Mercedes E-Klasse: Fixstern in der Business-Klasse

Die neueste Generation der Mercedes E-Klasse ist auf dem Markt. Foto: Daimler AG
1 von 6
Die neueste Generation der Mercedes E-Klasse ist auf dem Markt. 
Das neue E-Modell bietet jede Menge Software-Service. Foto: Daimler AG
2 von 6
Das neue E-Modell bietet jede Menge Software-Service.
Ein Modell Mercedes E-Klasse ist ab 45 303 Euro zu haben. Daimler AG Foto: Daimler AG
3 von 6
Ein Modell Mercedes E-Klasse ist ab 45 303 Euro zu haben. 
Mittelfristig gibt es etwa ein Dutzend Motorvarianten vom Diesel im E 200d mit 110 kW/150 PS bis zum E 63 um die 441 kW/600 PS. Foto: Daimler AG
4 von 6
Mittelfristig gibt es etwa ein Dutzend Motorvarianten vom Diesel im E 200d mit 110 kW/150 PS bis zum E 63 um die 441 kW/600 PS. 
Die Multi-Media-Ausstattung sieht futuristisch aus. Das Interieur glänzt in schwarz/macciato. Foto: Daimler AG
5 von 6
Die Multi-Media-Ausstattung sieht futuristisch aus. Das Interieur glänzt in schwarz/macciato. 
12,3-Zoll-Displays und Grafiken zeigen digitales Knowhow. Foto: Daimler AG
6 von 6
12,3-Zoll-Displays und Grafiken zeigen digitales Knowhow.

Sie ist der Kern der Marke und zugleich ihr technologisches Aushängeschild - denn kein anderes Modell nimmt Mercedes so wichtig wie die E-Klasse. Diesem Anspruch will jetzt auch die zehnte Generation gerecht werden.

Egal ob als Taxi, als Familienkutsche oder als Firmenwagen - mit 13 Millionen Exemplaren in neun Generationen steht das E bei der Mercedes E-Klasse vor allem für Erfolgsmodell.

Wenn im April zu Preisen ab 45.303 Euro die zehnte Auflage der Limousine an den Start geht, bekommt das Kürzel eine neue Bedeutung. Nicht E wie Eleganz oder E wie Effizient, selbst wenn der Generationswechsel diese Deutung ebenfalls rechtfertigen würde. Sondern das E steht künftig vor allem für Elektronik. Denn mit mehr Softwarezeilen als ein Verkehrsflieger und schärferen Sensoren als die Konkurrenz will sich die E-Klasse zum intelligentesten Auto der Welt aufschwingen und den Fahrer dabei beinahe überflüssig machen.

Der Drive Pilot macht den Fahrer (fast) überflüssig

Wer die E-Klasse mit dem neuen Assistenzsystem Drive Pilot bestellt, der kann die Hände buchstäblich in den Schoß legen und muss nur noch etwa einmal pro Minute die Lenkradtasten berühren. Auf der Autobahn und anderen Straßen mit getrennten Richtungsfahrbahnen hält die Limousine dann nicht nur alleine den Abstand zum Vordermann, sondern auch die Spur - egal ob die Strecke gerade ist oder paar Kurven hat, ob es Fahrbahnmarkierungen gibt oder nicht.

Selbst ans jeweilige Tempolimit passt die Elektronik ihren Fahrstil an. Und wenn der Vordermann zu langsam ist, genügt ein kurzer Griff zum Blinker, dann zieht die Limousine automatisch an ihm vorbei, sobald es der Verkehr zulässt. Das fühlt sich so gespenstisch an, dass Einparken mit Handy-Fernsteuerung oder die automatische Notbremse auch für den Querverkehr fast schon langweilig wirken. Genau wie der Trick, dass sich das Auto jetzt auch mit dem Smartphone öffnen und starten lässt.

Einfach mal abschalten

Natürlich kann man auch beim Drive Pilot jederzeit selbst eingreifen oder die Assistenzsysteme auch einfach abschalten. Schließlich hat eine kurvige Landstraße auch in der neuen E-Klasse durchaus noch ihren Reiz, erst recht mit der Luftfederung und den weiter denn je gespreizten Fahrprogrammen. Doch wer sich auf das Abenteuer des assistierten Fahrens einlässt, kann dafür ein paar andere Vorzüge der neuen E-Klasse noch viel besser genießen. Zum Beispiel die Sitze mit mehr Klima und Massage-Komfort als in der S-Klasse oder die Ambientebeleuchtung mit 64 Farben.

Ein Cockpit wie für Captain Future

Am meisten fesselt einen aber das neue Cockpit mit einer Multi-Media-Ausstattung wie Raumschiff Enterprise. Denn während die Limousine außen als stilistische Mischung aus C- und S-Klasse wenig Spannung bietet, macht sie innen einen gewaltigen Zeitsprung. Zwei fast miteinander verschmolzenen 12,3-Zoll-Displays und Grafiken besser als auf jedem Smartphone landet die E-Klasse in der Welt der Digital Natives - die vom Blackberry-Tasten am Lenkrad inklusive.

Im Fond nur in der zweiten Reihe

Während sich der Generationswechsel vorn anfühlt wie die Berufung in den Vorstand, ist der Fortschritt im Fond mäßig. Auch dort sieht alles ein bisschen hübscher und moderner aus und die Sitzbank ist bequemer. Aber wenn von den 6,5 Zentimetern mehr Radstand hinten nur sechs Millimeter mehr Kniefreiheit ankommen, fühlt man sich tatsächlich wie in der zweiten Reihe.

