Kia Cee'd Sportswagon im Fahrtest

Kia Cee'd Sportswagon: Auf Augenhöhe mit Europa

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Design aus deutscher Hand: der neue Kia Cee’d Sportswagon.

Nur wer sich der Qualität einer Sache ganz sicher ist, kann sie garantieren. Der südkoreanische Autohersteller Kia gibt jetzt auch für die zweite Generation des Cee’d eine siebenjährige Herstellergarantie. Ein Grund für das Selbstvertrauen: Der Kompaktwagen wird vollständig in Europa und damit auf Augenhöhe der hiesigen Konkurrenz entwickelt und produziert.

Das Äußere prägte der deutsche Designer Peter Schreyer in Rüsselsheim, wo auch das Fahrwerk seine Abstimmung findet. Vom Fließband läuft der Cee’d im slowakischen Zilina. Nach der Schrägheckversion kommt jetzt der Kombi – ausschließlich in Europa – auf den Markt.

Kia nennt ihn Sportswagon, kurz SW. Mit 4,51 Metern ist der Neue nur wenige Millimeter länger geworden, dafür wurde die Spurweite deutlich vergrößert. Erster Eindruck: Er steht markanter auf der Straße. Die geschlitzten Scheinwerfer neben dem fast senkrecht stehende Kühlergrill schauen aggressiv. An der schwungvollen Seitenansicht mit stark ansteigender Schulterlinie kann man erkennen, dass Kia europäischen Einflüsse gegenüber sehr offen war.

Das Cockpit erinnert uns etwas an das Innere eines Flugzeugs. Nach ein wenig Ausprobieren mit dem höhenverstellbaren Fahrersitz und dem höhen- und tiefenverstellbaren Lenkrad findet man dann seine optimale Position. Es gibt viele Kunststoffe, die sich jedoch gut und durchaus hochwertig anfühlen. Erfreulich sind auch die eingesetzten Chromapplikationen. In den höheren Ausstattungslinien gibt es sogar Klavierlackoptik.

Die Sitze sind bequem, könnten aber etwas mehr Seitenhalt vertragen. Vorn hat die Frisur jetzt 21 Millimeter mehr Platz, neun Millimeter bekommen die Beine hinten mehr an Freiheit. Für das größere Gepäck gibt es bei einem Kofferraumvolumen von 528 bis maximal 1642 Liter auch etwas mehr Platz. Was uns besonders gut gefällt: Die steilere Heckklappe zieht sich jetzt bis weit in das Dach hinein und lässt sich so auch gut öffnen, wenn der Hintermann einmal viel zu dicht geparkt hat.

Unter der Haube gibt es zwei Benziner und zwei Diesel im Angebot. Der 1,4-Liter-Benziner hat 100 PS, der 1,6-Liter-Vierzylinder mit Direkteinspritzung 135 PS. Den 1,4-Liter-Turbodiesel gibt es mit 90 PS, den 1.6 CRDi mit 128 PS. Der kleine Benziner zeigte sich bei der Testfahrt im Münchener Umland zwar flott, brauchte aber 4200 Touren, um das Drehmoment von 137 Newtonmeter zu erreichen.

Was die Zugkraft betrifft, liegt der kleine Diesel vorn: Der 1.4 CRDi stemmt das Drehmoment von 220 New-tonmeter zwischen 1500 und 2750 Touren. Dafür kostet er bei vergleichbarer Ausstattung 2000 Euro mehr. Alle Motoren sind mit einem Sechsganggetriebe kombiniert, die Topmotorisierungen gibt es auf Wunsch mit einer Sechs-gangautomatik, nur den großen Benziner auch mit dem von Kia selbst entwickelten Doppelkupplungsgetriebe.

Für ein verbrauchsoptimierendes Start-Stopp-System verlangt Kia stets einen Aufpreis und bietet es auch nur in Verbindung mit weiteren Spritspar-Technologien in den EcoDynamics-Modellen an. Wenn schon, denn schon. Immerhin soll der Verbrauch des sparsamsten Diesel-Modells damit auf 3,7 Liter sinken.

Von Solveig Grewe

Daten: Kia Cee'd Sportswagon 1.4 CVVT

• Motor: Benziner, Reihen-Vierzylinder

• Hubraum: 1396 ccm

• kW (PS) bei U/min: 73 (100) bei 5500

• Max. Drehmoment: 137 Nm bei 4200 U/min

• Beschleunigung: von null auf 100 km/h in 13,5 Sekunden

• Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h

• Abgas CO2: 140 g/km

• Verbrauch: 6,2 Liter pro 100 km (Durchschnitt, kombiniert)

• CO2-Effizienzklasse: C

• Preis: ab 15 690 Euro

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