Traum für 16-Jährige

Der Ellenator rollt auf drei Rädern - ein Glück  

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Sieht schrägt aus: der Seat Ibiza SC als Ellenator.

Es sieht zwar wie ein Auto, ist aber offiziell keins mehr: der Ellenator hat nämlich nur drei Räder. Eine Allgäuer Firma baut Kleinwagen zu Dreirädern um. Das Mobil soll Jugendliche begeistern.

Das Heck vom sogenannten Ellenator scheint zu schweben. Der Grund: an der Hinterachse sind zwei schmale Räder in der Mitte angebracht. Mit diesen zwei 14-Zoll-Rädern gilt das Auto laut Gesetz als Dreirad.

Kleinwagen wie den Seat Ibiza, VW Polo und Skoda Fabia baut die Firma Ellenrieder aus Dösingen im Allgäu zum „Dreirad“ um. Dazu wird über eine elektronische Steuerung die Leistung der 1,0- und 1,2-Liter-Benzinmotoren auf maximal 20 PS reduziert. Die Höchstgeschwindigkeit ist dann auf Tempo 90 begrenzt. Der Vorteil: schon 16-Jährige mit einem Führerschein der Klasse A1 dürfen einen Ellenator fahren.

Das Konstruktionsprinzip erinnert an die BMW Isetta aus den 1950er-Jahren. Ellenrieder nutzt für den Umbau zwei- bis vierjährige Gebrauchtfahrzeuge, um die Kosten zu senken. ABS, Airbags und ESP, wie Radio oder Klimaanlage werden vom Ursprungsfahrzeug mit übernommen. Der Ellenator darf bis zu vier Personen befördern, die Zuladung ist allerdings auf 300 Kilogramm beschränkt.

Heck von einem Seat Ibiza SC als Ellenator.

Je nach Modell, Ausstattung, Motorisierung, Laufleistung und Baujahr gibt es den Ellenator zu Preisen ab 10.490 Euro. Im Preis sind fünf Jahre Garantie auf den Umbau sowie gegen Durchrostung enthalten. Kunden, die bereits ein entsprechendes Basismodell besitzen, können dieses ebenfalls umbauen lassen. Die Kosten samt TÜV-Abnahme durch das Allgäuer Unternehmen liegen dann bei etwa 5.500 Euro. Drei Werktage veranschlagt Ellenrieder für die notwendigen Arbeiten.

Übrigens: Der Ellenator darf auch mit den Fahrerlaubnissen der Klassen 1b, 3 und B – sofern sie vor dem 19. Januar 2013 erworben wurden – gefahren werden.

ampnet/jri/ml

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