Sportler und Pfadfinder

Erstkontakt mit dem neuen Skoda Octavia RS und dem Octavia Scout

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Der Topsportler RS schafft den Sprint von null auf 100 km/h in 6,7 Sekunden – unser Autor Uwe Fajga hat es getestet.

Skoda Octavia zum Zweiten und Dritten: Nach dem Serienmodell präsentiert der tschechische Autobauer auch seinen Topsportler RS und den Crossover Scout im neuen Outfit

Verbesserte Technologie, angepasstes Infotainment und zahlreiche Assistenzsysteme: So haben sich die beiden edlen Octavia- Zwillinge verändert, die im Juni ab 30.890 bzw. 31.110 Euro im Handel vorfahren: Beiden wurde der verbreiterte Kühlergrill vom Standard-Octavia sowie die zweigeteilten LEDScheinwerfer mit adaptivem Lichtsystem verpasst. Am Heck leuchten jetzt die markentypischen c-förmigen LED-Lampen. 

Skoda Octavia RS: kleine Spoiler, große Endrohre, rote Bremssättel

Der RS-Innenraum wirkt dynamisch: Sportlenkrad mit Schaltwippen (bei DSG-Getriebe), bequeme Sportsitze mit hohen Wangen und integrierten Kopfstützen mit RS-Logo, Pedalen in Alu-Optik sowie Ambientebeleuchtung sind Serie. Ob Kombi oder Limousine: das Fassungsvermögen in der 4,69 Meter langen Neuauflage ist mit 590 bis 1580 Liter so großzügig bemessen wie beim Vorgänger. Das gilt auch für die Anzahl der Assistenzsysteme: Unter anderem sind ein adaptiver Tempomat bis 210 km/h (780 Euro), ein Spurwechselassistent (360 Euro) und eine elektrische Heckklappe für den Kombi (350 Euro) verfügbar.

In Sachen Infotainment und Konnektivität haben RS und Scout ebenfalls zugelegt: Es gibt Touchdisplays im Glasdesign sowie ein bis zu 9,2-Zoll-Monitor und WLAN-Hotspot.

Die RS-Modelle besitzen serienmäßig ein Sportfahrwerk und die Karosserie wurde um 15 Millimeter tiefer gelegt. Die Spurweite der Hinterachse wurde um 30 Millimeter vergrößert, was sich vor allem in schnellen langen Kurven auszahlt. Dazu verfügt der RS über eine Progressivlenkung, die sich im Sport-Modus jedoch als etwas leichtgängig erweist. Und der zuschaltbare Soundgenerator lässt den RS nur im Innenraum richtig brabbeln und sprotzeln. 

Dennoch: Agilität und Fahrspaß in dem 1,42 Tonnen schweren Fahrzeug sind enorm, egal ob mit 184 PS starken 2,0-Liter-Turbo- Diesel mit Sechs-Gang- Handschalter oder Sechs- Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG. Den Benziner gibt’s ausschließlich mit 230 PS. Der sprintet bei unserer Probefahrt in 6,7 Sekunden auf Tempo 100 und wird erst bei 250 km/h elektronisch gestoppt. Den Normverbrauch von 6,5 Litern überschreiten wir, doch bei gemäßigter Fahrweise sind tatsächliche Verbrauchswerte unter der Sieben-Liter-Marke drin. Die Preise für die RS-Limousine liegen zwischen 30 890 Euro und 35 290 Euro, der Kombi kostet jeweils 700 Euro mehr.

Im Crossover Scout fährt man 30 Millimeter höher als in den Serien-Octavias. Dank serienmäßigem Allrad, Offroad- Modus, elektronischer Differenzialsperre, vergrößerten Böschungswinkeln sowie Unterfahrschutz und zusätzlichen Beplankungen an Stoßfängern und Radhäusern ist er durchaus tauglich für leichtes Gelände. Und ideal für Fahrten mit Anhänger, kann er doch bis zu 2000 Kilo ziehen. 

Optional gibt’s auch eine Einparkhilfe mit Rückfahrkamera (1220 Euro). Drei Turbo-Antriebe stehen für den Crossover zur Wahl: ein Benziner mit 180 PS sowie zwei Diesel mit 150 oder 184 PS. Der Pfadfinder macht aber auch auf normalen Straßen Spaß: Der 150 PS starke 2,0-Liter-Diesel mit DSG beschleunigt bei unserer Probefahrt in neun Sekunden auf Landstraßen- Tempo und in der Spitze 206 km/h. Überrascht waren wir vom Durchschnittsverbrauch: nur 5,8 Liter. Sein akzeptabler Preis: ab 32 910 Euro.

von Uwe Fajga

Öfter mal was Neues: Das bringt das Autojahr 2017

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