100 Autohaus-Kunden testen drei Opel-Modelle vor ihrem offiziellen Verkaufsstart

Jagd auf die Erlkönige: Autohaus-Kunden geben auf der Opel-Teststrecke Gas 

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Die Steilwand entlang: Unter der Führung eines Profi-Piloten durften die Hobby-Testfahrer Gas geben.

Sie sind gut getarnt und extrem scheu. Wer sie in freier Wildbahn beobachten möchte, muss oft bis nach Skandinavien reisen. Hierzulande bewegen sie sich nur in abgeriegelten Gebieten: Erlkönige, Prototypen der Automobilhersteller.

100 Kunden des Autohauses Heidenreich in Witzenhausen hatten jetzt die Möglichkeit, drei Opel-Modelle vor ihrer offiziellen Premiere bei einer Erlkönigjagd aus der Nähe zu erleben – und auf den Strecken des Testcenters in Dudenhofen bei Offenbach Probe zu fahren. 

„Das war großartig, auch wenn das Auto nicht unbedingt meiner Altersklasse entspricht“, sagt Herbert Mench (70) aus Hessisch-Lichtenau schmunzelnd, nachdem er im neuen Opel Astra GTC die Hill Section bewältigt hat. Auf diesem Parcours simulieren Ingenieure das Fahrverhalten der Autos im Gebirge. Bis zu 150 Fahrzeuge testet Opel auf dem 1966 errichteten Testgelände in Dudenhofen – durchgehend, Tag und Nacht im Dauerbetrieb. Die Ingenieure gehen dabei in mehr als zehn Millionen Testkilometern jährlich bis an die Belastungsgrenze des Materials, bevor die Modelle offiziell im Handel sind.

Gas geben auf der Opel-Teststrecke Dudenhofen

Ob Gebirgsparcours, enge Kurvenstrecke oder vierspurige Hochgeschwindigkeitsstrecke mit bis zu 39 Grad Querneigung – wer sich beim Autohaus Heidenreich für die Erlkönigjagd erfolgreich beworben hatte, konnte neben dem Astra auch den Zafira Tourer sowie den elektrisch angetriebenen Ampera auf verschiedenen Teststrecken des 2,5 Millionen Quadratmeter großen Geländes ausprobieren.

Was verbirgt sich unter der Haube? Die Tester begutachteten die neuen Modelle aus nächster Nähe.

Opel stellte jeweils zehn Fahrzeuge der drei Modelle mit verschiedenen Motorisierungen zu Verfügung und informierte in Theoriekursen über technische Details der Modelle. Mit großer Spannung hatten die Hobbytester die Probefahrt im Ampera erwartet. Das neue Flaggschiff der Rüsselsheimer Autobauer wird von einem 111 Kilowatt starken Elektromotor angetrieben und gilt als das innovativste Modell, das Opel jemals gebaut hat. „Man hört nichts vom Motor“, sagt Marcel Metz aus Martinfeld begeistert, als er aufs Gaspedal drückt. Zwar verfügt der Ampera auch über einen 86-PS-Benzinmotor, der den E-Motor jedoch erst dann unterstützt, wenn der Akku nach 40 bis 80 Kilometern Fahrt schwächer wird.

„Selbst wenn man jeden Tag mit Autos zu tun hat, war der Tag beeindruckend“, zieht Geschäftsführer Jörg Heidenreich nach dem fünfstündigen Praxistest in Dudenhofen ein positives Fazit. Auch wenn die Probe gefahrenen Erlkönige nicht mehr getarnt waren und Hitze- sowie Kältetests am Ende der Welt bereits hinter sich haben – gefahren hatten sie bislang nur professionelle Testpiloten und Ingenieure.

Von Sebastian Schaffner

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