Jeep Grand Cherokee

Im Herzen ein Indianer

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Im Herzen ein Indianer - Jeep Grand Cherokee

Googeln gilt als Synonym für einen Suchlauf im World Wide Web, Coca Cola für ein braunes koffeinhaltiges Kaltgetränk. Jeep ist weltweit der gängige Gattungsbegriff für Autos, die keine Straße zum Vorwärtskommen brauchen.

Dem Aufruf zur Fahrt verbunden mit dem Gefühl von Freiheit und Abenteuer folgt man auch hierzulande nur allzu gerne. Nirgendwo in der Welt – mit Ausnahme von Nordamerika – werden mehr Jeeps gekauft als in Deutschland.

Eleganter Edel-Jeep

Das mit Abstand beliebteste Modell in der mehr als zwanzigjährigen Geschichte von Jeep ist der Grand Cherokee, dem Chrysler jetzt unter der neuen Obhut von Fiat in seiner vierten Generation ein Facelift gegönnt hat. Obwohl an der Karosserie eigentlich nicht viel verändert wurde, wirkt der 4,82 Meter lange Edel-Jeep eleganter als vorher. Fixpunkte für das Auge bleiben der siebenschlitzige Kühlergrill und die trapezförmig geschnittenen Radhäuser.

Nur verliert der Grill zugunsten von Breite jetzt an Höhe, die Scheinwerfer wiederum sind flacher und breiter. LED-Tagfahrlicht mit markanter Grafik und Bi-Xenonlicht sind bei dem Flagschiff von Jeep jetzt immer an Bord. Ein vergrößerter Spoiler über der neu gestalteten Heckklappe verlängert die Abrisskante des Dachs und soll den Luftwiderstand verringern.

Leder dominiert

Wir steigen ein. In dem geräumigen Cockpit duftet es intensiv nach Leder. Kein Wunder. Nicht nur die Sitze, das Lenkrad und der kleine Schaltknüppel, sondern auch die Armaturentafel, die Türverkleidungen und die A-Säulen sind mit hochwertiger und fein gegerbter Tierhaut umhüllt oder ausgekleidet.

Über der überarbeiteten Mittelkonsole thront ein 21,3 Zentimeter großes Touchscreen, über das sich nicht nur das Telefon, die Navigation und die Musik per Fingerdruck oder auch per Sprache steuern lassen.

Auch die Klimaanlage und die Sitzheizung lassen sich leicht dirigieren. Zudem sind Telefon-Konferenzschaltungen, SMS-Empfang und Versand ebenso selbstverständlich wie Blue-Ray-Entertainment und Playstation-Anschluss auf den Rücksitzen.

In jedem Modell des Grand Cherokee steckt jetzt unabhängig von der Motorisierung eine neue Achtstufenautomatik des deutschen Herstellers ZF. Bei unserem Testwagen arbeitet sie mit dem leise vor sich hin grummelnden Dreiliter Sechszylinder Diesel zusammen und klettert fast unmerklich durch die Stufenlandschaft. Sie soll den Verbrauch des immerhin 2,5 Tonnen schweren Jeeps auf durchschnittlich 7,5 Liter senken helfen. Das ist natürlich bei jetzt voll durchgetretenem Gaspedal und Volllast reine Illusion.

Durch Schlamm und Geröll

Für den planmäßigen Ausflug in den Matsch beamen wir den Grand Cherokee mit der serienmäßigen Luftfederung etwas über sechs Zentimeter in die Höhe. Über einen Schalter können wir uns zwischen den Bodenbeschaffenheiten Sand, Schlamm, Schnee oder Stein entscheiden oder Antrieb, Fahrwerk, Getriebe und ESP werden automatisch an den Untergrund angepasst.

Mit 28 Zentimetern Bodenfreiheit, permanentem Allrad und dem ausgeklügelten Traktionsmanagement kriechen wir auf dem Offroadparcours Steigungen ohne Einsatz von Gas oder Bremse hinauf – und hinunter, treiben den Grand Cherokee durch Schlammlöcher und über Geröllpisten. Im Grunde seines Herzens ist fast jeder Jeepfahrer eben doch ein Indianer.

Von Solveig Grewe

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