Minivan mit Komfort

Offen und herzig: Ford B-Max

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Vorne und hinten wird geklappt, in der Mitte geschoben: Das innovative Konzept des B-Max lässt unkompliziertes Beladen zu.

„Macht hoch die Tür, die Tor’ macht weit…“ Groß geht bekanntlich immer. Aber klein und viel Platz? Geht auch. Und lässt sich auch noch völlig unkompliziert beladen, dieser Ford B-Max.

Im Innenraum gibt’s viel Platz für kleine Mäuse

Verantwortlich dafür ist innovative Konzept, die B-Säulen zwischen Vorder- und Rückbank quasi wegzulassen. Vorne werden die Türen geklappt, hinten wird geschoben. Das Ergebnis ist eine Einstiegsbreite von 1,50 Meter. Zack, zack sind Nachwuchs und Oma auf der Rückbank verstaut. Wir haben es getestet.

Sicherheitsbewussten Menschen sei nun gleich gesagt: Die B-Säulen sind natürlich da, sie dienen schließlich auch der Versteifung des Wagens und gewährleisten so bestimmte Sicherheitsstandards. Mit Hilfe baulicher Raffinessen wie der Verwendung von Spezial-Stahl sind sie aber scheinbar unsichtbar in die Türen integriert. Und so darf sich der Ford B-Max seit Sommer 2012 mit den begehrten fünf Sternen im EuroNCAP-Crashtest schmücken.

Ford B-Max 1.6 l TDCi Titanium

Leistung: 95 PS
Hubraum: 1560 ccm
Höchstgeschw.: 174 km/h
Max. Drehmoment: 215 Nm bei 1750 -3000 U/min
Verbrauch EU Drittelmix: 4,0 l/100km (Hersteller)
Tankinhalt: 47 Liter
Leergewicht: 1310 kg
Kofferraumvolumen: 318–1386 l
Basispreis: 21.100 Euro
Testwagen: 26.460 Euro

Im Alltag schafft dieses Türkonzept jedenfalls ein Höchstmaß an Erleichterung – der B-Max zeigt Herz für stressgeplagte Mütter ohne helfende Hände: An- und Abschnallen der Kinder funktioniert ohne anschließende Rückenprobleme, Einkäufe und Koffer lassen sich locker rein- und rauswuppen. Da muss kein Vordersitz verschoben werden und um keine lästige Säule herumgehangelt werden. Fragt man sich nur verwundert: Warum sind die Ingenieure nicht früher auf diese komfortable Idee gekommen? Kleines Schmankerl: Durch einen speziellen Spiegel hat man den Nachwuchs auf der Rückbank immer gut im Blick.

Im Inneren des schnuckeligen Minivans (vier Meter lang, zwei Meter breit, 1,6 Meter hoch) herrscht entspanntes Wohlfühlklima. Die höhere Sitzposition ermöglicht eine gute Rundumsicht. Ein geschätztes Plus unserer gehobeneren Ausstattungslinie Titanium: Im Fahrersitz lässt sich eine Lendenwirbelstütze einstellen. Gerade auf längeren Fahrten von Vorteil – der Rücken sagt „danke“. Im praktischen Cockpit ist alles gut erreichbar und intuitiv zu bedienen.

Als praktisch und übersichtlich erweist sich das Cockpit

Auf der Fahrt erweist sich der 1,6 Liter Diesel als schön laufruhig – auch bei höheren Geschwindigkeiten. Die 95 PS sind völlig ausreichend, der Motor zieht gut durch. Und schließlich fahren wir einen Minivan und keinen Sportwagen. Der B-Max lässt sich zudem gut schalten, auch wenn hier nur ein Fünf-Gang-Getriebe arbeitet. Nein, hier gibt’s wahrlich nix zu meckern. Übrigens auch nicht an der Tankstelle. Zwar erreichen wir die vom Hersteller angegebenen sparsamen 4,0 Liter auf 100 Kilometer nicht, liegen aber mit etwa 5,2 Litern Verbrauch durchaus im grünen Bereich.

Unser Fazit

Ford B-Max 1.6 l TDCi Titanium

Wer einen praktischen und komfortablen Minivan mit viel Platz sucht – etwa junge Familien – ist hier gut aufgehoben. Einziger Minuspunkt: Ein wenig mehr Luxus kostet. Praktische Extras wie Regensensor, Klimaanlage, Park-Pilot-System oder elektrisch anklappbare Außenspiegel sind nur gegen Aufpreis zu haben (Cool & Sound-Paket zum Beispiel für 1200 Euro). Ein Navigationssystem schlägt noch einmal mit etwa mit 625 Euro Aufpreis zu Buche.

Katrin Basaran

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