Bundesweiter Vergleich: So schneiden Fahrschüler ab

Magdeburg - Ein Bundesweiter Vergleich legt nun offen, wie die Fahrschüler in ihren Prüfungen abschneiden. Ein Bundesland ist dabei Spitzenreiter - im Versagen. Die traurige Bilanz:

Die Fahrschüler in Sachsen-Anhalt bestehen im bundesweiten Vergleich am häufigsten die theoretische Prüfung für die Fahrerlaubnis nicht. Die Erfolgsquote lag im vergangenen Jahr bei rund 61 Prozent, das bedeute in Deutschland den letzten Platz, sagte der Vorsitzende des Landesfahrlehrerverbandes, Wolfgang Prescher, der Nachrichtenagentur dapd in Magdeburg. Bei den praktischen Prüfungen müsse zudem jeder dritte Fahrschüler noch einmal antreten.

2010 wurden in dem Bundesland 37.940 theoretische und rund 36.200 praktische Prüfungen für eine Fahrerlaubnis abgenommen. Davon wurden den Angaben zufolge in der Theorie 38,7 Prozent und in der Praxis 37,2 Prozent nicht bestanden.

Die hohe Durchfallquote lässt sich nach Angaben von Prescher schwer erklären. Zwischen Ostsee und Bayrischem Wald unterschieden sich die Anforderungen und Fragebögen nicht. Er halte Gleichgültigkeit und Selbstüberschätzung bei den jungen Leuten für eine Ursache, sagte Prescher. Auch das teilweise schlechte soziale Umfeld könne eine Rolle spielen. Das Ansinnen, die Fahrerlaubnis schnell und billig erwerben zu wollen, nannte er unrealistisch. Die Meinung, alles schon zu können, trage mit zur hohen Durchfallquote bei.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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