Elektroautos: Chancen für "No-Name-Hersteller"

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Tankstelle für Elektroautos.

Duisburg - Für potenzielle Käufer eines Elektroautos spielt der Herstellername eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind den zahlungsbereiten Kunden schnelle technische Entwicklungen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Center für Automobil-Management (CAMA) der Universität Duisburg-Essen. Demnach würden Käufer eines Elektrofahrzeuges bis zu 2500 Euro mehr in einen “No-Name-Wagen“ investieren als in das Fahrzeug eines etablierten Herstellers. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass die technischen Merkmale erheblich über dem Standard der Markenmodelle liegen.

Peugeot iOn: 100 Prozent elektrisch

Peugeot iOn
Ein Elektroauto der neuen Generation: Der Peugeot i0n. Der Stadtflitzer fährt 100 Prozent elektrisch, leise und doch komfortabel. © Peugeot
Peugeot iOn
Mit einer Lithium-Ionen-Batterie und der optimierte Rückgewinnung von Schub- und Bremsenergie erreicht das Fahrzeug nach EU-Testzyklus eine Reichweite von 150 Kilometern. © Peugeot
Peugeot iOn
An einer normalen 220 Volt-Steckdose kann die Batterie innerhalb von sechs Stunden komplett aufgeladen werden. © Peugeot
Peugeot iOn
Bordcomputer, Klimaanlage, MP3-fähiges CD-Autoradio mit Bluetooth und USB-Anschluss, elektrische Fensterheber und vieles mehr gehört zur Serienausstattung. © Peugeot
Peugeot iOn
Beim Verkauf des i0n in Frankreich ab Frühjahr 2011 setzt Peugeot auf ein komplettes Mobilitätspaket über fünf Jahre mit dem Ziel eines Preises von unter 500 Euro pro Monat. © Peugeot

Für die Studie wurden insgesamt 900 Menschen in deutschen Großstädten befragt, von denen sich 522 den Kauf eines Elektroautos vorstellen können. “Sorge machen vor allem die Reichweite und die Ladezeiten“, sagte Thomas Martin Fojcik, der an der Studie mitgearbeitet hat: 49 Prozent der möglichen Käufer warteten mit der Anschaffung, bis Reichweiten von rund 200 Kilometern alltäglich seien und es Verbesserungen bei den Ladezeiten gebe. Die Angst, mit dem Auto liegen zu bleiben oder nicht flexibel genug zu sein, äußerten 78 Prozent der Interessenten.

Renault zeigt seine Elektroautos 2011

Renault Elektro Auto Modell 2011
Elegant, elektrisch ohne Emission: Mit der Limousine Fluence Z.E., dem Stadtlieferwagen Kangoo Rapid Z.E. und dem innovativen City-Mobil Twizy präsentiert Renault seine ersten Großserienmodelle mit batteriebetriebenem Elektroantrieb. Sinnlich zeigt sich die Renault DeZir Studie. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Der neue Renault Fluence Z.E. misst 4,75 Meter in der Länge und übertrifft damit das Schwestermodell mit Verbrennungsmotor um 13 Zentimeter. Der Synchronmotor leistet 70 kW/95 PS bei 11.000 1/min. Das maximale Drehmoment beträgt ebenfalls 226 Nm. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Die Studenheck Limousine hat eine Klimaanlage und nach Bedarf können im Fluence Z.E. ätherische Öle, beispielsweise Anti-Stress-Düfte, nach einem langen Arbeitstag für Wohlbefinden sorgen © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Die Batterie vom Fluence Z.E. kann auf drei Arten geladen werden: per Standardladung in sechs bis acht Stunden, per Schnellaufladung oder per Austausch an der „Quickdrop“-Station. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Die Schnellaufladung ist an Ladestationen mit 400 Volt Kraftstrom innerhalb von 20 Minuten möglich. Noch zügiger funktioniert das exklusive Quickdrop-System, bei dem die leere Batterie innerhalb von drei Minuten gegen einen vollgeladenen Akku ausgetauscht wird. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Die Höchstgeschwindigkeit ist beim Fluence Z.E. zugunsten einer Reichweite von 160 Kilometern auf 135 km/h begrenzt. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Elektrolimo Fluence Z.E., Renault, 2010 © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Twizy: Der vierrädrige Citystromer ist 2,3 Meter Länge und nur 1,2 Meter Breite für die Innenstadt gedacht. Zum Aufladen der Batterie an einer 230-Volt-Steckdose findet sich unter einer Abdeckplatte an der Fahrzeugfront ein aufrollbares Kabel. Der Ladevorgang benötigt 3,5 Stunden. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 75 km/h, die Reichweite dank dem niedrigen Gewicht von 450 Kilogramm bis zu 100 Kilometer. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Der Elektromotor des Twizy stellt 15 kW/20 PS Leistung bereit und mobilisiert ein maximales Drehmoment von 57 Nm. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Der Twizy kommt Ende 2011 in ausgewählten Märkten zum Preis eines Motorrollers auf den Markt. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Es wird auch ein Twizy Modell angeboten, das ohne Auto-Führerschein gefahren werden darf und maximal 45 km/h schnell ist. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Twizy Cockpit  © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Kangoo Rapid Z.E: Sein Elektromotor leistet 44 kW/60 PS bei 10.500 1/min. Je nach Modell fasst das Frachtabteil 3 bis 3,5 Kubikmeter und bis zu 650 Kilogramm. Die Reichweite des Kompaktlieferwagens beträgt mit voll aufgeladener Batterie 160 Kilometer. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Die flache Batterie bietet eine Kapazität von 22 kWh und befindet sich unter dem Fahrzeugboden. Die Aufladung erfolgt innerhalb von sechs bis acht Stunden über eine Wallbox. Diese kann über den Stromanbieter in jedem Haushalt installiert werden. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Renault DeZir © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Der Synchronmotor leistet 110 kW/150 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 226 Nm. Der Elektroantrieb ermöglicht im DeZir den Spurt von 0 auf 50 km/h in nur zwei Sekunden. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Leichtgewicht: Die stromlinienförmig gestaltete DeZir Karosserie ist aus Kevlar und das leichte Rohrrahmen-Chassis des Rennsportwagens Mégane Trophy. Ergebnis: Die Studie bringt nur 830 Kilogramm auf die Waage. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Die auswechselbare Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Kapazität von 24 kWh und ist senkrecht hinter den Sitzen untergebracht. Sie ermöglicht eine Reichweite von 160 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 180 km/h. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Zwei gegenläufig öffnende Flügeltüren ermöglichen den komfortablen Einstieg in den Innenraum. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Elegante Zweisitzer mit Elektroantrieb © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Renault DeZir © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Studie DeZir: Design-Vision mit Elektroantrieb © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Der ZOE Preview bietet einen konkreten Ausblick auf das vierte Elektroauto von Renault, das ab Mitte 2012 erscheinen wird. Das Elektroauto aus der Clio-Klasse nimmt zudem das neue Renault Markengesicht vorweg, das im zweiten Halbjahr 2011 eingeführt wird. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Der ZOE Preview startet mit 4,1 Meter Länge. Der Elektromotor des ZOE Preview leistet 60 kW/82 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 226 Nm zur Verfügung. © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Renault ZOE Preview 2010 © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Renault ZOE Preview 2010 © Renault
Renault Elektro Auto Modell 2011
Renault ZOE Preview 2010 © Renault