Spardiesel mit 194 PS

Benzin und Diesel sind bei so viel Bits & Bytes natürlich auch noch an Bord. Mittelfristig wird man zwischen bald einem dutzend Triebwerken wählen können, vom freudlosen Taxi-Diesel im E 200d mit 110 kW/150 PS bis zum E 63 mit wahrscheinlich um die 441 kW/600 PS oder dem Plug-In-Hybrid im E 350e mit 30 Kilometern elektrischer Reichweite und einem Normverbrauch von 2,1 Litern. Zunächst aber steht der E 220d im Fokus. Denn 143 kW/194 PS stark und mit 400 Nm gut im Futter, ist der nagelneue Diesel so sparsam, dass ihm auf dem Prüfstand 3,9 (CO2-Ausstoß 102 g/km) und in der Praxis deutlich unter fünf Litern genügen.

Fazit: Für Selbstfahrer die bessere S-Klasse

So schlau wie aktuell keine andere Limousine in dieser Klasse, vor allem innen revolutionär neu und als E 220d auch noch ein Sparer ohne Spaßverzicht. So macht die E-Klasse zumindest für Selbstfahrer auch die S-Klasse beinahe überflüssig. Dass man hinten nicht ganz so bequem sitzt, ist dabei kein Schaden.

Mercedes E 220d

Motor und Antrieb

Vierzylinder-Common-Rail-Diesel

Hubraum:

1950 ccm

Leistung:

143 kW/194 PS bei 3800 U/min

Drehmoment:

400 Nm bei 1600 - 2800 U/min

Antrieb:

Heckantrieb

Getriebe:

9-Gang-Automatikgetriebe

Maße und Gewichte

Länge:

4,92 m

Breite:

1,85 m

Höhe:

1,46 m

Radstand:

2,93 m

Leergewicht:

1680 kg

Zuladung:

640 kg

Kofferraumvolumen:

540 Liter

Fahrdaten

Höchstgeschwindigkeit:

240 km/h

Beschleunigung 0-100 km/h:

7,3 s

Durchschnittsverbrauch:

3,9 Liter/100 km

Reichweite: 1 289 km CO2-Emission:

102 g/km

Kraftstoff:

Diesel

Schadstoffklasse:

Eu6

Energieeffizienzklasse:

k.A.

Kosten

Basispreis der E-Klasse (E 200):

45 303 Euro

Grundpreis des E 220d:

47 124 Euro

Typklassen:

k.A.

Kfz-Steuer:

k.A. Euro/Jahr

Wichtige Serienausstattung

Sicherheit:

Front-, Seiten- und Knieairbags, Pre-Safe mit Seiten- und Gehörschutzfunktion

Komfort:

Tempomat, Klimaautoanlage, schlüsselloses Startsystem

Spritspartechnik:

Start-Stopp-Automatik

Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke

dpa-infocom

So smart ist die neue Mercedes E-Klasse

Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
Smart und sportlich: nach ersten Details zum Cockpit zeigt sich die neue Mercedes E-Klasse auf der Detroit Motor Show in seiner ganzen Pracht.   © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
Die neue Mercedes E-Klasse ist auf 4,92 Meter gewachsen. Die Motorhaube ist langgestreckt. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
Das neue Heck an der Mercedes E-Klasse wirkt breit. © Mercedes
Erste Fotos von der Mercedes E-Klasse (Modell 2016).
Im Cockpit der neuen Mercedes E-Klasse gibt es einiges zu sehen: Wer möchte, kann das Armaturenbrett mit Displays (31,2 Zentimeter Bilddiagonale) ausstatten, die dann wie eine Flatscreen aussehen. © Mercedes
Erste Fotos von der Mercedes E-Klasse (Modell 2016).
Touch Control Buttons sind in den Speichen des Multifunktionslenkrads integriert. © Mercedes
Erste Fotos von der Mercedes E-Klasse (Modell 2016).
Erste Fotos von der neuen Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Erste Fotos von der Mercedes E-Klasse (Modell 2016).
Doppelte Augenbraue: Markante Scheinwerfer in Klarglasoptik prägen das Gesicht der neuen Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Erste Fotos von der Mercedes E-Klasse (Modell 2016).
First Class in der Business Class: Das Interieure der neuen Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Erste Fotos von der Mercedes E-Klasse (Modell 2016).
Die neue Mercedes E-Klasse feiert im Januar 2016 Premiere.  © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes
Die neue Mercedes E-Klasse 2016.
So smart ist die neue Mercedes E-Klasse. © Mercedes

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Fotostrecken des Ressorts

Die FC-Bayern-Dienstwagen: Ein Star erstaunlich PS-bescheiden - ein anderer fährt Hybrid
Auch in dieser Saison sind FC-Bayern-Spieler und Trainer mit Audi unterwegs. Wir zeigen die Modelle der Stars in der …
Die FC-Bayern-Dienstwagen: Ein Star erstaunlich PS-bescheiden - ein anderer fährt Hybrid
Diese Park-Unfälle sind absolut verrückt
Manche Autofahrer sollten das Einparken ein Leben lang üben. Schon die Suche nach einem Parkplatz kann tückisch sein. …
Diese Park-Unfälle sind absolut verrückt