauto momentan nicht ausgeben. © dpa/Hersteller
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PREIS: Der Dacia Sandero ist dagegen ab 6990 Euro ein absolutes Schnäppchen. Anstelle eines Bugatti Veyron 16.4 Super Sport könnten Liebhaber der rumäischen Kleinwagen gleich 281 Dacia erwerben. © dpa/Hersteller
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LEISTUNG: Der 8,0 Liter große 16-Zylinder-Motor im Bugatti Veyron Super Sport entwickelt 883 kW/1200 PS - fast doppelt so viel.... © dpa/Hersteller
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...wie eine Corvette C6 6.2 V8 ZR1 Coupé mit 476 kW/647 PS... © dpa/Hersteller
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...Mit einem Zehntel des Veyron-Hubraums und 40 kW/54 PS bildet der Smart Fortwo 0.8 cdi das Schlusslicht bei der Leistung. © dpa/Hersteller
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BESCHLEUNIGUNG: Das Feld der Spitzensprinter führt ebenfalls der Veyron an: In 2,5 Sekunden stehen 100 km/h auf dem Tacho. © dpa/Hersteller
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Der Porsche 911 3.8 Turbo S Coupé sprintet aus dem Stand binnen 3,3 Sekunden auf Tempo 100. © dpa/Hersteller
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Da bleibt dem Fahrer eines Hyundai H-1 Travel mit 81 kW/110-PS-Diesel reichlich Zeit zum Staunen: Mit 23,7 Sekunden ist der Kleinbus der trägste Serienwagen. © dpa/Hersteller
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HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT: Und wieder liegt Bugatti vorn: Mit Spitzentempo 431 hängt der Veyron Super Sport alle übrigen Autos mit Straßenzulassung ab. Die Kaufversion riegelt das Tempo bei 415 km/h ab. Damit ist der Sportwagen noch 75 km/h schneller als... © dpa/Hersteller
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...Lamborghini Murcielago LP 640 E-Gear © dpa/Hersteller
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Die Schnecke: Der Land Rover Defender Station Wagon erreicht maximal 132 km/h. © dpa/Hersteller
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LÄNGE: Zwischen den Stoßfängern des Daimler-Luxusliners Maybach 62 erstrecken sich 6,17 Meter Blech - mehr als bei jedem anderen Serienwagen auf dem deutschen Markt. © ampnet photo
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Problemlos passen zwei Exemplare des kürzesten Autos in die Parklücke, die einem Maybach gerade reicht: Der Smart Fortwo misst nur knapp 2,70 Meter. © Hersteller
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BREITE: Mit einem Jeep Grand Cherokee oder den Ford-Modellen Galaxy und S-Max kann es auf kleinen Straßen schon mal eng werden: Ab den Spitzen der Außenspiegel gemessen sind sie mit etwas mehr als 2,15 Metern die breitesten Serienwagen der Nation. © dpa
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Ziemlich breit: Ford Galaxy © dpa/Hersteller
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Ford S-Max © dpa/Hersteller
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Am unteren Ende der Liste steht der 1,56 Meter schmale Stadtflitzer Smart Fortwo. © dpa/Hersteller
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HÖHE: Für den Land Rover Defender sind viele Parkhäuser tabu: Einige Varianten der Modelle 90 und 110 ragen rund 2,06 Meter in die Höhe - zu viel für die meisten Großgaragen. © dpa/Hersteller
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Mit solchen Problemen muss sich am Steuer eines Lotus Elise niemand herumschlagen: Die Dachkante befindet sich nicht ganz 1,12 Meter über dem Asphalt. © dpa/Hersteller
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GEWICHT: Der Elefant unter den hierzulande gehandelten Serienautos ist der Maybach 62: 2855 Kilogramm bringt der Oberklassewagen auf die Waage. © amphnet Photo
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In der Fliegengewichtsklasse bleibt der Smart Fortwo 1.0 mhd Coupé mit 750 Kilogramm unerreicht. © dpa/Hersteller
VERBRAUCH: Den größten Durst hat der Bugatti Veyron - und zwar in der Basisversion: 24,1 Liter Benzin verbrennt der Supersportwagen im Schnitt auf 100 Kilometer (CO2-Ausstoß: 574 g/km). Das Topmodell Veyron Super Sport gibt sich immerhin mit einem Liter weniger zufrieden (CO2-Ausstoß: 539 g/km) © 
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Die zweitgrößten Spritschlucker sind der Lamborghini Murcielago LP 640 und... © dpa/Hersteller
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...der Ferrari 599 GTB Fiorano: Beide benötigen 21,3 Liter (CO2-Ausstoß: 490 g/km). © dpa/Hersteller
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Sparsam im Verbrauch ist dagegen der Smart Fortwo 0.8 cdi Coupé. Der Kleine begnügt sich mit 3,3 Litern Diesel (CO2-Ausstoß: 86 g/km). © dpa/Hersteller
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NEUZULASSUNGEN: In den Kfz-Zulassungsstellen der Republik waren im vergangenen Jahr VW-Golf-Käufer wieder einmal am häufigsten anzutreffen. In all seinen Varianten, wozu auch der Jetta gezählt wird, wurde das Kompaktmodell von Anfang Januar bis Ende Dezember insgesamt 251 078 Mal als Neuwagen angemeldet. © dpa/Hersteller
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Seltenster Kandidat unter den Neuzulassungen: Der exklusive Rolls-Royce Phantom mit gerade einmal 9 Neuzulassungen. © dpa/Hersteller

Der Trend immer weiter steigender Motorleistungen berge die Gefahr, dass Energieverbrauch und Motorleistung als weniger sozial akzeptiert angesehen würden. Dies könnte insbesondere bei Firmenwagen ein Risiko darstellen. “Dieses Risiko ist unter den Autobauern nicht gleichverteilt, sondern hängt stärker auf Seiten der deutschen Autobauer“, sagte Dudenhöffer. Die deutschen Hersteller sollten diskutieren, ob die Zukunft der Automobilindustrie in immer weiter steigenden PS-Zahlen liegen sollte.

Der Studie zufolge ist die Leistung der Neuwagen in den vergangenen Jahren stetig angestiegen, lediglich im Jahr der Abwrackprämie 2009 gab es einen deutlichen Rückgang. Lag die durchschnittliche Motorleistung 1995 noch bei 95 PS, waren es im Jahr 2000 bereits 110 PS. Nach Dudenhöffers Einschätzung ist bei den aktuellen 134 PS noch nicht Schluss, da der Anteil der Geländewagen weiter zunimmt. Die durchschnittliche PS-Zahl von Tiguan, X5 und Co habe in den ersten sechs Monaten des Jahres mit 165 PS knapp 31 PS mehr als der Durchschnitt betragen. Mittlerweile seien 13 Prozent aller Neuwagen sogenannte SUV - Tendenz steigend.

dpa

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