Aufgepasst

Bei Gelb über die Ampel: Diese Bußgelder drohen Autofahrern

Darf ich bei Gelb noch über die Ampel fahren?
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Bereits bei Gelb müssen Autofahrer vor der Kreuzung anhalten.

Wer bei Rot fährt, riskiert hohe Strafen. Doch nicht nur die rote Ampel ist tabu, auch bei Gelb kann die Durchfahrt teuer werden.

  • "Das war doch noch gelb!".
  • Dieser Satz zählt zu den beliebtesten Autofahrer-Ausreden, nachdem sie noch schnell über die Ampelkreuzung gefahren sind.
  • Doch ab wann besteht der Tatbestand einer Rotlichtfahrt und welche Konsequenzen hat das?

"Der Sinn einer Wechsellichtzeichenanlage, wie die Ampel im StVO-Deutsch genannt wird, liegt klar auf der Hand", erläutert Unfallexperte Achmed Leser vom Tüv Thüringen. "Sie regelt den Verkehr an Kreuzungen, Einmündungen oder an Markierungen für den Fußgängerverkehr. Wer Grün hat, für den ist der Verkehr freigegeben"

Verhalten an der Ampel: Muss man bei Gelb warten?

Ein Irrglaube ist die Argumentation einiger Autofahrer, dass man bei Gelb noch fahren darf und das Fahren bei Rot erst nach einer Sekunde Rotphase geahndet wird. Bereits bei Gelblicht müssen Verkehrsteilnehmer auf das nächstfolgende Zeichen warten  - und zwar vor der Kreuzung. "Selbst der Gelblichtverstoß kann bereits zu einem Bußgeld von zehn Euro führen, nämlich genau dann, wenn ein gefahrloses Anhalten noch möglich gewesen wäre", so Leser.

Sehr viel teurer - weil extrem gefährlich - wird es beim Missachten des Rotlichts. "Hier sieht der Bußgeldkatalog sehr hohe Strafen vor - und das zu Recht. Denn Rot ordnet den Halt vor der Kreuzung an", so Leser. "Wer dagegen verstößt, riskiert schlimme Unfälle und wird völlig zu Recht hart bestraft." Schon das einfache Missachten der Rotlichtphase schlägt mit 90 Euro und einem Punkt Flensburg  zu Buche.

Bei einer Gefährdung anderer werden daraus 200 Euro Bußgeld, hinzu kommen zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Passiert bei der Rotfahrt ein Unfall, erhöht sich das Bußgeld auf 240 Euro. Die Schuldfrage dürfte dabei auf der Hand liegen.

Lesen Sie auch: Bußgeld droht: Die meisten Autofahrer verhalten sich beim Grünpfeil an der Ampel falsch.

Das Rotlicht dauerte schon länger als eine Sekunde

Noch schärfer sind die Strafen, wenn die Rotphase bereits eine Sekunde andauerte. Dann wird automatisch eine Gefährdung anderer unterstellt. Hierfür werden bis zu 360 Euro, zwei Punkteund ein Monat Fahrverbot fällig.

Wer glaubt, dass das Haltegebot bei einer roten Ampel nur für Autofahrer Konsequenzen hat, liegt ebenfalls völlig falsch. Die Strafen für eine Rotfahrt mit dem Fahrrad sind inzwischen nicht zu unterschätzen: Die Bußgelder beginnen bei 60 Euro und enden bei 180 Euro.

Auch Radler können sich Punkte einfangen

Was viele Radfahrer nicht wissen: Für die Missachtung der Rotphase kassiert man auch auf dem Fahrrad einen Punkt in Flensburg. Und auch der vermeintlich schwächere Fußgänger kann ein Bußgeld von fünf bis zehn Euro bekommen, wenn er die rote Ampel ignoriert. (dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant: Verhalten im Stau: Dürfen Motorradfahrer durch Rettungsgassen fahren?

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Das Verkehrszeichen für den Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses neue Straßenschild ist eine Abwandlung dessen. Es gilt explizit als Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder* überholen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch dieses Straßenschild dient dem Schutz von Fahrradfahrern. Es markiert einen Bereich, der als Fahrradzone gilt. Das bedeutet für Autofahrer, dass sie ab diesem Schild maximal mit Tempo 30 km/h fahren dürfen. Außerdem dürfen sie den Radverkehr weder gefährden noch behindern. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mal Hand aufs Herz: Vermutlich haben viele Radfahrer ohnehin von dieser Regelung Gebrauch gemacht - auch wenn sie bislang als Verstoß gewertet wurde. Jetzt ist das rechts Abbiegen an einer roten Ampel offiziell erlaubt - zumindest dort, wo der Grünpfeil für Radfahrer das kennzeichnet.Das gleiche Verkehrszeichen gibt es seit geraumer Zeit auch für Autofahrer. Doch es herrscht weiterhin noch viel Unwissenheit unter den Verkehrsteilnehmern bezüglich des Grünpfeils*. Denn korrekterweise muss man sich hierbei wie bei einem Stoppschild verhalten. Das bedeutet, das Fahrzeug muss zunächst vollständig anhalten und laut Straßenverkehrsordnung mindestens drei Sekunden stehenbleiben. Erst dann darf man bei einer roten Ampel rechts abbiegen, sofern kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird. Die gleichen Regelungen gelten auch für Radfahrer. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Dieses Verkehrszeichen kennzeichnet Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Zum Beispiel bei sandigen Straßen soll so kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mit diesem Straßenschild sollen künftig Bereiche für Lastenfahrräder freigehalten werden, wie etwa Parkbereiche, Abstellflächen oder Ladezonen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Fahrzeuge von Carsharing-Diensten* müssen mit dieser Plakette an der Windschutzscheibe klar erkennbar sein. Der Firmenname sowie das Kennzeichen müssen darauf zu sehen sein. © Bundesanstalt für Straßenwesen
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PKWs, LKWs, Fahrräder, Fußgänger: Die meisten Verkehrsteilnehmer haben ein entsprechendes Sinnbild für Verkehrszeichen. Ab sofort gibt es auch eins für Fahrgemeinschaften. Allerdings gibt es noch keine Bereiche, wo dieses zum Einsatz kommen könnte. Ähnliches gilt beim folgenden Verkehrsschild. © Bundesanstalt für Straßenwesen
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Auch Carsharing-Fahrzeuge bekommen ein eigenes Sinnbild. Es soll unter anderem in Parkbereichen eingesetzt werden, die für Carsharing-Autos bestimmt sind. © Bundesanstalt für Straßenwesen

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