Stimmt´s oder stimmt´s nicht?

Männer, Frauen, Autos: Fünf Klischees unter der Lupe

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Für Frauen ist ein Auto vor allem eins: ein Gebrauchsgegenstand.

Männer wollen mehr PS und Frauen stehen auf Kleinwagen - alles nur Klischees? Der Geschlechterkampf ums Auto ist eröffnet.

Männer lieben schnelle Autos und Frauen können nicht einparken: Vorurteile und Klischees rund ums Autofahren gibt es wie Sand am Meer. Fünf davon lesen Sie hier.

Auf die Größe kommt es an

Das Auto ist seit jeher Statussymbol des Mannes. Je gewaltiger der fahrbare Untersatz, desto mehr Macht scheint er seinem Besitzer zu verleihen. Man munkelt sogar, dass kleine Männer ihr Ego mit einem großen Auto aufzubessern versuchen.

Zugegeben: Die Herren der Schöpfung wissen die repräsentativen Ausmaße ihres Wagens durchaus zu schätzen. Dass sie sich ausschließlich große Karren zulegen, ist jedoch ein Trugschluss. Der Mann von heute legt laut dem Portal Focus vielmehr Wert auf ein cooles Design - und das kann er auch in der Kompaktklasse haben.

Ob im Stadtverkehr oder für den Wocheneinkauf: Frauen entscheiden sich öfter für Kleinwagen, weil sie ganz einfach praktischer sind. Auch nimmt das Gefühl der Autonomie einen höheren Stellenwert ein als die Größe des PKWs. Sicher haben Sie aber auch schon Mütter gesehen, die ihre Rasselbande im SUV zur Schule oder zum Sport bringen.

Dass Männer auf große Autos stehen und Frauen sich eher Kleinwagen zulegen, stimmt so nicht.

Auch interessant: Diese fünf Fehler macht jeder beim Autofahren.

Pferdestärken versus Voraussicht 

Beim Autokauf neigen Männer eher dazu, die Vernunft hinten anzustellen. Für eine gehobenere Ausstattung und ein paar mehr PS blättern sie deutlich mehr Scheine hin als das weibliche Geschlecht. Denn: je schneller und sportlicher, desto besser. Modelle von Jaguar und Porsche stehen hierbei ganz oben auf der Wunschliste.

Frauen ist es in der Regel wichtiger, sicher von A nach B zu kommen. In einem Mini fühlen sie sich pudelwohl. Aber auch Autos von Suzuki und Daihatsu erfreuen sich bei den Damen großer Beliebtheit. Und was ist dran am langsam Fahren? Natürlich bedeuten weniger PS nicht gleich Schleichtempo. Es stimmt aber, dass Frauen grundsätzlich langsamer unterwegs sind als Männer. Eine Psychiaterin begründete das gegenüber der Zeitschrift Brigitte so: Frauen fahren vorsichtiger und vorausschauender. Das liegt wohl in der Evolution begründet. Denn die Hauptaufgabe der Frau bestand früher darin, ihre Kinder zu beschützen und Gefahren rechtzeitig zu erkennen.

Männer geben gerne Gas. Frauen gehen es dagegen gemütlich an. Dieses Klischee stimmt.

Elektroautos im Vergleich: Die Reichweite unter der Lupe.

What a feeling

Eindrucksvolle Felgen, glänzender Lack, polierte Sitze: Autos symbolisieren Wohlstand und Luxus - jedenfalls für Männer. Einige vermitteln bei all der Fürsorge, die sie ihrem Wagen zukommen lassen, das Gefühl, dass sie ihn mehr lieben als die eigene Freundin oder Frau. Manch einer gibt seinem Gefährt sogar einen Namen.Und so sagt man den Herren der Schöpfung nach, dass sie eine engere emotionale Beziehung zu ihrem Fahrzeug pflegen als es die Damen tun.

Nach Berechnungen des Kreditportals Smava ist ein Auto für Frauen vor allem eins: ein Gebrauchsgegenstand. Beim Kauf suchen sie nach vernünftigen Gesichtspunkten aus:

  • kleine Größe, um leichter einen Parkplatz zu finden
  • günstiger Verbrauch
  • umwelttechnisch up to date

Dass Männer ein persönlicheres Verhältnis zu ihrem Auto haben als Frauen zu dem ihren, stimmt.

