Autositz erkennt Herzprobleme

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Autositz erkennt Herzprobleme

Neue Technik soll bald bei Autofahrern mit Herzproblemen das Unfallrisiko senken. Forscher haben einen Autositz entwickelt, der die Pulsfrequenz überwacht und bei einem Herzinfarkt Alarm schlägt.

Der Spezialsitz wird im Ford Forschungszentrum in Aachen entwickelt. Sensoren in der Rückenlehne messen wie ein Elektrokardiogramm (EKG) die Herzfrequenz und können Unregelmäßigkeiten erkennen.

Droht ein Herzinfarkt, schlägt das System Alarm oder aktiviert andere Assistenzsysteme, um einen Crash zu verhindern, erklärte der Hersteller.  

Assistenzsysteme sollen einen Crash verhindern und dann  automatisch einen Notruf absetzten.

Bei Tests habe die Technologie bei 95 Prozent aller Probanden zuverlässige Messergebnisse erzielt und 98 Prozent der Fahrzeit überwachen können.

Wann die Technologie zum Einsatz kommt und mit welchen Assistenzsystemen sie kombiniert wird, sagte der Hersteller noch nicht. Sicher scheint aber die Verknüpfung mit dem Kommunikations- und Telematiksystem Ford Sync, das in Europa 2012 auf den Markt kommt und auf Basis des Pulssignals automatische Notrufe absetzen kann.

Hintergrund der Forschung am EKG-Sitz ist die demografische Entwicklung. Denn aktuellen Studien zufolge werden bis zum Jahr 2023 rund 23 Prozent der Bevölkerung in Europa älter als 65 Jahre sein. Bis 2050 soll der Anteil auf 30 Prozent steigen. Zugleich gebe es immer mehr Patienten mit Herzproblemen und Bluthochdruck, erklärten die Ford-Entwickler.

Quelle: Ford/dpa

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