Hustensaft am Steuer kann Lappen kosten

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Ratgeber: Vorsicht bei Medikamenten im Straßenverkehr

Winterzeit ist Grippezeit - doch was gegen Husten oder Kopfschmerzen hilft, kann einen den Führerschein kosten. Autofahren unter bestimmten Medikamenteneinfluss ist strafbar. 

Bei nahezu jedem vierten Verkehrsunfall sind nach Schätzungen von Verkehrsexperten Medikamente direkt oder indirekt im Spiel. Vor allem Grippe- und Erkältungsmittel, die jetzt verstärkt eingenommen werden, beieinträchtigen nach Informationen der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) die Fahrtüchtigkeit stärker als es viele Autofahrer selbst empfinden.

Deshalb sollten Verkehrsteilnehmer vor der Einnahme von Medikamenten den Beipackzettel genau durchlesen, bevor sie sich hinter das Lenkrad setzen.

Nasentropfen

Nasentropfen wirken lokal an der Nasenschleimhaut und beeinflussen die Fahrtüchtigkeit nicht. Anders sieht es jedoch bei Substanzen aus, die häufig in rezeptfreien Grippe- und Schnupfenmittel zu finden sind, wie Antihistaminika. Dieser Wirkstoff verursacht eine von Mensch zu Mensch sehr unterschiedliche Ermüdung. Das Risiko der Fahruntüchtigkeit ist bei Therapiebeginn, in Kombination mit anderen beruhigenden Medikamenten und bei gleichzeitigem Alkoholgenuss besonders groß.

Nackt im Auto? Was im Verkehr erlaubt ist und was nicht

Skelett auf dem Fahrersitz? Erlaubt! Das Foto der Polizei Straubing ging um die Welt, die Erklärung war einfach: Es handelte sich um ein rechts gelenktes Auto, somit war der Boandlkramer nur Beifahrer. Der Autobesitzer fand’s halt cool. © dpa
Eine Frau aus Deggendorf (Bayern) bekam einen Strafzettel wegen unnützen Fahrens. In der Straßenverkehrsordnung heißt es: (…) Unnützes Hin- und Herfahren ist innerhalb geschlossener Ortschaften verboten, wenn andere dadurch belästigt werden." Was man im Straßenverkehr darf und was nicht – hier einige skurrile Fälle: © dpa
Nackt im Auto? Naja. Hier gilt, niemand darf gefährdet, belästigt oder geschädigt werden. Nacktfahren ist sozusagen Auslegungssache. © dpa
Anders sieht es aus, wenn man nackt aus dem Auto steigt. Dann befindet man sich im öffentlichen Raum und das könnte eine Ordnungswidrigkeit nach §118 nach sich ziehen: Belästigung der Allgemeinheit. Das gilt wohl auch für Frauen, die oben ohne im Cabrio unterwegs sind. © dpa
Maskiert am Lenkrad. Teilsteils. Kostüme sind grundsätzlich erlaubt, nicht aber Masken und – Vorsicht, Piraten – Augenklappe! © dpa
Norm der Parkscheibe: Ein Rentner bekam ein 5-Euro-Ticket, weil seine Scheibe eine Winzigkeit zu klein war! © dpa
Auto abschließen: Nicht vergessen, sonst droht ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro. © dpa

Starke Schmerzmittel bewirken neben der Dämpfung der Schmerzempfindlichkeit eine Dämpfung im Zentralnervensystem. Diese Beruhigung führt zur Fahruntüchtigkeit, warnen die Experten der GTÜ. Manche Präparate bestehen auch aus einer Kombination mehrerer Substanzen. Vor allem einige ältere Medikamente enthalten zum Beispiel Schlafmittel, so genannte Barbiturate, die die Fahrtüchtigkeit stark beeinträchtigen. Kommt zur Einnahme des Mittels noch eine kleine Menge Alkohol dazu, ist die Schlafmittelwirkung unkalkulierbar verstärkt.

Vorsicht bei Hustensaft

In mehreren Hustenblockern findet sich der Wirkstoff Dextrometorphan. Weitere Opiatpharmaka in Hustenmitteln sind Codein und Dehydrocodein. Bei Schmerzen im Muskelbereich werden häufig Arzneimittel aus der Stoffgruppe der Tranquilizer eingenommen, die ebenfalls das Zentralnervensystem dämpfen und Müdigkeit und Schwindel auslösen können. Durch sie wird Reaktionsvermögen herabgesetzt und die Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit durch Kombination mit anderen dämpfenden Substanzen und mit Alkohol nochmals verstärkt.

Wer also einer Erkältung anders als mit Nasensprays oder mit leichten Schmerz- und Erkältungsmitteln zu Leibe rücken will, sollte im Zweifelsfall den Rat eines Arztes oder Apothekers einholen.

Bei Nachweis von Medikamenten als Unfallursache erlischt der Kaskoschutz der Kfz-Versicherung. Es drohen zudem Bußgeld, Punkte, Fahrverbot und in besonders schwerwiegenden Fällen sogar Freiheitsstrafe.

(ampnet/nic)

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