"Hände ans Steuer!"

Kampagne warnt vor Smartphone-Nutzung im Auto

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Wer beim Autofahren zum Smartphone greift, begibt sich unter Umständen in Lebensgefahr.

München - Der Griff zum Handy kann beim Autofahren dramatische Folgen haben. Davor warnen Verkehrsexperten. Eine neue Kampagne soll aufklären.

Mit dem Smartphone am Steuer - das kann gefährlich werden. Der Automobilclub Mobil in Deutschland stellt gemeinsam mit dem TÜV Süd an diesem Donnerstag (10 Uhr) in München eine bundesweite Kampagne zur Verkehrssicherheit vor. Das Motto lautet: „Be Smart! Hände ans Steuer - Augen auf die Straße.“ Schirmherr sei Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Der Griff zum Handy könne beim Autofahren dramatische Folgen haben, warnt Mobil in Deutschland. Verbandspräsident Michael Haberland verweist etwa auf technische Lösungen bei neueren Autos. „Damit kann man sich beispielsweise auch eine WhatsApp-Nachricht vorlesen lassen“, sagt er. Das sei dann zwar immer noch eine Ablenkung - allerdings deutlich besser, als aufs Smartphone zu blicken.

Der Verkehrsforscher Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen warnte derweil vor einem deutlichen Anstieg der Unfallzahlen auf deutschen Straßen. Smartphones und neue Internet-Anwendungen lenkten die Autofahrer immer stärker ab. „Von den jährlich 2,4 Millionen Unfällen in Deutschland sind 300 000 auf das Telefonieren mit internetfähigen Handys zurückzuführen“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (u.a. „Berliner Morgenpost“, „Hamburger Abendblatt“, „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“).

„Ich halte das Schreiben oder Lesen von WhatsApp-Nachrichten am Steuer für ein massives Problem, das in den kommenden Jahren zunehmen wird“, sagte Schreckenberg.

Der Automobilclub Mobil in Deutschland hat nach eigenen Angaben bundesweit 5000 Mitglieder. Er ist damit einer der kleinsten Automobilclubs in Deutschland.

dpa

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