Lichtmangel

Herbst-Blues am Steuer: So leiden Autofahrer

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Im Herbst wird es morgens später hell. Viele müssen daher bei Dämmerlicht zur Arbeit fahren. Ein angepasster Schlafrhythmus beugt da extremer Müdigkeit vor.

Im Herbst werden die Tage kürzer, oft ist es auch regnerisch, trübe und grau. Das kann auf die Stimmung schlagen. Auch bei Autofahrern. Doch es gibt ein einfaches Mittel gegen die Müdigkeit.

Weniger Tageslicht kann bei Autofahrern zu Konzentrationsproblemen am Steuer führen. Ein Phänomen, dass im Herbst verstärkt droht: "Fast jeder hat schon erlebt, dass er bei trüben Wetter körperlich abbaut", sagt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Schlafhormon Melatonin

Schuld daran ist das Hormon Melatonin, das bei fehlender Helligkeit verstärkt produziert wird. Dagegen kann man am Lenkrad wenig tun. Aber davor und danach: "Es hilft, in seiner Freizeit viel draußen an der Luft zu sein", sagt Rademacher.

Wer wegen der kürzeren Tage früh im Dunkeln zur Arbeit fahren muss, sollte seinen Schlafrhythmus daran anpassen, rät der DVR-Experte. Mit zunehmender Dunkelheit steigt das Schlafbedürfnis: "Berufstätige sind morgens selten flexibel beim Aufstehen. Sie können aber eher ins Bett gehen." Vor dem Losfahren sind heiß-kalte Wechselduschen ein kleiner Kick zum Wachwerden. Generell hilft es laut Rademacher, morgens einen etwas größeren Zeitpuffer einzuplanen, um wach zu werden.

Risiko Sekundenschlaf

Autofahrer sollten außerdem die Gefahr von Sekundenschlaf nicht unterschätzen: "Dunkelheit, Müdigkeit und bekannte, monotone Strecken auf dem Weg zur Arbeit steigern das Risiko", warnt Rademacher. Unentwegtes Gähnen oder brennende Augen sind dafür deutliche Warnzeichen, die man besser nicht ignoriert. Dann gilt: Sobald wie möglich anhalten, aussteigen und sich etwas im Freien bewegen. Auch wenn der Tag vor kurzem erst begonnen hat.

dpa/tmn

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