Falschparker anzeigen als Hobby

Gericht: Knöllchen-Horst ist ein Denunziant

+
Der als “Knöllchen-Horst“ berüchtigte Frührentner aus dem niedersächsischen Landkreis Osterode führt seit Jahren eine private Verkehrssünderdatei. Tausende Anzeigen gehen auf sein Konto.

Mehr als 10.000 Falschparker hat der als „Knöllchen-Horst“ bekannte Frührenter aus dem Landkreis Osterode (Niedersachsen) angezeigt. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg missbilligt sein Hobby.    

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat einem als Knöllchen-Horst berüchtigten Mann bescheinigt, ein Denunziant zu sein. Wer es sich zum Hobby mache, regelmäßig Falschparker aufzuschreiben, gehe einer „denunziatorischen Tätigkeit“ nach und könne Behörden nicht zur Verfolgung der registrierten Ordnungswidrigkeiten zwingen, hieß es in einem am Mittwoch bekanntgewordenen Beschluss.

Die Richter wiesen den Antrag des Frühpensionärs auf Zulassung der Berufung gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Göttingen zurück (Az. 13 LA 144/12).

Knöllchen-Horst soll in den vergangenen Jahren mehr als 10.000 Falschparker im Kreis Osterode angezeigt haben. Für Schlagzeilen sorgte er, als er einen Rettungshubschrauber aufschrieb, der während eines Notfalleinsatzes auf einem Bürgersteig stand. Weil der Landkreis sich zuletzt immer öfter weigerte, die Anzeigen zu bearbeiten, war der Frührentner vor Gericht gezogen - ohne Erfolg.

dpa

"Knöllchen-Horst" beim Rasen geblitzt

Städte kassieren mit Strafzettel kräftig ab

Verrückte Park-Unfälle Einparken

Diese Park-Unfälle sind absolut verrückt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.