Knapp 160.000 Fahrzeuge betroffen

Gefährliche Defekte? Softwarefehler bei Tesla – großer Rückruf droht

Ein Tesla Model X steht vor einer Garage.
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Tesla Model X: Das E-Auto fällt vor allem durch seine extravagante Flügeltür-Konstruktion auf.

Ein Softwarefehler könnte zu einem Rückruf von knapp 160.000 Teslas führen. Welche Modelle betroffen sind und wie schwerwiegend der Defekt sein kann, erfahren Sie hier.

Beunruhigende Nachrichten für alle Tesla*-Kunden: Laut einer Untersuchung der US-Bundesbehörde für Verkehrssicherheit (NHTSA) gibt es ein Softwareproblem bei den Tesla-Autos Model S und Model X. Diese Elektroautos wurden zwischen 2013 und 2018 ausgeliefert – von dem Problem sind 158.716 Fahrzeuge betroffen. Nun stellt sich natürlich vielen Tesla-Besitzern die Frage, ob es zu einem breit angelegten Rückruf kommt.

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Softwarefehler bei Tesla – teils schwerwiegende Ausfälle drohen

Die Ursache des Problems liegt im MCU, der Media Control Unit. Dort gibt es einen Speicherdefekt, der einen Ausfall nach sich ziehen kann. Das ist daher so problematisch, da dieser Ausfall eine Kettenreaktion an weiteren Störungen und Defekten nach sich ziehen kann, auch von wichtigen Systemfunktionen. Zum Beispiel, so berichtet Focus Online, droht ein Ausfall von Rückfahrkamera, Touchscreen, zudem sind Fehler bei Blinker und Autopilot sowie dem Fahrassistenzsystem möglich. Sogar die Ladefunktion des Autos könne ausfallen.

Größtes Problem könnte Rückruf nach sich ziehen

Für die NHTSA ist eines der schwerwiegendsten Probleme der mögliche Ausfall der Anti-Beschlagfunktion für die Windschutzscheibe. Dieser wird ausgelöst durch einen Defekt bei der Klimaanlage. Denn das hätte eine stark reduzierte Sicht zur Folge, wodurch es zu gefährlichen Situationen kommen kann. Und genau diese Gefahr macht einen Rückruf nicht unwahrscheinlich.

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Wie reagiert Tesla auf das Problem?

Da das Problem in der MCU0 und MCU1 liegt, hat Tesla nun die Garantie für diese Kontrolleinheiten auf acht Jahre angehoben. So müssen die Tesla-Besitzer den Austausch der defekten MCU gegen die aktuelle MCU2 nicht selbst zahlen – was immerhin 2.500 Euro kosten würde. Die Defekte treten bisher in der Regel nach drei bis vier Jahren auf. Mit mehreren Updates, die Tesla im Laufe der letzten Monate ausspielte, wurde diese Zeit nun auf immerhin elf bis zwölf Jahre erhöht. (fh) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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Plug-in-Hybride: Saubere Sache oder Dreck am Stecker?

System von Bosch
Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: Bei einem System von Bosch lassen sich Ladestationen hinterlegen, die etwa an Restaurants gelegen sind oder wo es kostenloses Internet gibt. Foto: Ralf Grömminger/Bosch/dpa-tmn © Ralf Grömminger
Automatisch auf E-Betrieb
Feldversuch: Dieser Jeep schaltet automatisch auf E-Betrieb um, sobald er eine gewisse Zone in der Stadt erreicht hat. Foto: FCA Group/dpa-tmn © FCA Group
App von BMW
Digitale Rabattmarken: Bei einer App von BMW lassen sich pro elektrisch zurückgelegtem Kilometer Punkte sammeln. Foto: BMW AG/dpa-tmn © BMW AG
eDriver Trainer
Motivationstraining auf vier Rädern: ZF will Plug-in-Fahrer mit dem eDriver Trainer dazu animieren, ihr Fahrzeug in erster Linie rein elektrisch zu fahren. Foto: Christoph Schmidt/ZF Friedrichshafen/dpa-tmn © Christoph Schmidt
Auf E-Betrieb umschalten
Grenzerfahrung: Hier erkennt ein Jeep automatisch einen bestimmte Innenstadtbereich und schaltet auf reinen E-Betrieb um. Foto: FCA Group/dpa-tmn © FCA Group
Zero Emission Zone Manager
Zonenmanagement: Mit Hilfe von Geodaten schaltet der Zero Emission Zone Manager von ZF automatisch in den reinen Elektromodus, sobald das Auto etwa eine Umweltzone oder ein Gebiet mit Null-Emissions-Gebot erreicht. Foto: Christoph Schmidt/ZF Friedrichshafen/dpa-tmn © Christoph Schmidt
An der Steckdose laden
Kraft der zwei Herzen: Der Akku, der in Plug-in-Hybriden den Elektromotor antreibt, lässt sich auch an der Steckdose laden. Ein Verbrennungsmotor ist aber auch noch an Bord. Foto: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn © Mercedes-Benz AG
Mercedes S-Klasse
Auto am Stecker: Plug-in-Hybride wie diese Mercedes S-Klasse können eine gewisse Wegstrecke auch rein elektrisch zurücklegen. Foto: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn © Mercedes-Benz AG

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