Loch im Auspuff: Schweißen nicht immer möglich

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Verfall von hinten nach vorne: Endtöpfe rosten meist eher als die übrigen Auspuffrohre durch - ein typisches Problem von Kurzstreckenfahrern. Foto: Jens Schierenbeck

Mannheim (dpa/tmn) - So manchem Autofahrer sind Probleme mit dem Auspuff nicht fremd. In einigen Fällen lassen sich durchgerostete Stellen schweißen. Nicht immer aber ist das die beste Lösung.

Nicht immer lassen sich Löcher im Auspuff schnell und günstig schließen. "Schweißen ist nur dann möglich, wenn der Auspuff nicht zu stark verrostet und noch genügend Material vorhanden ist", erklärt Dietmar Clysters, Obermeister der Kfz-Innung Rhein-Neckar-Odenwald. Alles andere sei vergebliche Liebesmüh: Die Chancen stünden bei einem sehr maroden Auspuff ziemlich schlecht, dass aufgeschweißtes Material hält.

Meist ist es der Auspuffendtopf, der als erstes Teil der Abgasanlage durchrostet. "Das ist ein typisches Problem von Kurzstreckenfahrern", sagt der Experte. "Wenn man das Auto nach ein paar Kilometern gleich wieder abstellt, bleibt säurehaltiges Kondenswasser im Auspuff zurück, das die Korrosion begünstigt." Auf längeren Strecken wird die gesamte Auspuffanlage hingegen so heiß, dass das Kondenswasser verdunstet und mit den Abgasen ausgestoßen wird.

Wenn der Auspuffendtopf kaputt und der Rest der Auspuffanlage zwar noch dicht, aber auch nicht mehr wirklich gut in Schuss ist, kann laut Clysters der Austausch der kompletten Abgasrohre mehr lohnen als regelmäßig einzelne Teile zu erneuern. Die Reparaturkosten seien unterm Strich womöglich günstiger, weil die Mechaniker nur einmal ran müssten. Clysters empfiehlt Betroffenen, sich beide Varianten vom Kfz-Betrieb ihres Vertrauens vorrechnen zu lassen.

Ein defekter Katalysator ist übrigens nicht zu retten. "Wenn an diesem Bauteil zur Abgasreinigung etwas kaputt ist, muss es erneuert werden", sagt Clysters. "Daran führt kein Weg vorbei - flicken kann man da nichts."

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