Neue Baureihen im Test

Erlkönige im Abenteuer-Urlaub: So testen Autohersteller ihre Prototypen

Eiszeit für gewisse Stunden: Einen Teil ihrer Erprobungsfahrten legen Prototypen wie dieser Jaguar auch in extremer Kälte etwa am Polarkreis zurück. Foto: Jaguar/Land Rover/dpa-tmn
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Eiszeit für gewisse Stunden: Einen Teil ihrer Erprobungsfahrten legen Prototypen wie dieser Jaguar auch in extremer Kälte etwa am Polarkreis zurück.
Wüste Bedingungen: Bei der Autoentwicklung testen die Hersteller - hier Porsche - ihre Prototypen unter extremen Klimabedingungen. Foto: Manuel Hollenbach/Porsche/dpa-tmn
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Wüste Bedingungen: Bei der Autoentwicklung testen die Hersteller - hier Porsche - ihre Prototypen unter extremen Klimabedingungen.
Heimlich in heimischen Gefilden: Ihre Prototypen zeigen die Hersteller bis kurz vor der Premiere meist nur im Tarnkleid - so wie Mercedes sein Elektro-SUV EQC im Schwarzwald. Foto: Daimler AG/dpa-tmn
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Heimlich in heimischen Gefilden: Ihre Prototypen zeigen die Hersteller bis kurz vor der Premiere meist nur im Tarnkleid - so wie Mercedes sein Elektro-SUV EQC im Schwarzwald.
Abenteuer auf dem Prüfstand: Im Labor greifen die Tester bei ihren Prüfständen unter anderem auf Daten von Standardstrecken zurück, was die Vergleichbarkeit verbessern soll. Foto: Daimler AG/dpa-tmn
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Abenteuer auf dem Prüfstand: Im Labor greifen die Tester bei ihren Prüfständen unter anderem auf Daten von Standardstrecken zurück, was die Vergleichbarkeit verbessern soll.
Die Idylle trügt: Die Nordschleife des Nürburgrings zählt zu den härtesten Rennstrecken der Welt, was sie allerdings für Erprobungsfahrten besonders reizvoll macht. Foto: Jaguar/Land Rover/dpa-tmn
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Die Idylle trügt: Die Nordschleife des Nürburgrings zählt zu den härtesten Rennstrecken der Welt, was sie allerdings für Erprobungsfahrten besonders reizvoll macht.

Arktische Kälte, die Gluthitze der Wüste und Marterstrecken im Dauerlauf - bevor ein neues Auto in die Hände eines Kunden kommt, muss es schwere Strapazen durchstehen. Aber warum nehmen die Hersteller ihre Neuheiten bei der Vorserienerprobung so hart ran?

Es ist kurz nach Sonnenaufgang irgendwo in Südafrika, und das Bild hat etwas Gespenstisches: Im Konvoi sind mit hohem Tempo ein Dutzend getarnte Autos unterwegs und plagen sich auf einsamen Schnellstraßen und rustikalen Schotterpisten durch die staubige Hitze eines neuen Tages.

Millionen von Testkilometern

Immer wieder halten die sogenannten Erlkönige an. Die Fahrer steigen aus, stöpseln ihre Computer an die Bordelektronik, ändern ein paar Einstellungen, lesen ein paar Daten aus, und der Tross nimmt wieder Fahrt auf - willkommen bei der geheimen Prototypen-Erprobung der Automobilhersteller.

Jahre bevor eine neue Baureihe auf den Markt kommt, spult sie viele Millionen Kilometer bei solchen Tests in aller Herren Länder ab, sagt Peter Haß, der bei Porsche die Erprobung der Geländewagen leitet und gerade mit dem neuen Cayenne Hybrid im Hinterland von Johannesburg unterwegs ist. Zwar haben die Fahrten auch etwas von Abenteuerurlaub. Doch suchen sich die Entwickler die exotischen Ziele nicht wegen ihres Reisefiebers aus. "Sondern zum einen geht es dabei natürlich um eine gewisse Abgeschiedenheit", sagt VW-Entwicklungschef Frank Welsch bei einer sogenannten Heißland-Erprobung an der Grenze zu Botswana.

