Ist der Schadstoffausstoß bei tiefen Temperaturen höher?

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Wenn es draußen kalt ist, braucht der Katalysator länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. In dieser Zeit gelangen mehr Schadstoffe aus dem Abgas in die Umwelt. Foto: Marcus Führer

Essen (dpa/tmn) - Wer bei Kälte Auto fahren muss, schaltet oft schon während des Eiskratzens die Heizung ein. Der Innenraum erwärmt sich dann bis zum Einsteigen, doch die schnellere Wärme hat ihren Preis.

In der kalten Jahreszeit gehört Schneefegen morgens zum lästigen Ritual. Oft wird dabei der Motor gestartet, damit er sich warmläuft. Der nächste Griff gilt der Lüftung, die auf höchste Stufe und heiß geschaltet wird, um die Scheiben vom Eis zu befreien und den Innenraum zu erhitzen. Doch der laufende Motor sorgt nicht nur für unnötigen Lärm in der Nachbarschaft, sondern wirkt sich auch negativ auf den Kraftstoffverbrauch und die Umwelt aus.

Um bis zu 70 Prozent höher liegt der Schadstoffausstoß, wenn das Auto nach dem Kaltstart nur steht und nicht fährt, so der TÜV Nord. Das liegt daran, dass der Katalysator im Stand noch nicht läuft und erst auf Betriebstemperatur kommen muss. Der Treibstoff verbrennt nicht vollständig, weshalb der Spritverbrauch deutlich höher ist. Außerdem begünstigt der Leerlauf bei Kälte den Motorverschleiß, weil das Öl noch dickflüssig ist und nicht an die Schmierstellen gelangt. Besser als der Leerlauf im Stand ist es also, den Motor durch Fahren im mittleren Drehzahlbereich auf Betriebstemperatur zu bringen.

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