Folgen meist unterschätzt

Autounfälle 2015: Etwa jeder fünfte Tote nicht angegurtet

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Klick mich: Moderne Sicherheitsgurte binden sich in ein Sicherheitskonzept aus Airbags, Gurtstraffern, Sitzen und Kopfstützen ein. Foto: Jens Kalaene

Anschnallen beim Autofahren rettet Leben! Diese simple Erkenntnis hätte vielen Autofahrern geholfen, die bei Autounfällen im vergangenen Jahr ums Leben kamen.

Bonn (dpa/tmn) - Von den Autoinsassen, die 2015 in Deutschland bei Unfällen ums Leben kamen, war etwa jeder Fünfte nicht angeschnallt. Das hat eine Auswertung von Daten aus zehn Bundesländern durch den Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) ergeben.

Demnach trugen 21,2 Prozent derjenigen, die im Jahr 2015 im Auto ums Leben kamen, keinen Gurt. Bei den Insassen von Nutzfahrzeugen lag der Anteil der Unfalltoten, die nicht angeschnallt waren, bei 14,5 Prozent. Aus sechs Bundesländern lagen laut DVR keine Daten vor.

"Der Gurt ist nach wie vor Lebensretter Nummer Eins", sagt Sven Rademacher vom DVR - das gilt auch für die Passagiere auf den Rücksitzen. Die Wucht eines Aufpralls werde meist unterschätzt. "Damit gefährden die Passagiere auf der Rückbank nicht nur sich selbst, sondern auch den vorne sitzenden Fahrer oder Beifahrer." Nur bei korrekt angeschnallten Insassen könnten auch andere Sicherheitssysteme wie der Airbag sichere Dienste leisten.

Wer sich nicht anschnallt, riskiert nicht nur seine Gesundheit, sondern auch ein Bußgeld von 30 Euro.

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