Schließlich sollen die Prototypen möglichst lange geheim bleiben. "Und zum anderen geht es darum, die neuen Autos unter extremen Bedingungen zu testen." Denn wenn neue Technik solche Marterfahrten übersteht, dann sollte sie auch im automobilen Alltag der zivilisierten Welt nicht kaputtgehen, sagt Welsch, wischt sich den Schweiß und Staub der afrikanischen Savanne von der Stirn und wechselt in den nächsten Prototypen.

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Von Afrika in die Arktis

Nur zwei, drei Monate später sitzen die gleichen Ingenieure wieder hinter dem Steuer - nur dass sie diesmal dicke Thermohosen und Fellmützen aufsetzen, wenn sie aussteigen. Denn statt in Afrika sind sie jetzt in der Arktis und spulen zum Beispiel in Arjeplog in Schweden oder auf den eisigen Highways Alaskas das gleiche Erprobungsprogramm noch einmal ab.

"Programmierung und Verifizierung von Assistenzsystemen und Fahrdynamikregelungen und die Dauerhaltbarkeit unter extremen Bedingungen, das ist es, um was es uns hier oben im Norden vor allem geht", sagt ein Mercedes-Entwickler. Der Süden Afrikas und der Norden Skandinaviens sind aber nur die Eckpunkte eines globalen Erprobungsprogramms, das laut Mercedes-Sprecher Koert Groeneveld etwa drei Jahre vor dem Verkaufsstart eines neuen Modells beginnt.

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Von der geheimen Strecke in die Stadt

Anfangs unter höchster Geheimhaltung noch auf abgelegenen Teststrecken und später dann mit auffälliger Tarnfolie auf öffentlichen Straßen führt dieses Programm die Prototypen beinahe rund um den Globus: Sie müssen sich in der Rushhour von Los Angeles genauso bewähren wie in der feuchten Gluthitze von Dubai, auf Alpenpässen und der Autobahn und vor allem auf den Landstraßen rund um den Nürburgring sowie auf dessen legendärer Nordschleife.

Dabei fahren sie selbst mit schweren Geländewagen und luxuriösen Limousinen über die berühmte Rennstrecke. Denn es geht nicht um die besten Rundenzeiten, sondern vor allem um einen Härtetest: "Jeder Kilometer auf der Nordschleife ist so hart wie zehn auf einer normalen Straße", sagt Jaguar-Tester Mike Cross: "So können wir ein Autoleben im Zeitraffer durchfahren und sicherstellen, dass alle Systeme in Ordnung sind". Wenn Bremsen, Kühlung und andere Komponenten auf der Nordschleife bestehen, dann werden sie auch auf der Autobahn keine Probleme machen.

"Liebe zum Detail" gehört zum Marketing

Aber Dauerhaltbarkeit und Funktionssicherheit sind nur eine Seite der Medaille. Zumal nach Angaben von Mercedes immer mehr Tests virtuell auf speziellen Simulatoren gefahren werden. Diese haben die Standardstrecken gespeichert und so mitunter sogar die besseren, weil leichter vergleichbaren Daten.

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Die Vorserienerprobung und speziell die Abnahmefahrten der Vorstände gehören aber auch zur Marketing-Maschinerie: "Freilich will diese 'Liebe zum Detail' auch medial inszeniert sein", sagt Automobilwirtschaftler Stefan Bratzel. "Denn so tragen Vorstandsfahrten auch zur Markenbildung bei." Viel wichtiger sei die interne Wirkung: "In den Abnahmefahrten der obersten Führungsebene drückt sich eine hohe Wertschätzung für das Produkt aus, die wiederum eine Strahlkraft auf die gesamte Entwicklungsabteilung ausüben und höchst motivierend wirken kann", sagt der Professor an der Hochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach.

dpa/tmn

Die FC-Bayern-Dienstwagen: Ein Star erstaunlich PS-bescheiden - ein anderer fährt Hybrid

