Raubtier auf leisen Pfoten

BMW i3: So fährt sich der neue Elektro-Dreier

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Unser Autor Rudolf Bögel durfte den Elektro-Bayern Probe fahren.

Kann BMW auch elektrisch? Freude am Fahren ganz ohne Verbrennungsmotor und röhrende Auspuffrohre? Seit Montag gibt es eine Antwort darauf. Wir konnten den neuen 3i exklusiv auf dem Fahrtrainingsgelände von BMW in Maisach testen.

Ganz mysteriös als „project i“ im Jahr 2007 gestartet, ist das Elektro-Projekt von BMW Wirklichkeit geworden. Bei der IAA kommt der Elektro-Dreier auf den Markt, und wir sitzen jetzt schon in einem immer noch leicht verhüllten Vorserien-Fahrzeug.

Hier noch immer mit Folien abgeklebt, soll der BMW i3 auf der Internationalen Automobilausstellung im September seine Premiere feiern.

Doch bevor es auf den mit Hütchen gespickten Parcours geht, die bloßen Fakten: Nur 1195 Kilogramm schwer, wird der i3 von einem Elektromotor angetrieben, der eine Reichweite von 130 bis 160 Kilometer hat. Das für E-Motoren immer voll zur Verfügung stehende Drehmoment leistet dabei 250 Newtonmeter, hat 170 PS und beschleunigt den BMW in 7,2 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Worte von Ulrich Kranz, dem Leiter der Linie BMWi im Ohr („Nachhaltigkeit ist kein Verzicht“), starten wir das Elektro-Aggregat – nur auf den plötzlich zum Leben erwachenden Bildschirmen sieht man, das Auto ist fahrbereit.

Der Elektro-Dreier ist ein echter BMW.

Der rechts am Lenkrad platzierte Fahrschalter, mehr ein Joytick als ein Ganghebel, wird auf Vorwärtsgang gestellt: Und schon rollen wir los. Lautlos schiebt sich der Umwelt-BMW nach vorne, aber nicht wie eine lahmende Ente nach einer üppigen Mahlzeit, sondern wie ein Raumgleiter aus einem zur Realität gewordenen Science Fiction Film. Mit Vollgas voraus, abbremsen ohne schlechtes Gewissen (schließlich nimmt der i3 die verlorene Energie beim Rekuperieren wieder auf), gleiten, beschleunigen, in die Kurven gehen. Alles, was man hört, sind der Wind und die quietschenden Reifen. Dabei zeigt der i3 echte Rennwagen-Gene, er ist ein Raubtier, aber eines auf ganz leisen Pfoten. Nach mehreren Runden will man aus dem Auto überhaupt nicht mehr aussteigen.

Unser erstes Fazit

Der Elektro-Dreier ist ein echter BMW. Und wer gedacht hat, dass man Freude am Fahren und Vernunft nicht unter eine (Motor-)Haube bringen kann, der ist dank i3 jetzt auch eines besseren belehrt.

Rudolf Bögel

Der BMW i3 ist da!

Der BMW i3 ist da!

...und getankt wird daheim!

Die Elektrozukunft von BMW ist nicht nur ein Auto, sondern eine ganze Kette von Angeboten, Services und vor allem Beratung. Das geht damit los, dass Kunden von einem Berater besucht werden, der das Haus-Stromnetz unter die Lupe nimmt und endet damit, dass Zusatzleistungen wie zum Beispiel die Miete eines herkömmlichen BMW als Urlaubsauto angeboten werden. Beim Thema Tanken schmiedet BMW unter dem Namen Charge Now eine Allianz von Stromanbietern und Konzernen wie Bosch und Siemens, um das Wiederaufladen der Elektroautos so einfach wie möglich zu machen. Bezahlt wird ganz einfach mit einer eigenen Karte.

Aufgeladen wird das Auto hauptsächlich zuhause. Auf 90 Prozent schätzt Martin Arlt, Leiter von „project i“, den Anteil des Daheim-Tankens. An einer herkömmlichen Anlage braucht der i3 circa acht Stunden. Die Reichweite liegt bei weit über 100 Kilometern und damit deutlich über der täglichen Durchschnittsstrecke von 40 Kilometern eines normalen Autofahrers. Durch einen Range-Extender, einem 34 PS starken Zweizylinder, kann der Fahrradius sogar bis auf 300 Kilometer ausgedehnt werden.

Das neue BMW i3 Concept Coupe

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