Charakteristika: Chevrolet Orlando

+

Die Stadt Orlando preist sich selbst als das Familien-Urlaubsziel Nummer 1 in den USA an. Jedes Jahr pilgern rund 45 Millionen Touristen dorthin, um Disneyland und anderen Freizeitanlagen zu besuchen.

Fazit: Man darf vermuten, dass beim Motorenangebot der schwächere Diesel den ersten Platz erringen wird. Dennoch: Der stärkere Diesel scheint uns die reizvollere Wahl zu sein. Wer dann noch 18-Zoll-Räder und ein Glas-Schiebedach dazubestellt, der hat die 30 000-Euro-Grenze noch nicht erreicht. Allerdings muss jedem klar sein, dass der Kofferraum bei sieben belegten Sitzplätzen kaum Stauraum bietet. (ampnet)

Eigentlich verwunderlich, dass noch kein Hersteller seinen Van nach dem Namen des Freizeitparadieses nannte. Chevrolet nennt seinen neuen Familien-Van mit bis zu sieben Sitzen nun Orlando. Der Van erweist sich als angenehmer Vier- bis Fünfsitzer mit hohen Sitzpositionen und gutem Wohlfühlraum, viel Ablageflächen, sowie mit einem 454 Litern fassenden Kofferraum und einer Zuladung von mehr als 600 Kilogramm. Diese Transportkapazität geht allerdings verloren, wenn man die beiden Sitze der dritten Reihe aus dem ebenen Kofferraumboden klappt. Dann reduziert sich der Kofferraum auf die Fläche einer Hutablage, auf der man ein paar Einkaufstüten abstellen kann. Wer nicht auf die Notsitze verzichten kann, erhält damit einen flexiblen Laderaum, der sich bis auf knapp 1500 Liter erweitern lässt.

Was macht den Van zu einem komfortablen Reiseauto?

Bei unseren ersten Testfahrten mit dem Fronttriebler rund ums spanische Valencia zeigte der Orlando keine Schwäche. Er erwies sich als unkompliziertes Reisefahrzeug für die ganze Familie, das sich mit einer Federung auf der weichen Seite, seiner härteren Fahrwerksabstimmung und dem niedrigen Geräuschniveau eher dem Komfort als der Sportlichkeit verpflichtet fühlt. Die Lenkung arbeitet direkt und durch den Wendekreis von 11,3 Metern kann der Fahrer problemlos in jede Innenstadt fahren. Die Sechs-Gang-Handschaltung sitzt gut und lässt sich leicht und präzis bewegen. Schon nach kurzer Zeit stellt sich bei uns der Eindruck ein, dass wir es mit einem reifen Fahrzeug zu tun haben.

Zwischen welchen Motoren kann man wählen?

Diese Chevrolets sind nicht mehr von gestern, auch wenn sie technisch nicht zu denen zählen, die Trends setzen. So sind die Motoren alte Bekannte: Der Benziner stammt von Opel, und die beiden in Korea entwickelten Diesel kennen wir ebenfalls aus den Autos dieser Marke.

Statt mit neuester Technik kämpft Chevrolet mit dem Preis. Die Einstiegsversion, der Orlando 1.8 LS Benziner mit 141 PS kostet mit einer schon recht guten Ausstattung 18 990 Euro – aber leider ohne Klimaanlage. Über dem Orlando 1.8 LS sind noch zwei Varianten – LT und LTZ – angeordnet.

Außer dem Benziner stehen zwei Dieselmotoren zur Wahl, beides Turbo-Direkteinspritzer mit einem Hubraum von zwei Litern. Der eine besitzt 130 PS, der andere 163 PS, beide mit einem Durchschnittsverbrauch von sechs Litern.

Was ist für die Zukunft noch vorgesehen?

Freuen darf man sich schon auf den bald auf den Markt kommenden 1,7-Liter-Diesel, den CDTi-Motor. Denn dann wird es auch eine Start-Stopp-Version für den Orlando geben. (ampnet/dko)

Von Peter Schwerdtmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.