Aus der Tiefe des Raumes

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Viel Raum für Kind und Kegel: Ford hat seine siebensitzige Großraumlimousine Galaxy gründlich überarbeitet.

Es klingt nach Fußball-Floskel, so als würde Günther Netzer seinen Co- Kommentator Gerhard Delling gerade über Jogi Löws Taktik aufklären, und doch passt es exakt auf die überarbeiteten Familien-Vans von Ford.

„Aus der Tiefe des Raumes“ schöpfen Galaxy und S-Max jene Auffrischung, die sie für den harten Konkurrenzkampf ab 2010 stärken soll. Genauer: Aus der Tiefe des Motor-Raumes, denn es sind vor allem stärkere und dabei sparsamere und sauberere Benzin- und Diesel-Motoren, mit denen Ford seine beliebten Vans auf Mondeo-Basis Ende Mai aufpoliert. Der Galaxy muss sich als siebensitzige Großraumlimousine für kinderreiche Familien bald gegenüber einem neuen VW Sharan behaupten.

Flotter Bruder: Der schnittigere Sport-Van S-Max basiert auf der gleichen Plattform.

Der schnittigere S-Max basiert auf derselben Plattform, zielt aber als flacherer Sport-Van mit fünf (lediglich optional sieben) Sitzen auf Kleinfamilien mit dynamisch orientiertem Oberhaupt. Das Highlight von Galaxy und S-Max in der jüngsten Generation: Ein brandneuer „EcoBoost“-Benziner mit 203 PS und zwei neue „Duratorq“-Diesel mit 140 und 163 PS, die allesamt durch spürbar mehr Kraft bei deutlich weniger Durst überzeugen und die Euro 5-Norm erfüllen. So wie Günther Netzer „aus der Tiefe des Raumes“ 1972 das Spielder legendären Nationalelf bestimmte, treiben die neuen Triebwerke energisch und doch kultiviert in Zukunft Galaxy und S-Max voran. Der 163 PS starke TDCi-Diesel gibt sich im Galaxy mit 5,7 Litern zufrieden, wuchtet aber souveräne 340 Nm Drehmoment auf den Antriebsstrang. So agiert der Common Rail-Diesel im Familien-Van auch im Zusammenspiel mit dem „PowerShift“- Automatik mit Doppelkupplungsgetriebe erfreulich agil. Sanft und übergangslos erfolgen die Gangwechsel. Aufpreis: 2000 Euro – bis Ende Mai kommen Schnell-Besteller sogar für nur 1000 Euro in den Genuss der komfortablen 6-Gang-Automatik. Besonders stolz ist Ford auf den neuen „EcoBoost“-Benziner für Galaxy und S-Max: Nur zwei Liter Hubraum, aber dank Direkteinspritzung, Turboaufladung und variabler Steuerung der Nockenwellen erstaunliche 203 PS. Noch wichtiger: Das breit nutzbare Drehzahlband, wie man es bisher nur von Dieseln gewohnt ist. Die maximal 300 Nm Drehmoment liegen bereits ab 1750 Umdrehungen an.

Eleganter Rücken: Mit markanten Heckleuchten macht der Galaxy nachts auf sich aufmerksam.

Also: Keine Anfahrschwäche, da schon knapp über Leerlauf ordentlich Kraft anliegt, und dennoch auch bei hohen Drehzahlen agiles Ansprechen auf Gaspedalimpulse. Da der „EcoBoost“-Benziner gleichzeitig sparsamer und sauberer wurde, prognostiziert Jürgen Stackmann, Marketing- Chef von Ford, zu Recht: „Viele Kunden werden von Diesel auf Benziner umsteigen.“ Abgesehen vom Antriebsstrang hat Ford für viele weitere Aufbesserungen bei Galaxy und S-Max gesorgt. Neu sind Fahrassistenz-Systeme wie Toter-Winkel- Warner, Rückfahrkamera oder eine elektrische Kinder-Türsicherung. Das Design wurde mit Chromleisten, markanteren Fronten, neuen Rückleuchten sowie LED-Tagfahrlichtern aufgewertet. Familienfreundlich wirkt insgesamt die Preisgestaltung für die beiden Vans. Selbst ein Premium-Soundsystem mit Subwoofer und 265 Watt Leistung kann sich die musikalische Familie bereits für 315 Euro Aufpreis leisten. Den neuen Großfamilien-Van Galaxy gibt’s schon ab 30 000 Euro, der sportlichere S-Max ist ab 28 300 Euro zu haben.

Ralf Schütze

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