Blitzmarathon 2014

Was geblitzte Autofahrer jetzt wissen sollten 

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„Allgemeine Verkehrskontrolle! Führerschein und Fahrzeugschein bitte.“ - beim Blitzer-Marathon 2014 kommt die Kelle zum Einsatz.

Beim bundesweiten Blitz-Marathon 2014 haben die Polizisten Raser im Visier.  Wenn ein Beamter mit der Kelle winkt, sollten Autofahrer ein paar wichtige Dinge beachten.

Beim bundesweiten „Blitz-Marathon“ an diesem Donnerstag (18. September) werden voraussichtlich wieder zigtausend Fahrer in die Falle gehen.

Im vergangenen Jahr hatte die Polizei 83.000 Temposünder erwischt, obwohl die 24-Stunden-Aktion an 8600 Messpunkten in Deutschland groß angekündigt war.

Viele Autofahrer sind verunsichert: Was sollen sie bei der Kontrolle sagen? „Am besten erst einmal gar nichts“, rät ADAC-Jurist Jost Kärger. „Bleiben Sie freundlich und hören Sie sich in Ruhe an, was Ihnen vorgeworfen wird. Aber äußern Sie sich vor Ort im Zweifel nicht zum Verstoß oder zu möglichen Gründen dafür.“

Temposünder beim Blitz-Marathon 2014

Bei einer Polizeikontrolle müsse sich niemand selbst belasten. „Es ist das gute Recht eines jeden, zur Sache und zu Anschuldigungen zu schweigen“, erklärte Kärger. „Nur Angaben zur Person sind Pflicht.“ Wer Widerspruch einlegen will, weil er den Tatvorwurf ernsthaft anzweifelt, könne das binnen 14 Tagen tun, wenn der Bußgeldbescheid ins Haus geflattert ist. „Ohne Anwalt haben Betroffene da aber kaum Erfolgsaussichten“, gibt der Verkehrsrechtsexperte zu bedenken.

Punkte

Geht es um eher kleinere Tempoverstöße, bei denen weder Punkte noch ein Fahrverbot drohen, und ist der Beschuldigte einsichtig, empfiehlt Kärger: „Zahlen Sie das Verwarnungsgeld nach Möglichkeit gleich vor Ort und ziehen Sie eine Lehre daraus.“ Wer die Rechnung bei einer Kontrolle mit Sofortkasse nicht direkt begleiche, müsse später womöglich tiefer in die Tasche greifen. „Statt der Verwarnung kommt per Post meist ein Bußgeldbescheid, und dann werden zusätzlich Verwaltungsgebühren in Höhe von mindestens 28,50 Euro fällig.“

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur.
Absichtlich ist dieser Twingofahrer mit Stinkefinger in die Radarfalle gerast. Trotz abgeklebten Nummernschild und heruntergeklappter Sonnenblende kam die Dortmunder Polizei dem frechen Temposünder auf die Spur. © Polizei Dortmund
Kurioses Blitzer-Bild: Pferd von Radarfalle geblitzt.
Nach Toleranzabzug ist das Pferd mit einer Geschwindigkeit von 59 Stundenkilometern in die Messanlage galoppiert. Erlaubt sind an der Bundesstraße 455 in Eppstein allerdings nur 50 Stundenkilometer. Doch zu schnell war das Tier keinesfalls unterwegs. Ein vorbeifahrendes Auto hatte den Blitzer ausgelöst. © Stadt Eppstein
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert.
Der Polizei entgeht nichts: Auch zu schnelle Vögel werden kontrolliert. © Polizei
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt.
Teenies auf Spritztour: Mit Muttis Auto geblitzt. Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei Aachen
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen.
Das Radarfoto, herausgegeben vom Landkreis Emsland, zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen. © dpa
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße.
Zu schnell zum Einsatz: Ein Feuerwehrfahrzeug in Bad Mergentheim an der Blitzampel Schlossgartenstraße. © 
Hundemann oder Alien? © mm
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild.
Mit Absicht: Kaum zufällig dürfte dieses Bild entstanden sein. Der Fahrer kam wohl ungeschoren davon. Motorräder haben halt vorne kein Nummernschild. © Polizei
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger.
Erhobener Mittelfinger: Die Insassen zeigen kaum verholen ihren Ärger. © mm
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet.
Auch Fluggeräte im Visier: Ein Rettungshubschrauber ist womöglich zu schnell gelandet. © mm
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen.
Schneller als die Polizei erlaubt: Zwei Fahrradfahrer beim Rasen. © mm
Prozession der Biker
Prozession der Biker: Das "Führungsfahrzeug" kam wohl um ein Bußgeld nicht herum. © mm
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus (2014)
Bäh, Bäh, mich schnappt ihr nicht! Beim Radarfoto streckt ein Rollerfahrer seine Zunge raus. © Polizei
Raser auf Schienen.
Raser auf Schienen. © mm
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen.
Rückenansicht: Ein Trio bekundet wortlos seine Meinung über Geschwindigkeitskontrollen. © mm
Schlechte Aussicht: Wäre der Teppich geschickter aufgeladen worden, hätte der Fahrer die Blitz-Gefahr wohl erkannt. © mm
Ist der Weihnachtsmann am 28. Dezember wirklich noch im Stress? Und woher hat er den diesen neuen Schlitten? Fragen über Fragen - doch auf alle Fälle war hier ein hier ein Strafzettel für zu schnelles Fahren fällig.  © Auto-Medienportal.Net/Volkswagen
Auch der Weihnachtsmann ist mit seiner Kutsche schon in einen Blitzer gerauscht (Archivfoto 2006). Allerdings hatte sich das Pferdegespann vorbildlich an das vorgeschriebene Tempolimit gehalten. Ein anderes Fahrzeug auf der Überholspur hatte die Radarfalle ausgelöst. Auf dem Foto ist der Raser vom Gespann jedoch vollkommen verdeckt.    © dpa
Mit Sturmhauben, geklauten Nummernschildern und Muttis Auto waren drei Jugendliche bei Aachen unterwegs und haben sich einen Riesen-Ärger mit der Polizei eingehandelt. © Polizei

Christoph Walter, dpa

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