Erhöhte Marktchancen sehen die Wissenschaftler für die kleineren Hersteller: “Relativ unbekannte Marken haben die einmalige Chance, durch schnelle technische Fortschritte eine hohe Zahlungsbereitschaft abzuschöpfen“, erklärte Fojcik. Maximal 21 500 Euro wäre den Kunden ein E-Mobil eines Markenherstellers laut Studie wert. Im Durchschnitt dürfte ein batteriebetriebenes Fahrzeug sogar nur 15 000 Euro kosten. Die Preise alltagstauglicher Elektroautos liegen derzeit weit höher.

Familien Mercedes unter Strom

Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell
Das familientaugliche Elektroauto für die Stadt: Der Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell - kompakter Fünfsitzer mit mehr als 200 Kilometern Reichweite. © Mercedes Benz
Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell
500 Exemplare der neuen A-Klasse E-Cell werden ab Herbst 2010 in Rastatt gebaut. Die Stromspeicher sind platzsparend und sicher im Fahrzeugunterboden platziert. © Mercedes Benz
Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell
Die Batterien der A-Klasse E-CELL können sowohl an öffentlichen Ladestationen als auch an haushaltsüblichen Steckdosen aufgeladen werden. Am einphasigen 230-Volt-Netz werden ca. 8 Stunden Ladezeit benötigt, um eine Reichweite von 100 Kilometern (NEFZ) zu erzielen. Beim Laden an einer Wallbox oder Ladestation steht diese Distanz bereits nach 3 Stunden zur Verfügung. © Mercedes Benz
Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell
Der Elektromotor leistet 95 PS (70 kW) und besitzt einem hohen Dreh­moment von 290 Nm. © Mercedes Benz
Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell
Fünf Türen, fünf Sitzplätze hat die Elektro A-Klasse das gleiche Kofferraumvolumen wie die A-Klasse mit Verbrennungsmotor. © Mercedes Benz
Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell
Als Stromspeicher kommen zwei leistungsstarke Lithium-Ionen Batterien mit Hochvolt-Technik zum Einsatz. © Mercedes Benz
Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell
Sobald das Ladekabel mit der Steckdose verbunden ist, schaltet sich automatisch die Wegfahrsperre des Fahrzeugs ein. © Mercedes Benz
Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell
Die Elektronik an Bord der A-Klasse E-CELL bietet die Möglichkeit, den Ladevor­gang aktiv zu steuern. Parkt das Elektroauto beispielsweise für längere Zeit, kann das Nachladen in Zeiträume mit preiswerterem Stromangebot, vorzugsweise in die Nacht, gelegt werden. © Mercedes Benz
Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell
Serienmäßige Highlights: BI-Xenon Scheinwerfer, Comand Aps, Parkassistent für automatisches Einparken und Klimatisierungsautomatik. © Mercedes Benz
Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell
Nach der B-Klasse F-Cell mit Brennstoffzelle bringt Mercedes-Benz mit der neuen A-Klasse E-Cell jetzt sein zweites unter Serienbedingungen ge­fertigtes Elektroauto auf die Straße. © Mercedes Benz

dpa

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