Topmodell B220 d mit 190 PS

So fährt es sich mit der Mercedes B-Klasse – auch etwas für rasante Fahrer?

Komfortables Fahren - mit der Mercedes B-Klasse 220 d.
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Komfortables Fahren - mit der Mercedes B-Klasse 220 d.

Die Mercedes B-Klasse bekommt gute TÜV-Noten und ist dank jüngstem Facelift etwas moderner geworden. Welche Stärken und Schwächen hat der Kompaktvan?

Der Diesel ist nicht tot. Noch nicht. Die Uhr tickt. Auch Mercedes-Benz* hat im vergangenen Jahr angekündigt, spätestens ab 2039 eine komplett CO2-neutrale Flotte anbieten zu wollen – sprich, ohne Verbrennungsmotoren. Noch ist das eine Weile hin. Und weil der Übergang effizient gefüllt werden will, hat der Stuttgarter Konzern seit 2016 alleine rund drei Milliarden Euro in die Entwicklung und Produktion neuer Diesel-Motoren investiert. Der Selbstzünder sei noch ein wichtiger Mix im Portfolio, betonen die Schwaben. Zumal der Antrieb seit „Jahren keine wesentliche Quelle für Feinstaub“ mehr sei.

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Mercedes B-Klasse: Topmodell B220 d mit 190 PS im Test

Und wo könnte ein Diesel besser hineinpassen als in eine B-Klasse? Noch immer wird das vermeintliche „Senioren-Auto“ sein Image nicht los – was allerdings nicht unbedingt ein Nachteil sein dürfte. Es gibt immer mehr ältere Menschen, und sie sind froh, einen auf sie zugeschnittenen Pkw zu finden. Und so bleibt die B-Klasse auch in ihrer dritten Generation seit der Premiere 2005 ihrem grundsätzlichen Wesen treu: Erhöhter und leichter Ein- und Ausstieg, eine Fahrweise mit leichtgängig-gutmütiger Lenkung, ein ausreichendes Platzangebot und gutes Raumgefühl – und eben auf Wunsch noch einen Diesel unter der gewohnt stark nach vorne abfallenden Motorhaube.

Wir haben das Topmodell B220 d mit 190 PS getestet und konnten uns von der guten Kombination aus Spritzigkeit und Laufruhe überzeugen. Der Vierzylinder kommt spielerisch leicht mit dem immerhin 1,56 Tonnen schweren Fünftürer zurecht. Beim Verbrauch lagen wir im Mix bei gut sechs Litern auf 100 Kilometer. Klingt recht viel, ist angesichts der Kraft des Selbstzünders (Euro 6D-ISC-FCM) mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 230 km/h ein durchaus guter Wert.

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Mercedes B-Klasse komfortabel – und etwas moderner dank jüngstem Facelift

Mit 400 Newtonmeter (1600 bis 2600 U/min) ist der Diesel locker in der Lage, die Vorderräder auf Wunsch zu überfordern. Zudem haben wir den Test bei Temperaturen um den Nullpunkt durchgeführt. Ist der 51-Liter-Tank gefüllt, kann man bei sparsamer Fahrweise somit über 700 Kilometer weit kommen. Erstmals zum Einsatz in der B-Klasse kommt in den beiden Top-Modellen auch das gewohnt perfekt harmonierende Acht-Gang-Doppelkupplungsgetriebe 8G-DCT.

Die B-Klasse sieht durch das jüngste Facelift etwas dynamischer aus. Der Kompaktvan fährt sich auch einen Tick agiler und handlich – wenngleich der Fünftürer freilich kein großer Kurvenräuber ist. Ihn umweht eher der Hauch des Gemütlichen. Die Sitze sind straff und bieten dennoch großen Komfort und Halt. Die Rundumsicht ist gewohnt gut. Durch das optionale „Fahrwerk mit adaptiver Verstelldämpfung“ (1.178,10 Euro) kann man die Federung vom weichen „Comfort“ bis härten „Sport“ wählen. Angeboten wird auch ein Schwenk-Hebesitz (11.067 Euro), bei dem der Sitz sich um 90 Grad zur Tür nach außen dreht und somit den Ein- und Ausstieg noch mehr erleichtert.

Der Innenraum wird von dem aktuellen Mercedes-Multimediasystems MBUX geprägt und dem serienmäßigen Touchscreen. Ins Auge stechen auch die drei klassischen silbernen Luftauslässe.

Die angebotene Motorenpalette umfasst insgesamt drei Diesel, den B 180 d mit 116 PS, den B 200 d mit 150 PS und den B 220 d mit 190 PS. Zudem stehen vier Benziner von 109 bis 224 PS zur Auswahl – und inzwischen auch eine Plug-in-Hybrid-Variante.

Fazit: Die B-Klasse ist und bleibt ein Auto, das wohl in erster Linie ältere Menschen ansprechen dürfte. Dazu passt auch der neueste TÜV Report über jene Autos, die 2020 wenigsten erheblichen Mängel aufgewiesen haben. Da landete die B-Klasse auf Platz zwei. Das wiederum dürfte auch jüngere Autofahrer interessieren.

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Technische Daten Mercedes B-Klasse 220 d 

  • Motor und Getriebe: Vierzylinder-Dieselmotor, Hubraum 1950 ccm, Leistung 190 PS ab 3250 U/Min, maximales Drehmoment 400 Nm bei 1600 bis 2600 U/Min., Achtgang-Automatik (Doppelkupplungsgetriebe DCT), Vorderradantrieb.
  • Fahrleistungen: 0-100 km/h in 7,2 Sek, Spitze 234 km/h.
  • Kraftstoffverbrauch: 5,6 l/100 km EU-Norm innerstädtisch, 3,9 l/100 km außerstädtisch, 4,5 l/100 km kombiniert, 6,0 l/100 km (Diesel) Testverbrauch, CO2-Emission 119 g/km.
  • Länge/Breite/Höhe: 4419/1796/1567 mm.
  • Gewichte: Kofferraumvolumen 445 bis 1.530 Liter, Leergewicht 1.565 kg, Zuladung 515 kg.
  • Preis: 40.828,90 Euro

(joi) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital Redaktionsnetzwerkes

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Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
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Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
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Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
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Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
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Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
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Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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