Der Autoklau nimmt zu

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Schraubenzieher und andere Tricks: Die neueste Masche ist das sogenannte Jacking, bei dem Täter Autoschlüssel zum Beispiel aus Wohnungen stehlen, um später das Auto zu klauen.

In Deutschland werden wieder mehr Autos gestohlen - im vergangenen Jahr waren es mehr als 40 000. Selbst Wegfahrsperren von Luxusautos helfen kaum. Denn, die Tricks der Diebe werden immer dreister.

In Deutschland werden wieder mehr Autos gestohlen - im vergangenen Jahr waren es mehr als 40 000. Wie die “Neue Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch) berichtet, gab es 2009 bundesweit 40 375 Fälle. Das waren neun Prozent mehr als 2008, als demnach 37 184 Fahrzeuge gestohlen wurden. Das Blatt beruft sich auf die Zahlen der Landeskriminalämter für die deutschlandweite Kriminalstatistik, die im Mai vorgestellt wird. Es sei dies der erste Anstieg bei Kfz-Diebstählen in Deutschland seit 1993.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin verwies am Mittwoch darauf, dass die deutschlandweite Kriminalstatistik Mitte Mai veröffentlicht wird. Erst dann gebe es seriöse und mit den Bundesländern abgestimmte Zahlen.

Die größten Spritschlucker der Straße

Hier sind die größten Spritfresser: Der sparsamste, der Pickup F-250 von Hersteller Ford, verbraucht im Schnitt etwa 16,2 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Flying Spur kam im Jahr 2006 auf den Markt. Er verbraucht 17,4 Liter auf 100 Kilometer bei 560 PS. © dpa
Die Limousine 57S von Hersteller Maybach ist mit 612 PS sehr leistungsstark. Allerdings verbraucht das Auto auch 18,1 Liter/100 km. © dpa
Auch Mercedes ist bei den Benzinverbrauchern vertreten. Der ML 63 verbraucht wie der Maybach etwa 18,1 Liter/100 km. © dpa
540 PS stark ist der Ferrari 612 Scaglietti, mit Spitzengeschwindigkeit von 320 km/h - aber er schluckt auch knapp 19 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Azure war 1998 das teuerste Cabrio der Welt. Das heutige Modell verbraucht 19,6 Liter Super Plus im Schnitt. Im Stadtverkehr schluckt er ordentlich: Über 26 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Supersportwagen Veyron von Bugatti rast mit über 400 km/h nur so über die Straßen - im Schnitt verbraucht er 21,4 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Als Stadtfahrzeug ist der Bugatti allerdings nicht wirklich geeignet. Da erhöht sich der Verbrauch nämlich auf satte 30 Liter/100 km. © dpa
Murciélago, auf Spanisch Fledermaus, ist der Name dieses Lamborghini. Es war der Name eines erfolgreichen Kampfstiers in Spanien. © dpa
Aber er trinkt wohl mehr, als der Stier. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 331 km/h verbraucht der Murciélago im Schnitt 22,4 Liter - der Topschlucker. © dpa

Nach Angaben der Zeitung spiegelt die Gesamtzahl der gestohlenen Autos drei Fallgruppen wider: dauerhaft gestohlene Autos oder Lastwagen, versuchte Diebstähle sowie Fälle, in denen Täter Fahrzeuge vorübergehend unbefugt gebrauchen. Die Zahl der dauerhaft gestohlenen Autos stieg im vergangenen Jahr sogar um 13 Prozent auf fast 18 000 (2008: 15 853).

Nach Angaben der Zeitung bestätigte das Bundeskriminalamt (BKA) den Aufwärtstrend bei gestohlenen Autos, nannte aber keine konkreten Zahlen. Zu den Gründen für den Anstieg sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke dem Blatt: “Autodiebe sind inzwischen absolute Spezialisten, die gezielt hochwertige Fahrzeuge stehlen.“ Selbst moderne Wegfahrsperren bei Luxusautos seien oft kein Hindernis. “Eine gängige Masche“ sei heute das sogenannte Jacking, bei dem Täter Autoschlüssel zum Beispiel aus Wohnungen stehlen, um später das Auto zu klauen.

dpa

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