Auf der Jagd nach Rasern

Lama legt Blitz-Marathon lahm

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Lama statt Raser: In Krefeld geriet ein Lama ins Visier der Tempokontrolleure.  

Krefeld - Beim bundesweiten Blitz-Marathon ist es bei einer Lasermessstelle in Krefeld zu einem Zwischenfall gekommen. Statt Raser hatten die Polizisten ein Lama im Visier.

Zwei Polizeibeamte hatten ihre Lasermessstelle auf einer Straße in Krefeld-Fischeln gerade in Position gebracht, um Temposünder zu blitzen, doch es kam erstmal ganz anders.

Als die Beamten voll konzentriert den fließenden Verkehr beobachten, tauchte plötzlich an der Kontrollestelle ein Lama auf. Das Tier war von einer angrenzenden Koppel ausgebüchst. Statt der Raser mussten die beiden Polizisten nun das verschreckte Lama im Auge behalten.

Wer zu dieser Zeit mit einem Bleifuß auf der Strecke unterwegs war, hatte Glück. Es dauerte nämlich eine Weile, bis die Kontrolleure den Ausreißer beruhigen und in einen eingezäunten Weg locken konnten. Erst nachdem der Besitzer ermittelt und sein Lama wieder auf die Koppel geführt wurde, wurden die Laser wieder scharf gestellt. Wie schnell das Lama unterwegs war, ist übrigens nicht bekannt.

Beim bundesweiten Blitz-Marathon kontrollieren 15.000 Polizisten an mehr als 8700 Stellen bis Freitagmorgen 24 Stunden lang Autofahrer. Alle Infos zum  „Tag der Radarfalle“ finden Sie auch hier.

Der Bußgeld-Katalog für Temposünder

Bußgeld für Temposünder
Verwarnungsgeld, Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot - Temposünder müssen mit einer Strafe rechnen. © dpa
Bußgeld für Temposünder
Wer in der Stadt 70 km/h zu viel auf dem Tacho zahlt 680 Euro, kassiert vier Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.  © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Der Bußgeld-Katalog © dpa
Bußgeld für Temposünder
Das Geld liegt auf der Straße: Kritiker halten viele Radarfallen, besonders außerhalb von Gefahrenstellen, für Abzocke. „Bundesweit erwarten Kommunen für 2013 Blitzer-Einnahmen von mehr 600 Millionen Euro“, so Torsten Florian Singer, Sprecher der Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke.   © Initiative gemeinsam gegen Blitzerabzocke
Uhu
Tausende Autofahrer sind 2012 auf einer Eifeler Landstraße in eine Radarfalle gerauscht und wurden bestraft. Eine Tempo-Sünderin klagte zwar erfolgreich gegen die Radarfalle, doch zum Schutz der nachtaktiven Uhus, die in Felsen an der Straße leben, gilt für Autofahrer mit Einbruch der Dämmerung und nachts Tempo 50 und tagsüber Tempo 70. © dpa
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen.
Das Warnen vor stationären Radarfallen ist nach der Straßenverkehrsordnung in Deutschland verboten. Auch bei Navigationsgeräte mit Warnfunktion droht eine saftige Strafe. Das Verbot gilt nach Angaben des ADAC für klassische Warngeräte und auch für Navigationsgeräte oder Mobiltelefone, die vor Blitzern warnen. © dpa
moderne Blitzer-Anlage
Wer trotz dieses Verbots ein solches Gerät betriebsbereit an Bord hat, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld von 75 Euro und vier Punkten in Flensburg rechnen. © dpa
Lichthupe
Das Warnen anderer Verkehrsteilnehmer mittels Handzeichen oder Schildern ist grundsätzlich nicht verboten. Sollten andere Verkehrsteilnehmer aber behindert oder abgelenkt werden, kann die Polizei das Warnen untersagen. Die häufige Praxis, mit der Lichthupe auf Blitzer aufmerksam zu machen, ist allerdings nicht erlaubt und wird mit einem Bußgeld von zehn Euro bestraft. © dpa

ml/dpa

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