Junger Erfinder düpiert Autoindustrie

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Mirko Hannemann mit seinem Elektroauto im Hof des Bundeswirtschaftsministeriums

Berlin - Ein junger Tüftler düpiert die Autoindustrie: Er hat einen neuartigen Akku für Elektroautos konstruiert, der erheblich effektiver ist als vergleichbare Batterien der Autokonzerne.

Nahezu alle großen Autobauer arbeiten derzeit an der Entwicklung von Elektroautos. Während Daimler, BMW, Audi, VW und Toyota noch auf der Suche nach leistungsstarken und leichten Batterien sind, hat ein junger Erfinder aus Berlin den Wunderakku offenbar bereits entwickelt. Mirko Hannemann (28) hat einen neuartigen Akku für Elektroautos konstruiert, der erheblich effektiver ist als vergleichbare Batterien der Autokonzerne. Eine einzige Batterieladung reicht aus, um einen VW-Golf oder einen Audi A2 auf einer Strecke von 500 Kilometern ohne Stopp mit Strom zu versorgen.

Die serienreife Superbatterie dürfte den großen Autokonzernen ein Dorn im Auge sein, steckt dort die entsprechende Entwicklung noch in den Anfängen. Der Serienstart der Elektroautos ist erst für 2015 geplant – bis dahin wollen die Autobauer noch ihre Benziner-Modelle an den Mann bringen.

Kia zeigt Elektroauto-Studie Naimo

Kia: Elektroauto-Studie Naimo
Kia präsentiert Elektroauto-Studie Naimo © Auto-Medienportal.Net/Kia
Kia: Elektroauto-Studie Naimo
Das Elektro-CUV (Crossover Utility Vehicle) wird von einem permanentmagnetischen Synchronmotor (PMSM) mit 80 kW / 109 PS Leistung und 280 Nm Drehmoment angetrieben. Der Naimo erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. © Auto-Medienportal.Net/Kia
Kia: Elektroauto-Studie Naimo
Die Batterie hat eine Kapazität von 27 Kilowattstunden und befindet sich unter dem Gepäckraumboden. Dieser „Twin-Pack“-Akku arbeitet mit der LiPoly-Technologie (Lithiumionen-Polymer). Mit einer Batterieladung hat der Naimo eine Reichweite von bis zu 200 Kilometer. © Auto-Medienportal.Net/Kia
Kia: Elektroauto-Studie Naimo
Mit der 3,89 Meter langen, 1,84 Meter breiten und 1,59 Meter hohen Studie will der koreanische Autobauer die Marktchancen eines emissionsfreien, fünftürigen und viersitzigen City Car in diesem kommenden Nischen-Segment erkunden. © Auto-Medienportal.Net/Kia
Kia: Elektroauto-Studie Naimo
Der Name Naimo – hat seinen Ursprung im koreanische Wort „Ne-mo“ („quaderförmig“). © Auto-Medienportal.Net/Kia
Kia: Elektroauto-Studie Naimo
Statt herkömmlicher Scheibenwischer übernehmen beim Naimo Druckluftdüsen unterhalb der Frontscheibe die Wischer-Funktion. © Auto-Medienportal.Net/Kia
Kia: Elektroauto-Studie Naimo
Die Außenspiegel wurden durch Miniaturkameras ersetzt, die in die A-Säulen integriert sind. © Auto-Medienportal.Net/Kia
Kia: Elektroauto-Studie Naimo
Die Türen und der Boden sind mit koreanischer Eiche verkleidet, für den Dachhimmel wurde koreanisches Hanji-Papier verwendet. © Auto-Medienportal.Net/Kia
Kia: Elektroauto-Studie Naimo
Neben diesen traditionellen Materialien finden sich modernste Elemente wie die Instrumenteneinheit in Form eines TOLED-Display (Transparent Organic LED) – das im abgeschalteten Zustand völlig transparent ist – sowie Anschlüsse für Entertainment- und Kommunikationsgeräte. © Auto-Medienportal.Net/Kia

„Wir stehen bei den Autokonzernen vor verschlossenen Türen, schließlich haben dort viele ihre eigene Batterietechnologie, die sie erst 2015 vorstellen wollen“, sagte Hannemanns Sprecher Markus Röser zur tz.

Das Besondere an der Erfindung: Im Vergleich zu üblichen Bleiakkus wiegt die sogenannte Kolibri-Batterie nur ein Zehntel und ist nur ein Drittel so groß. Außerdem besteht sie aus Feststoffzellen und enthält keinerlei Säure. Den Nachweis für die größere Leistunsgfähigkeit seiner Akkus trat Hannemann, der in Berlin mittlerweile die 200-Mann-Firma DBM Energy gegründet hat, bereits mehrfach an: Auf seiner Weltrekordfahrt über 600 Kilometer von München nach Berlin am 26. Oktober letzten Jahres mit einem Elektroauto ohne Ladestopp wurde der Ingenieur schon als Wundermann der Elektromobilität gefeiert.

Ein täglicher Leistungsnachweis der neuen Superbatterien erfolgt derzeit bei Aldi sowie der Verpackungsfirma Papstar, die ihre Gabelstapler mit Hannemanns Akkus ausgerüstet haben. Nach Angaben der Betreiber halten sie drei Stunden länger als herkömmliche Bleibatterien.

Auf der weltgrößten Industriemesse in Hannover präsentiert der junge Tüftler sein Elektrogefährt mit dem leistungsstarken Lithium-Metall-Polymer-Akku (LMP) derzeit am Stand des Wirtschaftsministeriums. Das Ministerium von Rainer Brüderle hat Hannemanns Entwicklungsprojekt mit 275 000 Euro Forschungsgeldern unterstützt.

Das Hannemann Neider hat, beweist ein Attentat: Sein Test-Audi brannte im Dezember in einer Berliner Lagerhalle ab. An mehreren Stellen wurde nach Angaben der Kripo Feuer gelegt. Glück im Unglück: Die Wunderbatterie befand sich nicht in dem Auto.

Hannemann hat bereits weitere große Pläne: Spezialakkus für die Speicherung von Sonnen- und Windkraft.

Uwe Fajga

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