Vorfahrtsregeln

Gilt "rechts vor links" beim Rückwärtsfahren?

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Auch wer den Rückwärtsgang einlegt, hat bei rechts vor links Vorfahrt.

An vielen Verkehrskreuzungen gilt rechts vor links. Da kann es auch mal vorkommen, dass ein rückwärtsfahrendes Auto von rechts kommt. Wer hat in einem solchen Fall Vorfahrt?

Wer an Kreuzungen Vorfahrt hat, das regelt die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Grundsätzlich gilt laut Paragraf 8: "An Kreuzungen und Einmündungen hat die Vorfahrt, wer von rechts kommt." Die Vorfahrtsregel rechts vor links gilt auch beim Rückwärtsfahren, so der Tüv Nord.

Das heißt: Wenn ein Fahrzeug rückwärts von rechts zum Beispiel aus einer Sackgasse oder aus einer Straße ohne Wendemöglichkeit kommt, hat es Vorfahrt. Es sei denn, die Vorfahrt ist durch Verkehrszeichen besonders geregelt.

Anders ist es auch, wenn Fahrzeuge aus einem Feld- oder Waldweg auf andere Straßen fahren: Hier gilt die Regel rechts vor links nicht. Trotz der eindeutigen Gesetzeslage betont die Straßenverkehrs-Ordnung in Paragraf 9 aber auch, dass ein Fahrzeugführer beim Rückwärtsfahren eine besondere Sorgfaltspflicht hat: "Er muss sich beim Rückwärtsfahren so verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist; erforderlichenfalls muss man sich einweisen lassen." Wer unvorsichtig rückwärts auf eine Kreuzung oder in eine einmündende Straße fährt, kann bei einem Unfall mit für den Schaden haftbar gemacht werden.

dpa/tmn

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