Die Bayern-Stars bei der Übergabe der neuen Dienstwagen.
Die Bayern-Stars bei der Übergabe der neuen Dienstwagen. © AFP
Hier freuen sie sich schon auf die neuen Audis.
Hier freuen sie sich schon auf die neuen Audis. © AFP
Jupp Heynckes und die Fans.
Natürlich waren auch viele FCB-Fans vor Ort. © AFP
Jupp Heynckes und die Fans.
Jupp Heynckes und die Fans. © AFP
Noch ein kleines Selfie...
Noch ein kleines Selfie... © AFP
... bevor es endlich zu den Autos geht.
... bevor es endlich zu den Autos geht. © AFP
Der FC Bayern hat seine neuen Dienstwagen für die Saison 2017/18 zur Verfügung gestellt bekommen. Wer fährt welchen? Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke. Anmerkung: Die Fotos zeigen nicht die tatsächlichen Farben, die sich die Bayern-Stars ausgesucht haben, aber die richtigen Modelle. In einigen Fällen handelt es sich um ähnliche Modelle aus der selben Serie. © AFP
Rafinha.
Rafinha. © dpa
Rafinha: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Rafinha: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Arjen Robben.
Arjen Robben. © dpa
Arjen Robben: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Arjen Robben: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Arturo Vidal.
Arturo Vidal. © dpa
Arturo Vidal: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic.
Arturo Vidal: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Corentin Tolisso.
Corentin Tolisso. © dpa
Corentin Tolisso: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Corentin Tolisso: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
David Alaba.
David Alaba. © dpa
David Alaba: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic.
David Alaba: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic mit 605 PS. © Audi
Fabian Benko.
Fabian Benko. © dpa
Fabian Benko: Q2 2.0 TDI quattro S tronic.
Fabian Benko: Q2 2.0 TDI quattro S tronic mit 190 PS. © Audi
Felix Götze.
Felix Götze. © dpa
Felix Götze: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic.
Felix Götze: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic mit 184.  © Audi
Franck Ribéry.
Franck Ribéry. © dpa
Franck Ribéry: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Franck Ribéry: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Javi Martínez.
Javi Martínez. © dpa
Q7 e-tron 3.0 TDI quattro tiptronic.
Javi Martínez: Q7 e-tron 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Jerome Boateng.
Jerome Boateng. © dpa
Jerome Boateng: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Jerome Boateng: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Joshua Kimmich.
Joshua Kimmich. © dpa
Joshua Kimmich: A5 Sportback 3.0 TDI quattro tiptronic.
Joshua Kimmich: A5 Sportback 3.0 TDI quattro tiptronic mit 285 PS. © Audi
Juan Bernat.
Juan Bernat. © dpa
Juan Bernat: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic.
Juan Bernat: S8 plus Limousine 4.0 TFSI quattro tiptronic mit 605 PS. © Audi
Kingsley Coman.
Kingsley Coman. © dpa
Kingsley Coman: S5 Sportback 3.0 TFSI quattro tiptronic.
Kingsley Coman: S5 Sportback 3.0 TFSI quattro tiptronic mit 354 PS. © Audi
Manuel Neuer.
Manuel Neuer. © dpa
Manuel Neuer: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Manuel Neuer: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
Marco Friedl.
Marco Friedl. © dpa
Marco Friedl: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic.
Marco Friedl: A3 Sportback 2.0 TDI quattro S tronic mit 184 PS. © Audi
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Mats Hummels. © dpa
Mats Hummels: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Mats Hummels: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Niklas Dorsch.
Niklas Dorsch. © dpa
Niklas Dorsch: A3 Sportback 1.5 TFSI S tronic.
Niklas Dorsch: A3 Sportback 1.5 TFSI S tronic mit 150 PS. © Audi
Niklas Süle.
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Niklas Süle: SQ5 3.0 TFSI quattro tiptronic.
Niklas Süle: SQ5 3.0 TFSI quattro tiptronic mit 354 PS. © Audi
Bayern München - RSC Anderlecht
Robert Lewandowski. © dpa
Robert Lewandowski: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Robert Lewandowski: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Sebastian Rudy.
Sebastian Rudy. © dpa
Sebastian Rudy: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic.
Sebastian Rudy: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi
Sven Ulreich.
Sven Ulreich. © dpa
Sven Ulreich: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Sven Ulreich: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Thiago Alcantara.
Thiago Alcantara. © dpa
Thiago Alcantara: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance.
Thiago Alcantara: RS 6 Avant 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
Thomas Müller.
Thomas Müller. © dpa
Thomas Müller: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic.
Thomas Müller: SQ7 4.0 TDI quattro tiptronic mit 435 PS. © Audi
FC Schalke 04 - FC Bayern München
James Rodriguez. © dpa
James Rodriguez: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance
James Rodriguez: RS 7 Sportback 4.0 TFSI quattro tiptronic performance mit 605 PS. © Audi
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Tom Starke: Q7 3.0 TDI quattro tiptronic mit 373 PS. © Audi

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