Immer diese Technik

Technik ist Männersache: Echte Kerle besitzen einen Werkzeugkoffer, wissen, wie welches Teil am Auto heißt und wechseln die Reifen. Auch gibt es deutlich mehr männliche als weibliche Kfz-Mechaniker. Und so kommt schnell das Vorurteil auf, Frauen hätten von Autos und Technik keinen Schimmer.

Dabei ist technisches Unverständnis sowohl bei weiblichen als auch männlichen Autobesitzern zu beobachten, wie das Portal Brigitte berichtet. Der Unterschied ist: Frauen haben kein Problem damit zuzugeben, dass sie sich in Sachen Autotechnik nur wenig oder gar nicht auskennen. Männer dagegen geben untereinander nur ungern Schwäche zu.

Gut möglich, dass Männer mehr Erfahrung und Interesse in Bezug auf Autos und Technik mitbringen - das heißt aber nicht automatisch, dass sie grundsätzlich auch mehr Ahnung davon haben. Dieses Klischee stimmt nur zum Teil.

TÜV Report 2018: Das sind die häufigsten Mängel an Autos.

Rein in die Lücke

Frauen parken schlechter ein als Männer - dieses Vorurteil hält sich hartnäckig. Die Ergebnisse einiger Studien pflichten dem bei, andere wiederum wollen herausgefunden haben, dass genau das Gegenteil der Fall ist: Die einen sagen, Frauen sähen eine Parklücke als Bedrohung an und bräuchten deshalb länger, ihr Auto dort hinein zu bugsieren. Männer dagegen könnten besser räumlich denken und setzen das Einparken einer Herausforderung gleich. Andere meinen allerdings, Frauen parken überlegt und präzise ein und Männer kämen eher schlampig zum Stehen.

Beim Thema Einparken scheiden sich seit jeher die Geister. Ob dieses Klischee also zutrifft - darüber mag man sich besser kein Urteil bilden.

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Von Sabrina Meußel

Diese Luxus-Staatskarossen können auch Sie sich leisten

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Der erste deutsche Bundeskanzler, Konrad Adenauer, hatte sich für einen Mercedes Benz 300 als Dienstwagen entschieden. Er soll Wert darauf gelegt haben, in das Auto ein- und aussteigen zu können, ohne dabei den Hut abzunehmen. Nur ein paar Exemplare wechseln noch ihre Besitzer. Die Preise schwanken zwischen 70.000 und 200.000 Euro. © Flickr/nakhon100
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Unter der Kanzlerschaft von Gerhard Schröder machte der Audi A8 L erstmals Karriere als Regierungsfahrzeug. Acht bis zehn Jahre alte Modelle gibt es ab circa 17.000 Euro. Angela Merkel nutzt für öffentliche Auftritte mittlerweile die Luxusvariante - inklusive Panzerung. © Audi
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Wer es auf die feine englische Art mag, entscheidet sich für einen Rolls-Royce Phantom - das Luxusfahrzeug britischer Adeliger. Einige der Baureihen V-VII kosten um die 100.000 Euro. Für echte Liebhaber heißt das: sparen. © Rolls-Royce
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Es muss nicht immer mega-luxuriös und gewaltig sein: Das beweist Papst Franziskus, der sich einen Hyundai Santa Fe zum Papamobil hat umbauen lassen - natürlich in der Farbe Weiß. In der höchsten Ausstattung kostet der Santa Fe mit fünf Sitzplätzen um die 48.000 Euro. © Instagram/hangulparts
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Insgesamt wurden nur um die 3.300 Stück gebaut - dreimal weniger als geplant. Eher selten, dafür aber ein echtes Schnäppchen unter den Luxuskarossen ist der Maybach von Mercedes. Noch vor 15 Jahren kostete der Maybach 300.000 Euro aufwärts. Heute bekommen Sie gebrauchte Maybach 57 unter 70.000 Euro. © Daimler

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