Brennende Akkus

Können Elektroautos überhaupt gelöscht werden?

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Elektroautos stellen Feuerwehrleute vor eine neue Herausforderung.

Elektroautos wird immer wieder nachgesagt, dass sie bei einem Brand kaum zu löschen sind. Stimmt das wirklich oder steckt mehr dahinter?

Immer wieder ist von Elektroautos zu hören, die nach Unfällen in Flammen aufgingen - Flammen, die schwer unter Kontrolle zu bringen waren. So sorgte 2017 ein spektakulärer Fall einer Tesla-Fahrerin in Tirol für viel Diskussion: Als sie mit dem Model S gegen die Leitplanke prallte, brach im Fahrzeug Feuer aus und der Tesla musste komplett ausbrennen, da er bei Löschversuchen stets erneut in Flammen ausbrach.

Auch in Dreieich (Offenbach) standen die Feuerwehrleute vor einer schwierigen Aufgabe, nachdem ein Elektro-Sportwagen in einen Unfall verwickelt war. Sie wussten nicht, wo die Stromkabel verliefen und fürchteten somit einen Stromschlag. Aber ist es wirklich wahr, dass Elektroautos bzw. ihre Batterien nicht zu löschen sind?

Darum sind Elektroautos so schwierig zu löschen

Wenn ein Elektroauto in Brand gerät, liegt das in den meisten Fällen an der Batterie. Das Problem hierbei ist, dass die Akkus moderner E-Fahrzeuge aus Hunderten von einzelnen Batteriezellen bestehen. Sobald eine Batteriezelle beschädigt wird, ist eine Kettenreaktion in Form von permanenten Kurzschlüssen möglich - von Zelle zu Zelle -, wodurch der Brand immer wieder aufs Neue entfacht wird. Deshalb stellt das Löschen eines Elektroautos eine so große - oder zumindest neue - Herausforderung für Feuerwehrleute dar.

Andreas Ruhs, Brandschutzexperte der Frankfurter Feuerwehr erklärte im Gespräch mit der Hessenschau: "Eigentlich kann man es nicht löschen." Stattdessen müsste man E-Autos kontrolliert ausbrennen lassen. Und zwar mindestens zwei bis drei Tage lang, um sicherzugehen, dass in keiner der Zellen noch ein Brand schwele. Am sichersten wäre es, das Fahrzeug in ein Wasserbad zu legen.

Ähnliche Aussagen traf auch schon Tobias Quintenz, Leiter des Produktmanagements einer der drei größten Hersteller für Löschfahrzeuge, Ende 2018 im Interview mit dem Online-Portal Zeit: "Ein brennender Akku lässt sich nur kühlen, kühlen, kühlen. Über Stunden, vielleicht Tage hinweg." Laut Hersteller Tesla seien für das Model S 11.000 Liter nötig - ein Feuerwehrauto ist üblicherweise mit 1.500 bis 2.000 Litern ausgestattet, was ungefähr für ein Auto mit Verbrennungsmotor oder einen Wohnungsbrand reicht.

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E-Fahrzeuge können gelöscht werden - der Akku ist das Sorgenkind

Der Deutsche Feuerwehrverband weist in einem Video darauf hin, dass die Feuerwehr beim Brand eines Elektroautos ganz normal vorgehen sollte: "Wir nutzen unser Hauptlöschmittel Wasser, um einen hohen und schnellen Kühleffekt innerhalb des Akkus zu erzeugen und die Prozessgeschwindigkeit zu reduzieren", berichtet Christian Emrich, Feuerwehrmann und Koordinator für Fachempfehlungen zum Thema Lithium-Ionen-Batterien, darin. Es sei auch keine besondere Schutzausrüstung nötig - nur mehr Wasser, um die Batterien ausreichend bis zur Übergabe an den Abschleppdienst zu kühlen.

Generell würde das Thema innerhalb der Feuerwehren viel diskutiert werden, wie Andreas Ruhs später dem Recherchezentrum CORRECTIV. Zwar heißt es grob gesagt immer, dass Elektroautos nicht gelöscht werden könnten, doch es sei zu differenzieren: "Natürlich ist der Hauptbrand, das Fahrzeug, genauso wie sonst auch zu löschen. Nur stellt der Akku eine Herausforderung dar, weil man zwar kühlen, aber nicht hundertprozentig sicherstellen kann, dass die Brandgefahr in den Zellen, in denen chemische Reaktionen stattfinden, beseitigt ist."

Der ADAC erklärt zudem, dass das Risiko eines Brandes bei Elektroautos vergleichsweise gering sei und bei einem Unfall genauso sicher wie herkömmliche Autos. Das Hochvoltsystem werde in der Regel sofort abgestellt, sobald der Airbag ausgelöst wird.

Video: Tesla in Tirol brennt aus

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
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Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
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Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
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Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
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Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
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ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
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Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
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Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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