Legenden der Leidenschaft

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Zeitlose Schönheiten: Der neue Silberpfeil (links) und die historische Nummer 2. Der eine ist schon eine Legende, der andere wird es noch werden.

Er ist eine lebende Legende und kommt jetzt wieder ganz neu auf den Markt: Der SL von Mercedes. Erste Eindrücke von der Premiere in Detroit:

Legende, Leidenschaften, Luxusautos: Ein Gespräch mit Mercedes-Benz-Vertriebsvorstand Dr. Joachim Schmidt.

„Wenn Sie beim Auto Gewicht sparen wollen, dann können Sie auch eine Kettensäge nehmen. Aber das sollten Sie dann doch lieber nur beim Auto des Nachbarn machen“, witzelte Daimler- Chef Dieter Zetsche und präsentierte mit dem neuen SL ein Auto, das wirklich superleicht ist und nur noch zu drei Prozent aus Stahl besteht. Leichtbauweise mit Aluminium: Das speckt den legendären Roadster um 140 Kilogramm ab, macht ihn um einiges sicherer (die Aluminium-Karosserie legt um 20 Prozent an Festigkeit zu) – und was noch wichtiger ist: Das Sportauto braucht um bis zu 30 Prozent weniger Benzin. Das ist auch an der Stätte seines größten Verkaufserfolgs, den USA, mittlerweile ein wichtiges Thema.

Der neue Mercedes SL: Leicht, athletisch, luxuriös

Mercedes Benz SL-Klasse, SL 500
Der neue Mercedes SL: Leicht, athletisch, luxuriös. Der Luxusroadster ist im Vergleich zu seinem Vorgänger in der Länge und Breite um cirka fünf Zentimeter gewachsen. Trotz allem hat das neue Modell an Gewicht verloren. © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL-Klasse, SL 500
Der neue SL ist zum ersten Mal fast vollständig aus Aluminium gefertigt und wiegt bis zu 140 Kilogramm weniger als der Vorgänger. Mercedes-Benz SL 500 © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL
Der SL 500 benötigt für einen Sprint 4,6 Sekunden – acht Zehntel weniger als der bisherige SL 500. © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL 350
Das neue V6-Triebwerk des neuen SL 350 schöpft aus unverändert 3499 Kubikzentimeter Hubraum 306 PS (225 kW) und stellt 370 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Der Verbrauch liegt bei 6,8 Litern auf 100 Kilometer und ist damit, laut Hersteller, fast 30 Prozent sparsamer als sein Vorgänger. © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL 350
Luxussportwagen Mercedes-Benz SL 500 kann sich in 20 Sekunden in einen Konzertsaal verwandeln. © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL 350
Mit dem komplett neu entwickelten SL setzt Mercedes-Benz eine Tradition fort, die vor 60 Jahren begann. © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL 350
Mercedes-Benz SL 500. Der neue SL kann schon bestellt werden. Der SL 350 ist für 93.534 Euro und der SL 500 ab 117.096 Euro zu haben. © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL 350
Das neue V6-Triebwerk des neuen SL 350 schöpft aus unverändert 3499 Kubikzentimeter Hubraum 306 PS (225 kW) und stellt 370 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Es begnügt sich mit 6,8 Litern auf 100 Kilometer. Damit verbraucht er, laut Hersteller fast 30 Prozent weniger als sein Vorgänger. © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL 350
Der SL 350 spurtet in 5,9 Sekunden von null auf 100 km/h. © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL
Mercedes-Benz SL-Klasse, SL 350 Edition 1. © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL 350
Mercedes-Benz SL-Klasse, SL 350 Edition 1. © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL 350
Mercedes-Benz SL-Klasse, SL 350 Edition 1. © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL 350
Mercedes-Benz SL-Klasse, SL 350 Edition 1 © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL 350
Mercedes-Benz SL-Klasse, SL 350 Edition 1 © Mercedes Benz
Mercedes Benz SL 350
Mercedes-Benz SL-Klasse, SL 350 Edition 1 © Mercedes Benz
Mercedes-Benz SL 500
Mercedes-Benz SL 500 © Mercedes Benz
Mercedes-Benz SL 500
Mercedes-Benz SL 500 © Mercedes Benz
Mercedes-Benz SL 500
Mercedes-Benz SL 500 © Mercedes Benz
Mercedes-Benz SL 500
Mercedes-Benz SL 500 © Mercedes Benz
Mercedes-Benz SL 500
Mercedes-Benz SL 500 © Mercedes Benz
Mercedes-Benz SL 500
Mercedes-Benz SL 500 © Mercedes Benz
Mercedes-Benz SL 500
Mercedes-Benz SL 500 © Mercedes Benz
Mercedes-Benz SL 500
Mercedes-Benz SL 500. © Mercedes Benz

