Deutlich mehr Verkehrstote in Deutschland

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85 Menschen sterben immer noch jeden Tag auf Europas Straßen.

Brüssel - Es ist ein trauriger Trend. Laut einer neuen EU-Statisik sind auf deutschen Straßen 2011 deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen.

Im Vergleich zu 2010 stieg die Zahl um zehn Prozent - nachdem sie in den Vorjahren stetig gesunken war. Das geht aus einer Statistik hervor, die die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel vorstellte.

Demnach nahm die Zahl der tödlich Verunglückten in Europa zwar weiter ab, allerdings weniger rasch (2 Prozent) als in den zwölf Jahren zuvor (6 Prozent).

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„Diese Zahlen sind ein Weckruf„, sagte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas. „85 Menschen sterben immer noch jeden Tag auf Europas Straßen.“ Besonders Motorradfahrer fielen überdurchschnittlich häufig tödlichen Unfällen zum Opfer.

Mehr Verkehrstote auf deutschen Straßen im Januar 2012

Auf Deutschlands Straßen sind im Januar 266 Menschen ums Leben gekommen - das waren 7,7 Prozent mehr als im Januar 2011. „Noch stärker gestiegen ist die Zahl der Verletzten“, berichtete das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden. Bei Verkehrsunfällen seien etwa 27 100 Menschen verletzt worden. Das entspreche nach vorläufigen Ergebnissen einem Plus von 23,3 Prozent.

„Wir wissen noch nicht, woran es liegen könnte“, sagte Gerhard Kraski vom Statistischen Bundesamt. „Wir habe noch keine Ursachen, keine Details.“ Die Polizei nahm insgesamt rund 189 300 Unfälle auf. Dabei registrierte sie knapp ein Viertel mehr Unfälle mit Verletzten. Die Dienststellen meldeten auch eine knappe Zunahme von Unfällen mit Sachschaden (plus 4,4 Prozent).

Ob sich damit der Trend des Vorjahres fortsetzt, war nach Angaben Kraskis noch unklar. Damals war die Zahl der Verkehrstoten zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder gestiegen. Im Januar 2012 waren in insgesamt neun Bundesländern mehr Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. Allein in Schleswig-Holstein habe sich die Zahl der Toten auf 14 verdoppelt, berichteten die Statistiker.

dpa

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