Urteil zu Kältemittel-Streit

Frankreich muss Mercedes-Modelle zulassen

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Frankreich weigert sich seit Anfang Juli, Kompaktmodelle von Mercedes zuzulassen, die vom Kraftfahrtbundesamt mit einem alten Kältemittel zertifiziert wurden.

Frankreich weigert sich seit Anfang Juli, Mercedes-Modelle zuzulassen, die mit einem alten Kältemittel unterwegs sind. Jetzt hat das oberste Verwaltungsgericht in Paris eine Entscheidung gefällt.

Der Zulassungsstopp für mehrere Mercedes-Modelle in Frankreich wegen eines umstrittenen Kältemittels in den Klimaanlagen ist vorerst aufgehoben: Das oberste Verwaltungsgericht des Landes verpflichtete die französische Regierung am Dienstag per einstweiliger Verfügung dazu, die Fahrzeuge binnen zwei Tagen wieder zuzulassen. Das Gericht sah anders als die Regierung in Paris keine schweren Umweltgefahren durch das von dem deutschen Autokonzern verwendete Kältemittel.

Hintergrund ist ein Streit um das Kältemittel 134a für die Klimaanlagen der Autos, das bei Neuwagen in der EU eigentlich durch das weniger klimaschädliche Mittel R1234yf ersetzt werden muss. Daimler weigert sich, das neue Mittel einzusetzen, weil es bei schweren Unfällen zu Bränden führen könne. Der Konzern wird in dem Streit von der Bundesregierung unterstützt.

Laut Daimler können derzeit mehr als 4500 Fahrzeuge der A-, B-, SL- oder CLA-Klasse nicht ausgeliefert werden. Die französischen Behörden wollen den Autobauer zwingen, in neuen Modellen ein modernes Kältemittel einzusetzen. Sie werfen dem Konzern unzulässige Umgehung von EU-Umweltvorschriften vor. Daimler verweist auf Sicherheitstests, bei denen das Kältemittel Feuer gefangen und giftiges Gas freigesetzt hatte.

Um was geht's beim Kältemittel-Streit?

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Das Kraftfahrtbundesamt genehmigte Daimler die Verwendung des alten Kältemittels. Außer Frankreich erkennen das alle EU-Staaten an.

Kürzlich hatte auch Toyota bekanntgegeben, wegen möglicher Brandgefahr vorerst auf das neue Kühlmittel R1234yf (Tetrafluorpropen) verzichten zu wollen.

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dpa/AFP

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