Ein Fall für zwei: Das neue C-Klasse Coupé von Mercedes

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Viele Symphonien wurden in C-Dur geschrieben und können in dieser Tonart zu Höchstform in Sachen Brillianz auflaufen. Mercedes Benz hat das Repertoire seiner C-Klasse jetzt um ein neues zweitüriges kompaktes Coupé ergänzt, das neue Töne anschlägt und vor allen Dingen jüngeren Fahrern den Einstieg in die Welt der Sterne erleichtern soll.

Mit gut 1,40 Meter Höhe ist das Coupé etwa vier Zentimeter flacher als die Limousine. Die Front ist die der neuen Generation der C-Klasse, der bullige Kühler lässt sofort die Gene erkennen, die die Coupés von Mercedes kennzeichnen. Die Lieblingsperspektive von Ulrich Baur ist die kraftvolle Dreiviertelansicht von hinten. Der 39-jährige Designer hat das neue Coupé maßgeblich mitgestaltet. „Ohne Handskizzen geht es auch im PC-Zeitalter nicht“, betont Baur. „Schon allein deshalb, um schnell eine Idee auf der berühmten Serviette oder dem Bierdeckel scribbeln zu können.“ Neben den kräftigen Schultern, den kurzen Überhängen vorne und dem knappen Heckabschluss fällt dem Betrachter die bei Coupés sonst eher seltenen B-Säule ins Auge.

Ins hintere Innere, in dem zwei Einzelsitze durchaus guten Platz bieten, findet man den Weg etwas mühsam. Dafür stehen für das Gepäck gute 450 Liter zur Verfügung. Im Cockpit zieht die Blicke sofort ein elegantes, sich über die Breite der Instrumententafel schwingendes Zierelement in porzellanfarbener Klavierlackoptik auf sich, das es auch in schwarzem Klavierlack, in dunkel gebürstetem Aluminium oder in braun matter Esche gibt. In Punkto Qualität und Verarbeitung werden hier ganz neue Maßstäbe gesetzt. Viele Details, wie etwa das Dreispeichen-Lenkrad mit der verchromten Mittelspeiche erinnern schon an den größeren Bruder CLS. Im Stand gibt es jetzt unbegrenzt Internetzugang, während der Fahrt kann man über spezielle Mercedes-Online-Dienste Informationen, die sich besonders schnell aufbauen, abrufen. Die Lieblingsmusik findet entweder über eine USB-Schnittstelle oder ohne lästiges Kabel per Bluetooth ihren Weg ins Wageninnere. Wer mag, lässt sich die Titelbilder der gerade abgespielten Musiktitel anzeigen.

Siebengang-Automatik auf Wunsch

Vom Start weg stehen zwei Diesel- und drei Benzinmotoren mit einer Bandbreite zwischen 156 PS und 306 PS zur Verfügung, die ihre Kraft ausschließlich auf die Hinterräder übertragen und alle mit einer Start-Stopp-Automatik ausgerüstet sind. Basismotor ist der C 180 mit einem 1,8 Liter Vierzylinder Direkteinspritzer, den es mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe und auf Wunsch mit einer Siebengang-Automatik gibt und mit dem man in dem Coupé schon sehr sportlich unterwegs ist. Es hängt gut am Gas und gibt sich sehr agil und spontan. Das Fahrwerk ist etwas straffer abgestimmt als bei der Limousine und die Lenkung ist direkter. Der mit 6,5 Litern angegebene Verbrauch ließ sich zwar nicht ganz realisieren, doch auch die angezeigten 7,7 Liter konnten einem den Fahrspaß nicht verderben. Zahlreiche Fahrassistenz-Systeme warnen in gefährlichen Situationen, einige können sogar aktiv eingreifen. So zeigt beim neuen Totwinkel-Assistent ein rotes Signal im Glas des jeweiligen Außenspiegels, dass ein Spurwechsel zu gefährlich ist. Ignoriert man den Warnhinweis und es kommt ein Fahrzeug auf der Nachbarspur gefährlich nahe, korrigiert ein Bremseingriff den eigenen Fahrfehler. Der ebenfalls neue Spurhalteassistent registriert sofort, wenn eine durchgezogene Linie links oder rechts der Fahrspur ungewollt überfahren wird und verhindert durch Abbremsen ein Abkommen vorn der Spur. Ein hohes Sicherheitsniveau, das nur einer der Höhepunkte in der neuen Partitur des kleinen Coupés ist.

Von Solveig Grewe

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