Lampen an den Frontscheinwerfern paarweise austauschen

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Gerade im Schneeregen sind intakte Frontscheinwerfer wichtig.

Fällt eine Abblendleuchte aus, macht es auch die andere oft nicht mehr lange. Deshalb raten Experten zum Doppelwechsel. Ein kritischer Blick ins Handbuch klärt, ob man das in Eigenregie hinbekommt.

Als einäugiger Bandit sollten Autofahrer nicht länger als notwendig unterwegs sein: Wer erwischt wird, dem droht ein Bußgeld. Idealerweise hat man für solche Fälle Ersatzlampen an Bord und kann die defekte Leuchte sofort wechseln.

Bei manchen Fahrzeugen ist der Tausch in Eigenregie jedoch gar nicht möglich, oder nur unter Gefahr von Fingerbrüchen, sagt Philip Puls vom Tüv Süd. Grundsätzlich ist in der Bedienungsanleitung erklärt, ob und wie Lampen gewechselt werden können. "Wem das zu kompliziert ist, lässt das lieber Profis machen." Xenon- und LED-Lampen seien grundsätzlich ein Werkstattfall. LED-Scheinwerfer sind allerdings ein teures Ersatzteil. Wenn ein Lämpchen nicht mehr brennt, wird es richtig teuer.

Laut ECE-Richtlinie muss in neu zugelassenen Autos der Lampentausch eigentlich mit mitgelieferten Werkzeugen möglich sein. Bei vielen Autos geht der Tausch deshalb ohne große Probleme. Gerade bei älteren Modellen kann aber viel handwerkliches Geschick nötig sein. Da können Teile wie der Innenkotflügel im Weg sein. "Diese müssen mitunter ausgebaut werden", sagt Puls. Einfacher ist das Finden der passenden Leuchten: Ein Blick ins Handbuch reicht hier aus.

Es heißt oft: Wenn am Frontscheinwerfer eine Birne defekt ist, wechselt man die andere besser gleich mit, obwohl sie noch brennt. Das ist zu empfehlen, bestätigt Puls. "Es ist aber kein Muss." Ratsam ist der doppelte Wechsel, weil zwei unterschiedlich alte Lampen nicht gleich intensiv leuchten, erläutert er.

Auch Farbtöne können abweichen. "Das kann einen selbst stören und auch den Gegenverkehr irritieren." Dort kann das Auto etwa mit zwei nebeneinander fahrenden Motorrädern verwechselt werden, gibt Puls ein Beispiel. Dazu kommt, dass die Scheinwerferlampen ähnlich lang halten. Puls: "Die fallen oft fast gleichzeitig aus."

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

dpa/tmn

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