Stromer mit viel Power

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Elektrischer Vorreiter bei BMW: Der i3 kostet mindestens 34 950 Euro.

Im vorigen Jahr wurden hierzulande 52,4 Millionen Autos zugelassen, darunter waren nur etwa 7000 Elektroautos. Trotzdem schiebt BMW nach sechs Jahren Entwicklungszeit und einem geschätzten Investitionsvolumen von zwei bis drei Milliarden Euro den i3 in den Markt.

Der erste reine Stromer von BMW Großserie läuft in Leipzig vom Band. Bis auf die Niere als Kühlersymbol, das Markenemblem darüber und die Betonung der großen, aber auffällig schmalen Räder, ist eigentlich nichts im klassischen Design.

Die Fahrgastzelle des i3 besteht aus Gewicht einsparendem kohlefaserverstärktem Kunststoff. Ins Innere gelangt man dank des gegenläufigen Türkonzepts recht einfach. Das klassische Armaturenbrett reduziert sich auf eine schmale Leiste mit dem Lautstärkeregler und acht Funktionstasten, eine konventionelle Mittelkonsole gibt es nicht. Hanf-Bambusfaser-Pressteile auf dem Armaturenbrett und als Türverkleidung legen offenkundig die Betonung auf Nachhaltigkeit. Stylisch dagegen der 10,2 Zoll-Zentralmonitor, über den die entscheidenden Informationen über Reichweite und die erreichbaren Tankstellen, insbesondere, ob sie frei sind, abrufbar sind.

Darüber hinaus packen die Bayern besorgte Fahrer in ein Wohlfühlkonzept namens „360 Grad Electric“. Neue Mobilitätsdienste sollen die Angst vor dem Liegenbleiben nehmen. Neben der Ladestation für daheim kümmert man sich um einen Parkhaus-Parkplatz mit Stromanschluss oder bietet einen Carport mit Solardach. Eine fest verbaute SimKarte sorgt für eine innige Verbundenheit zwischen dem Smartphone des Fahrers und dem Fahrzeug. Über eine App kann man die aktuellen Ladestände bequem von überall her abrufen und sich über alternative Reisemöglichkeiten mit Bus oder Bahn informieren. Für längere Fahrten stellt BMW auf Wunsch ein Ersatzfahrzeug mit konventionellem Antrieb zur Verfügung.

Fahrverhalten: Excellent

Beschleunigung und Fahrverhalten des vier Meter langen i3 sind exzellent. Er lässt an der Ampel alle stehen, ist bauartbedingt mit einem winzigen Wendekreis (9,86 Meter) gesegnet und hat dank der Lage von Batterie und Motor eine perfekte Gewichtsbalance, die ihm zu einer sehr guten Straßenlage verhilft. Etwas umdenken muss man beim Fahren: Da eine maximale Rückgewinnung von Energie angestrebt wird, bremst das Auto sofort, wenn der Fuß von Gas genommen wird. Das entstehende Rucken an dem Punkt, an dem konventionelle Autos sanft weiter rollen, kann man mit gefühlvollem Gasfuß nach einer Eingewöhnung eliminieren. Mit etwas Übung wird man das Bremspedal kaum mehr benötigen. Die Rekuperation bremst das Auto bis zum Stand. (von Solveig Grewe)

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