Einmal Abenteuer, bitte!

Land Rover Experience Tour: Offroad mit dem Discovery durch Peru

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Auch knifflige und nervenraubende Stellen, wie diese in die Jahre gekommene Brücke, mussten überquert werden.

Bei der Land Rover Experience Tour geht es wahrlich über Stock und Stein - wie sich der neue Discovery wohl Offroad in Peru macht? Wir haben den Test gewagt.

Der Konvoi, 17 weiße Land Rover Discovery und zwei Range Rover Sport, stoppt. Voraus liegt ein steiler Abhang. 80 Meter geht es bergab mit einer Neigung von knapp 60 Grad – mitten in der Wüste Perus, im Hintergrund rauscht der Pazifische Ozean und die untergehende Sonne taucht die Szenerie in güldene Farben. Vorne, am Rand des Abgrunds, ruft ein Mann den Konvoi zusammen und grinst hämisch.

Er weiß, was jetzt kommt, denn dort soll es hinuntergehen – nicht zu Fuß, sondern am Steuer des Discovery. Und während sich das voll beladene, zwei Tonnen schwere Gefährt wie ein Maulwurf die 80 Meter hinuntergräbt, wird es einem doch ein wenig mulmig in der Magengegend. Jetzt noch einmal die Worte des Mannes ins Gedächtnis rufen: "Gas wegnehmen und einfach gerade bergab rollen. Sollte das Auto von hinten schieben, leicht ans Gas gehen, damit euch das Heck nicht überholt. Und auf keinen Fall bremsen!"

Land Rover Discovery Tour: So gefragt wie noch nie

Dieser Mann weiß wovon er spricht. Er heißt Dag Rogge und organisiert bereits seit 2000 die Land Rover Experience Tour im Zweijahresrhythmus. Asien, Europa, Afrika, Mittelamerika, Australien, Rogge war mit seinem Team schon fast überall unterwegs – mit ausgewählten Teilnehmern und Journalisten im Schlepptau. Bald können zahlende Kunden dieses Abenteuer auch buchen – und obwohl noch nicht einmal die Terminierung steht, gibt es schon über 70 Anfragen.

Diesmal geht es nach Peru. Wüste, Gebirge, Dschungel. Das alles geht nur mit einem Auto, das für unwegsames Gelände bestens geeignet ist – und am Ende lässt sich sagen: Der Discovery ist das perfekte Auto für eine solche Tour!

Offroad in Peru: Wie macht sich der Discovery auf Sanddünen und Geröllfeldern?

Bestens vorbereitet startet der Konvoi mit den 340 PS starken Boliden, die Autos wurden erst in letzter Minute aus Kolumbien und Brasilien durch den Zoll gebracht. Rogge und sein Team planten die Tour zwei Jahre, vernetzten sich mit Einheimischen, steckten Routen ab. Klar, es soll um das Abenteuer gehen, aber wenn’s geht, dann so vorhersehbar wie möglich.

In Peru ging es im Discovery über die Anden und durch die Wüste.

90 Kilometer Asphalt, dann geht es in die Wüste. Vorher werden die Wagen präpariert, denn so einfach mal in den Sand fahren ist nicht möglich. Es geht ans Vorbereiten: Luft aus den Reifen lassen, damit mehr Auflagefläche entsteht, den Wagen mittels Höhenregulierung weit weg vom Untergrund bringen – man möchte auf einer Sanddüne nicht aufsetzen–, die Stabilitätskontrolle DSC ausschalten und im Terrain-Response-System des Disco ins Sand-Programm schalten. Unter diesen Voraussetzungen schwimmt der Geländewagen entspannt über die Sanddünen, doch wer bergauf nicht stetig und vorsichtig am Gas agiert, sondern das Gefährt zu forsch die Dünen hinaufbuxieren will, der bleibt stecken. Hier muss der Discovery volle Leistung bringen und er enttäuscht in keiner Minute – wenn man stecken bleibt, dann liegt das einzig und allein an einem Fahrfehler.

Ein völliges Kontrastprogramm bieten die engen und steinigen Straßen in den Anden. Teilweise sind hier Geröllfelder zu überwinden, bei denen die meisten Autos nach wenigen Metern streiken würden. Doch der Discovery kraxelt sprichwörtlich über Stock und Stein. Wohl überlegt muss hier der Fahrtweg sein, vorausschauendes Fahren wurde scheinbar genau in einem solchen Geröllfeld erfunden. Denn einmal über den falschen Stein gefahren bedeutet das sofortige Ende eines Reifens und führt im Zweifel einen langen, unfreiwilligen Stopp herbei. Und den will in der immer dünner werdenden Luft der Anden niemand.

Neuer Land Rover Discovery: Der perfekte Untersatz in Peru?

Trotz stundenlangem Kraxeln über größere und kleinere Steine und der gefühlt tausendsten Schotterserpentine federt der Discovery auch noch das letzte Schlagloch und den letzten Stein souverän weg. Das Fahrgefühl ist auch abseits der Straße schlicht und einfach genial, das Fahrwerk trotz des unwegsamen Geländes perfekt abgestimmt.

Selbst als man denkt, dass der 340 PS starke Bolide und sein rund laufender Sechszylinderantrieb in luftiger Höhe Probleme bekommen würden, täuscht man sich gewaltig. Wo der ein oder andere Fahrer auf 4.700 Metern über dem Meeresspiegel aufgrund von Höhenkrankheit zu japsen beginnt und dem baldigen Abstieg flehend entgegenfiebert, schnurrt der Discovery wie das sprichwörtliche Kätzchen. Ja, man merkt nach vier Tagen rauem Offroad-Abenteuer im peruanischen Gelände, dass der Discovery tatsächlich der perfekte Offroader und für jede Fahrsituation geeignet ist. Den ultimativen Test hat er mit Bravour bestanden.

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Von Dominik Laska

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