Weltpremieren und mehr

Deutsche Autobauer auf der Detroit Auto Show

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Auftakt ins neue Autojahr: Auf der Auto Show in Detroit NAISA stellt Mercedes seine neue C-Klasse erstmals der Öffentlichkeit vor.

Mercedes, Audi, BMW, Volkswagen oder Rolls-Royce - für deutsche Autobauer wird der US-Markt immer wichtiger, zumal der europäische schwächelt. So gibt's auf der Auto Show in Detroit einiges zu sehen.

Zu Beginn der US-Automesse in Detroit (vom 13. bis 26. Januar 2014)  hat Daimler am Sonntagabend (Ortszeit) seine neue Mercedes C-Klasse präsentiert. Das Modell ist sportlicher, dabei leichter und verbraucht weniger Sprit als der Vorgänger aus dem Jahr 2007. Die C-Klasse sei der meistverkaufte Mercedes in den USA, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche, und die USA seien der wichtigste Markt für das Modell. Daher sei Detroit perfekt für die Präsentation. Der Absatz von Mercedes in den USA war im vergangenen Jahr um 14 Prozent gestiegen. Zetsche sagte, fast jedes fünfte in den USA verkaufte Premium-Auto sei ein Mercedes.

Neuer SUV für den US-Markt

Volkswagen kündigte in Detroit einen neuen Geländewagen für den US-Markt ab 2016 an. "Das große Midsize-SUV für Amerika wird kommen", sagte VW-Chef Martin Winterkorn. Der Siebensitzer ist Teil von geplanten Investitionen von mehr als sieben Milliarden Dollar (5,1 Milliarden Euro) in Nordamerika in den kommenden fünf Jahren. Volkswagen wolle bis 2018 eine Million Autos der Marken Volkswagen und Audi pro Jahr in den USA verkaufen, bekräftigte Winterkorn. Dabei helfen werde auch der neue Golf "made in North America". Die Produktion startet am Dienstag im mexikanischen Puebla, der Verkauf ist laut VW im Sommer geplant.

Der Absatz von Volkswagen war im vergangenen Jahr um fast sieben Prozent gefallen. Analysten hatten auch das Fehlen eines Geländewagens im Angebot dafür verantwortlich gemacht.

Bestmarken von BMW

BMW dagegen verkaufte im vergangenen Jahr rund neun Prozent mehr Autos als 2012 - insgesamt knapp 463.000 Pkw der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce, wie das Unternehmen am Montag in München mitteilte. In Brasilien kletterte der Absatz sogar um fast 70 Prozent; auch in Russland und Großbritannien stiegen die Verkaufszahlen deutlich. Insgesamt verkaufte BMW 2013 mit 1,964 Millionen mehr Fahrzeuge als jemals zuvor, wie das Unternehmen erklärte.

Die deutsche Automobilindustrie habe in den vergangenen Jahren in den USA eine "beachtliche Erfolgsgeschichte" geschrieben, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montagsausgabe). Der VDA rechne damit, dass der US-Markt weiter wachse. Bei den Pkw komme bereits jeder achte in den USA verkaufte Neuwagen aus Deutschland, im Premiumsektor sei dies bei jedem zweiten Fahrzeug der Fall.

Die Detroit Auto-Show, die wichtigste Automesse der USA, beginnt offiziell am Montag. Mehr als ein Dutzend Autohersteller haben sich angesagt, mindestens 50 neue Modelle sollen vorgestellt werden. Zunächst ist die Messe nur für das Fachpublikum geöffnet, dann können neun Tage lang auch Privatbesucher die Neuheiten begutachten.

Detroit Auto Show 2014: Das sind die Stars

VW Beetle Dune
Beachboy oder Schneehase? Der VW Beetle Dune. © VW
Audi Allroad Shooting Brake
Sportlich, kompakt und vielseitig: Auf der Auto Show in Detroit präsentiert Audi wie angekündigt einen brandneuen Crossover: den Allroad Shooting Brake. Der Zweitürer ist ein absolutes Showcar, aber mit vielen Talenten. © Audi
Audi Showcar
Ein guter Bergstiefel macht matschige Wanderwege zum Vergnügen, wie Lack-Slipper einen Opernball. Bei dem neuen Audi Showcar ist das anders. Man kann oder soll ihn überall tragen, pardon, - fahren. © Audi
John Cooper Works
Mini, bitte einmal ganz scharf! Dem altehrwürdigen John Cooper Works-Stil hat Mini richtig viel Schmackes verpasst: 18 Zoll große Leichtmetallräder, eine größere Spurweite, große Lufteinlässe und Nebelscheinwerfer. © Mini
Volvo Concept XC Coupé
Volvo Concept XC Coupé: Das Cross-Country-Modell stammt der aus der Feder des deutschen Volvo Designchefs Thomas Ingenlath. © Volvo
Audi A8
Facelift für den Audi A8 © Audi
GT4 Stinger von Kia
Kia zeigt den GT4 Stinger: Der 2+2 Sitzer mit 315 PS feiert auf der NAISA 2014 in Detroit seine Weltpremiere. © Kia
Porsche 911 Targa S
Offenbarung: Der neue 911 Targa 4 feiert Weltpremiere auf der NAISA in Detroit. Der neue 911 Targa mit bis zu 400 PS erinnert an den Klassikers von 1965. Ab 109.338 Euro ist der extravagante Elfer in Deutschland zu haben. © Porsche
Mercedes C-Klasse
Mercedes C-Klasse ist erstmals in Detroit zu sehen: Die neue C-Klasse ist 4,68 Meter lang (plus 95 Millimeter) und jetzt 1,81 Meter breit (plus 40 Millimeter). © Mercedes
Mercedes GLA45 AMG
Mercedes GLA45 AMG mit 360 PS sprintet in 4,8 Sekunden von  null auf 100 km/h. Ein serienmäßiger Allradantrieb und ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe sind serienmäßig. Der Verbrauch liegt, laut Hersteller, bei 7,5 Liter auf 100 Kilometer (CO2 175). © Mercedes
BMW M4
Erstmals gibt es das neue M-Modell zeitgleich in zwei Versionen: das BMW M4 Coupé und die BMW M3 Limousine. Die zwei haben einiges gemeinsam: In beiden steckt eine neuer Sechszylinder-Biturbo mit 431 PS (im Vorgänger waren es nur 420 PS). Beide fahren Höchstgeschwindigkeit 250 Stundenkilometer (wie der Vorgänger auch elektronisch abgeriegelt). Im Foto ist der BMW M4 Coupé zu sehen. © BMW
BMW M3 Limousine
BMW M3 Limousine © BMW

AFP

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