Bei Teilewechsel im Kühlsystem auch Kühlwasser austauschen

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Moderne Autos warnen den Fahrer bei niedrigem Kühlmittelstand. Dennoch sollte man immer mal wieder selbst den Füllstand der Kühlflüssigkeit prüfen. Foto: Bodo Marks

Kühlwasser ist für einen funktionierenden Automotor so unerlässlich wie Öl. Und genau wie der schwarze Schmierstoff muss auch Kühlwasser manchmal ausgewechselt werden.

Landsberg (dpa/tmn) - Kühlwasser kühlt den Motor und schützt vor Korrosion im Kühlsystem und im Motorblock. Ihm sind spezielle Korrosionszusätze beigefügt, so Carsten Graf vom ADAC-Technikzentrum Landsberg. "Im Gegensatz zum enthaltenen Frostschutz verbrauchen sich diese Zusätze mit der Zeit."

Je nach Autohersteller gelten deshalb bestimmte Wechselintervalle, die sich an der Laufleistung oder dem Fahrzeugalter orientieren. "Die sind oft sehr groß", erklärt Graf. "Mitunter muss das Kühlwasser aus gar nicht gewechselt werden." Wenn Intervalle vorgegeben sind, stehen sie Inspektionsplan des Autos. Diese sollte man einhalten, um Schäden am Motor zu vermeiden.

Wenn einzelne Teile des Kühlsystems getauscht werden, sollten Autofahrer das Kühlwasser ebenfalls wechseln lassen, empfiehlt Graf. "Die Korrosionszusätze setzen sich an den Komponenten ab und bilden dort eine Schutzschicht gegen Rost." Wird ein Bauteil - zum Beispiel die Kühlmittelpumpe - ausgebaut, fehlt der neu eingebauten Komponente diese Schutzschicht. Sie kann dann schneller rosten. Der Wechsel des Kühlwassers sei ein Fall für den Kfz-Mechaniker. "Die Entlüftung des Kühlsystems ist bei einigen Fahrzeugen recht kompliziert", so Graf.

Genau wie bei Motoröl und Scheibenwischwasser sollten Autofahrer den Stand im Kühlmittelbehälter regelmäßig prüfen. Wer selbst Kühlwasser nachfüllen will, sollte genau das gleiche Mittel nehmen, das bereits durch das Kühlsystem fließt. "Ansonsten können sich die enthaltenen Zusätze gegenseitig beeinträchtigen", erklärt Graf. Für die Wahl des Kühlmittel hilft ein Blick auf den Kühlmittelbehälter. "Dort ist das verwendete Konzentrat drauf notiert." Sonst bleibt noch der Griff zur Bedienungsanleitung des Fahrzeugs.

Kühlerflüssigkeit gibt es im Handel entweder fertig gemischt oder in Form eines Konzentrats. Die Konzentrate sollten exakt im vorgegebenen Mischverhältnis mit destilliertem Wasser verdünnt werden. "Wasser aus dem Hahn ist dafür nicht geeignet", betont Graf. Denn Leitungswasser enthält Salze und Mineralien, die im Motor für Verkalkungen und Rost sorgen können.

Fällt der Füllstand des Kühlwassers trotz Nachfüllens kontinuierlich, sollte die Ursache gesucht und beseitigt werden, rät Graf. Ein Grund kann ein Marderbiss in einem Schlauch sein. Lässt sich keine undichte Stelle finden, liegt der Kühlmittelverlust möglicherweise an Defekten in der Wasserpumpe oder der Zylinderkopfdichtung.

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