Zwei Gründe sind meist ursächlich

Verkehrstote: Mehr als 75 Prozent sind Männer

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Mehr als 75 Prozent der Verkehrstoten in EU sind Männer.

Brüssel - Männer sterben bei Verkehrsunfällen in Europa viel häufiger als Frauen, wie jetzt eine Untersuchung des Europäischen Verkehrssicherheitsrates (ETSC) zeigt.

Obwohl sie knapp die Hälfte der Bevölkerung in den 27 EU-Staaten ausmachen, waren im Jahr 2011 mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Verkehrstoten in Europa Männer. Insgesamt starben 2011 knapp 30.400 Unfallopfer in Europa. Das geht aus einer Untersuchung des Europäischen Verkehrssicherheitsrates (ETSC) hervor, die am Montag in Brüssel vorgestellt wurde.

Selbstüberschätzung

Dass Männer häufiger auf den Straßen sterben als Frauen, führt der ETSC auf Unterschiede beim Fahrstil zurück. Männer gingen mehr Risiken ein als Frauen und führen öfter zu schnell, schreibt die Organisation unter Berufung auf andere Studien. Auch Alkohol am Steuer sei häufiger ein Problem. Ältere Frauen als Verkehrsteilnehmer stünden hingegen öfter unter dem Einfluss von Medikamenten.

Im Vergleich zu Männern sterben Frauen dem ETSC-Bericht zufolge deutlich häufiger als Fußgänger und Mitfahrer im Auto. Männer verlören ihr Leben häufiger als Fahrer.

Dass diese Geschlechter-Unterschiede auch mit unterschiedlich starker Teilnahme am Verkehr zu tun haben, konnten die Autoren der Untersuchung nicht ausschließen. Große Unterschiede blieben aber selbst dann bestehen, wenn man einrechne, dass Männer häufiger im Straßenverkehr unterwegs seien. Daten aus einzelnen Ländern belegten dies. Der Europäische Verkehrssicherheitsrat ist ein Dachverband nationaler Verkehrsorganisationen.

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