SL, das heiß nicht nur superleicht, sondern auch SuperLegende. Von den insgesamt mehr als 900 Millionen Fahrzeugen, die es auf der Welt gibt, haben es nämlich nur wenige unter die Top Ten der mobilen Evergreens geschafft: Der Mercedes SL ist dabei völlig unstrittig. Als Flügeltürer hat er es zu Weltgeltung gebracht und als Rennauto anno 1952 alles gewonnen, was man damals gewinnen konnte: Doppelsieg bei den 24 Stunden von Le Mans, Vierfach- Triumph beim großen Jubiläumspreis am Nürburgring, zweimal ganz oben bei der 3. Carrera Panamericana in Mexiko.

Die Nummer 2 der Baureihe wurde von Mercedes jetzt übrigens zur Präsentation der mittlerweile sechsten SLGeneration in Detroit aufwendig restauriert. Zur Info: Nummer 1 ist – wie bei Prototypen üblich – längst ein Opfer der Schrottpresse geworden. Nummer 2 also, ein 300 SL mit den Originalkennzeichen „W59-4029“, leistet 170 PS, kommt auf 230 Stundenkilometer Spitze und wurde von den Amerikanern liebevoll Gullwing (Möwenflügel) getauft.

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Schnörkelloser Supersportler: Der neue SL

Doch zurück zum neuen SL: Den beiden Varianten 350 und 500 verleiht ein V6-Triebwerk mit 306 PS (Drehmoment 530 Nm) Flügel, beim 500er ist es ein Achtzylinder (700 Nm). Die Fahrleistungen: 5,9 beziehungsweise 4,6 Sekunden bei Verbrauchsangaben von 6,8 Litern beim kleinen SL. Optisch ist die Sportlimousine eine gelungene Kombination aus elegantem SLS-Design, kraftvollem SLK-Look und einem eigenwilligen, aber auf den zweiten Blick recht edlem Hinterteil. Edel ist auch der Preis. Der SL 350 startet bei 93.534 Euro, der SL bei 117.096 Euro.

Weltpremieren in Detroit 2012

Weltpremieren in Detroit 2012: Autobauer präsentieren ihre Neuheiten für den US-Markt. In Detroit haben viele Modelle noch Benzin im Blut, doch auch Elektro- und Hybrid-Konzepte liegen im Trend.   © dpa/ AP
Die wichtigsten Premieren im Überblick: Die neue Stilikone - der neue Mercedes-Benz SL. © AP
Mercedes-Benz SL © dpa/ AP
Sparsamstes Oberklasse-Modell der Welt: Die Hybrid-Offensive von Mercedes-Benz ist erstmals in Detroit 2012 zu sehen. © Mercedes
Frech: Smart zeigt Pick-up-Studie Smart for-us fährt rein elektrisch mit einer Lithium-Ionen Batterie mit einer Leistung von 17,6 kWh. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 120 km/h. © Smart
Volkswagen CC 2.0T © dpa
BMW Stand bei der North American International Auto Show © dpa/ AP
Ökologisch auch der BMW Active Hybrid 3 © BMW
Mini feiert Weltpremiere des Roadster. Der Mini-Roadster ist in Design und Technik konsequent auf offenen Fahrspaß zu zweit ausgerichtet. Mit der Markteinführung des Roadster wächst die Mini- Familie auf sechs Modelle an. © BMW Mini
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Cadillac präsentiert in Detroit den neuen ATS. Die Mittelklasse Limousine soll ab Sommer 2012 produziert werden. © AP
Ein Reporter sitzt schon mal Probe im Cadillac ATS © dpa
Wie alle aktuellen Cadillacs kantig und schnörkellos gezeichnet, misst der Viertürer in der Länge gute 4,50 Meter und bietet Platz für bis zu fünf Personen. © dpa
Der Geländewagen Jeep Compass © dpa
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Technisch neu sind beim SL das feste Dach (mit Magic Sky Control wie beim SLK, das heißt die Lichtsituationen können bei geschlossenem Dach simuliert werden), ein völlig neues Scheibenwaschsystem (gezielte Wasserzufuhr in beide Wischrichtungen ohne den lästigen Schwalleffekt) und ein neues ohrenweisendes Soundsystem. Die Basslautsprecher wurden bereits in der Karosserie vorgesehen, liegen vorne im Fußraum und sind mit der ganzen Aluminiumloch-Karosserie verbunden. Das heißt: Der SL ist quasi ein einziger Klangkörper, der auch noch fahren kann. Wir sind gespannt. Dieter Zetsche jedenfalls kommentierte das so: „Unsere Kunden können sich künftig entscheiden: Hören wir lieber Musik, oder doch den Achtzylinder?“

RDF

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