Kleiner kecker Sportflitzer

Suzuki Swift Sport ist ein leistungsstarkes Leichtgewicht

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Wendig: Das nur 1,70 Meter breite Fahrzeug lässt sich ausgesprochen leicht durch enge Altstadtgassen dirigieren und sich dank seiner Übersichtlichkeit auch ebenso leicht einparken.

Bei einem Auto mit dem Namenszusatz „Sport“ auf dem kecken Hinterteil erwartet man ja schon eine Portion Potenz unter dem Blech. Nun ist der japanische Hersteller Suzuki hierzulande ja eher bekannt für erfolgreiche Allrad – und Kleinwagenlösungen und weniger als Hersteller von Boliden.

Deshalb ist der Swift Sport auch kein Sportwagen im eigentlichen Sinn, sondern das leistungsstarke Topmodell der Baureihe Swift.

Pünktlich zu deren dreißigstem Geburtstag gönnen die Japaner dem Flagschiff zur Verbesserung der Alltagstauglichkeit auch in der vierten Generation jetzt zwei weitere Türen. Abgesehen davon unterscheidet er sich kaum von seinem dreitürigen Bruder.

Auch er ist mit seinen 1130 Kilogramm, verteilt auf 3,98 Metern Länge, ein Leichtgewicht. Der große schwarze Kühlergrill, das markante Heck mit dem Dachspoiler, 17 Zoll-Aluräder und die beiden dicken Auspuffrohre betonen die sportliche Note.

Platz reicht aus

Nach innen hinten geht es zum Probesitzen ohne Verrenkungen, viel Platz ist hier zwar nicht, aber zwei normal groß gewachsene Erwachsene können doch einigermaßen bequem sitzen. Im Alltag wird auf den Rücksitzen wohl eher Zuladung ihren Platz finden, die in den gerade mal 211 Liter großen Kofferraum nicht mehr hineinpasst. Bleibt der Beifahrer zu Hause, kann man sich mit umgeklappter Rücklehne und Platz für 892 Liter dann auch mal in einen Baumarkt wagen.

Aufgeräumtes Cockpit

Sportlich-flott geht es vorne zu: Schicke rote Ziernähte umranden die bequemen Sportsitze und das zweifach verstellbare Drei-Speichen-Lenkrad. Der Schaltknauf aus Leder und Edelstahlpedale erinnern dann schon wieder an einen echten Rennwagen. Das Cockpit wirkt sehr aufgeräumt, nicht zu überfrachtet und alles ist da, wo man es erwartet.

Unter der Haube wartet ein einfacher Vierzylinder Benzinmotor, ohne Turbo- oder Kompressoraufladung und Direkteinspritzung. Das lässt in der Theorie nicht gerade den Rückschluss auf sportliches Fahren zu. Zu unserer Überraschung wird das Motörchen nach anfänglicher Zurückhaltung im oberen Drehzahlbereich richtig munter, will aber auf dem Weg dorthin über die leichtgängige Sechsgangschaltung fleißig unterstützt werden.

Die Lenkung ist präzise, das Fahrwerk dem sportlichen Anstrich entsprechend straff abgestimmt. Ruppige Pflasterstraßen auf der Teststrecke am Main entlang werden ohne viel Bemühen um ein Wegbügeln unsanft an die Passagiere weitergegeben. Der Tribut der Sportlichkeit. Dafür lässt sich das nur 1,70 Meter breite Fahrzeug ausgesprochen leicht durch die enge Altstadtgassen dirigieren und dank seiner Übersichtlichkeit und einem Wendekreis von etwas über zehn Metern auch ebenso leicht einparken.

Etwas hoch scheint uns der Verbrauch: Schon der von Suzuki angegebene Wert von 6,4 Litern auf 100 Kilometer ist keine wirkliche benchmark, wir liegen mit knapp acht Litern noch darüber.

Von Solveig Grewe

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