Unbedingt beachten

Sie halten sich für einen guten Fahrer? Diesen Fehler macht trotzdem jeder

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Auch erfahrene Autofahrer sind nicht vor Unfällen gefeit - weil sie alle einen Fehler begehen.

Wer schon viele Jahre Auto fährt, hält sich meist für einen guten Fahrer - was gibt es da noch zu lernen? Doch gerade hier liegt der Fehler, wie eine Expertin erklärt.

Für die meisten Autofahrer ist nach bestandener Führerscheinprüfung alles erledigt. Das zeigt auch eine Studie von Bosch: Demnach halten sich 90 Prozent der Autofahrer für gute Autofahrer - gleichzeitig halten aber auch 90 Prozent der Befragten, die anderen Autofahrer für schlechte Autofahrer.

Darum braucht jeder Autofahrer ein Fahrtraining

Tatsächlich sind die meisten im Straßenverkehr nicht so souverän wie sie vielleicht denken, wie Sandra Waidelich von Volkswagen Driving Experience dem Online-Portal Stern mitteilt. Dort empfiehlt sie Autofahrern auch Jahre nach der Prüfung ein Fahrtraining. Das sind die Gründe:

"Die häufigsten Fehler sind zu späte, zu verhaltene oder ganz ausbleibende Reaktionen in kritischen Momenten. Es wird also zu spät, zu schwach oder gar nicht gebremst oder gelenkt." Gerade bei unfallfreien Fahrern sei dies häufig der Fall - da sie kaum Extrem- oder Gefahrensituationen erlebt haben und deshalb nicht wissen, wie sie richtig reagieren sollen. Doch gerade diese Situationen werden im Fahrtraining geübt.

Vorsicht: Diese Autos haben die meisten Pannen.

Das wird im Fahrtraining geübt

Fehler seien des Weiteren eine falsche Sitzposition, Ablenkung, aber auch die falsche Blickführung in Gefahrensituationen: "Es würden wesentlich weniger schwere Unfälle auf Landstraßen passieren, wenn wir alle die richtige Blickführungstechnik beherrschen würden. Der Baum, den ich in einer kritischen Situation anschaue, wird auch mit Sicherheit getroffen."

Aber auch der falsche Abstand zum Vordermann oder zu hohe Geschwindigkeiten seien Probleme: "Wir machen im Training auf großen Geländen gerne eine Übung, bei der mehrere Fahrzeuge versetzt hintereinander und nebeneinander fahren. Der erste Fahrer gibt das Tempo vor und macht ohne Vorwarnung eine Vollbremsung. In den seltensten Fällen schaffen es die anderen Fahrzeuge, hinter ihrem Vordermann zum Stehen zu kommen. Nach dieser Übung bekommt jeder Gast ein anderes Verhältnis zu Abstand und Geschwindigkeit."

Um in diesen Situationen richtig und schnell zu reagieren, sei ein Training nötig. Solche werden beim TÜV oder beim ADAC angeboten.

Lesen Sie auch: Diese fünf Fehler macht jeder beim Autofahren.

fk

Schleudergefahr: So reagieren Sie bei schwierigen Straßen-Verhältnissen richtig

Waterworld: Mit Hilfe von Wasser und verschiedenen Untergründen lassen sich unter anderem nasse bis eisglatte Straßenbeläge und Hindernisse simulieren. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Waterworld: Mit Hilfe von Wasser und verschiedenen Untergründen lassen sich unter anderem nasse bis eisglatte Straßenbeläge und Hindernisse simulieren. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Wasser marsch: Die plötzlich auftauchenden Wasserfontänen simulieren ein Hindernis, das es zu umschiffen gilt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Wasser marsch: Die plötzlich auftauchenden Wasserfontänen simulieren ein Hindernis, das es zu umschiffen gilt. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Quergestellt: Auf der Dynamikplatte kann das Ausbrechen des Hecks simuliert werden. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Quergestellt: Auf der Dynamikplatte kann das Ausbrechen des Hecks simuliert werden. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Freiraum für Fehler: Bei einem Fahrsicherheitstraining lassen sich die Manöver dank großer Auslaufzonen sicher üben. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Freiraum für Fehler: Bei einem Fahrsicherheitstraining lassen sich die Manöver dank großer Auslaufzonen sicher üben. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Voll in die Eisen: Notbremsübungen auf Fahrbahnen mit verschieden griffigen Untergründen gehören zum Trainingsprogramm. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Voll in die Eisen: Notbremsübungen auf Fahrbahnen mit verschieden griffigen Untergründen gehören zum Trainingsprogramm. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Pylonenwalzer: Auf trockener Straße wird auch das Umrunden eines abgesteckten Slalom trainiert. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Pylonenwalzer: Auf trockener Straße wird auch das Umrunden eines abgesteckten Slalom trainiert. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Übungssache: Es braucht ein paar Durchgänge, bis der Slalom flüssig gefahren werden kann, ohne die Hütchen umzustoßen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Übungssache: Es braucht ein paar Durchgänge, bis der Slalom flüssig gefahren werden kann, ohne die Hütchen umzustoßen. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Übung "mit doppelten Boden": Wie reagiert das Auto, wenn es zwischen verschieden griffigen Fahrbahnteilen bremsen muss? Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Übung "mit doppelten Boden": Wie reagiert das Auto, wenn es zwischen verschieden griffigen Fahrbahnteilen bremsen muss? © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Verschärfte Bedingungen: Slalomfahren auf rutschigem Terrain braucht einiges an Übung. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Verschärfte Bedingungen: Slalomfahren auf rutschigem Terrain braucht einiges an Übung. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Fahrlehrer und Trainer Klaus Hufenbach im ADAC Fahrsicherheitszentrum Berlin-Brandenburg in Linthe. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Fahrlehrer und Trainer Klaus Hufenbach im ADAC Fahrsicherheitszentrum Berlin-Brandenburg in Linthe. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Bitte setzen - aber richtig: Die korrekte Sitzposition des Fahrers ist das A und O für sicheres Fahren. Trainer Klaus Hufenbach erklärt, wie's richtig geht. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Bitte setzen - aber richtig: Die korrekte Sitzposition des Fahrers ist das A und O für sicheres Fahren. Trainer Klaus Hufenbach erklärt, wie's richtig geht. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Hilfestellung: Fahrlehrer und Trainer Klaus Hufenbach erklärt, warum die richtige Sitzposition hinter dem Lenkrad so wichtig ist. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Hilfestellung: Fahrlehrer und Trainer Klaus Hufenbach erklärt, warum die richtige Sitzposition hinter dem Lenkrad so wichtig ist. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa
Land unter: Aquaplaning ist gefährlich, weil die Räder den Kontakt zur Fahrbahn verlieren. Im Fahrsicherheitszentrum können Teilnehmer ohne Risiko den Boden unter den Rädern verlieren. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Land unter: Aquaplaning ist gefährlich, weil die Räder den Kontakt zur Fahrbahn verlieren. Im Fahrsicherheitszentrum können Teilnehmer ohne Risiko den Boden unter den Rädern verlieren. © Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

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