Charakteristika: Mitsubishi i-MieV

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Mitsubishi Praktische Möglichkeit zum „Volltanken“: Der elektrisch betriebene Mitsubishi i-MiEV kann neben Ladestationen an Tankstellen auch an der hauseigenen Steckdose aufgeladen werden.

Mitten in Trebur zwischen Mainz und Darmstadt hält uns ein Passant an. Es ist der Schriftzug „i-MiEV“ auf unserem Testwagen, der ihn neugierig gemacht hat. Wir erklären ihm, dass das Kürzel überhaupt nichts mit schlechter Luft zu tun hat.

Ganz im Gegenteil. i-MiEV heißt abgekürzt „Mitsubishi innovative Electric Vehicle“. Und das „i“ steht für den Kleinwagen, den Mitsubishi als Alternative für den Smart für 34 390 Euro auf den Markt gebracht hat. Wir sind mit einem reinen Elektroauto unterwegs, ohne Co2-Ausstoß. Nur knapp vier Euro werden uns 150 Kilometer Fahrt kosten.

Wie wird aufgeladen?

Fazit: Lernen und umdenken: Der Mitsubishi i-MiEV zwingt Autofahrer, sorgsamer mit Energie umzugehen. Das Elektroauto für 34 390 Euro fährt nur mit Strom aus der Steckdose und stößt keine Kohlenstoffdioxide oder Abgas in die Luft. Mit seiner 16 kWh-Batterie und 67 PS kann der i-MiEV problemlos fünf Stunden in der Stadt gefahren werden – vorausgesetzt, man dreht nicht sämtliche Lüftungen und das Radio bis zum Anschlag auf.

Ungläubiges Staunen. Und wo ladet ihr die Batterie auf? Die Frage war zu erwarten. Dicht ist das Netz an Ladestationen in Deutschland noch nicht. Aber der kleine Mitsu-bishi mit dem Drang zum Strom kann mit einem einfachen Ladekabel auch an einer normalen Steckdose aufgeladen werden. Nach etwa sechs Stunden sind die Batterien zu achzig Prozent gefüllt. Klingt gut. Anerkennende Blicke folgen uns. Meinen sanften Druck auf das Pedal beantwortet der Elektromotor von 67 PS mit einem leisen Surren. Wie bei einem „normalen Auto“ mit Automatik gibt es die Funktionen P, N, D und R. Fast unhörbar schieben wir uns mit dem knapp dreieinhalb Meter langen Elektroflitzer wieder ins Getümmel. Dank seines Radstands von zweieinhalb Metern finden vier Personen hinter den Türen gut Platz, der Kofferraum fasst 227 bis 860 Liter. Der Wendekreis von neun Metern macht das Umdrehen auch auf einer engeren Straße zum Kinderspiel. An der nächsten Ampel lassen wir bei Grün erstmal alle hinter uns.

Welche Faktoren beeinflussen die Reichweite?

Eine Aufladung reicht für vier bis fünf Stunden Stadtverkehr. Elektroautos bringen nur bei Temperaturen um die zwanzig Grad ihre optimale Leistung. So ist die für den Mitsubishi i-MiEV ermittelte Reichweite von 150 Kilometern ein Wert, der unter dieser idealen Bedingung ermittelt wurde. Abweichungen von der Außentemperatur in beide Richtungen schlagen sich auf die Batterieleistung nieder, denn Elektroautos mögen weder große Hitze noch Kälte. Bei 35 Grad Außentemperatur reduziert sich die Reichweite um etwa 25 Prozent und bei Temperaturen im Minusbereich ist es sogar noch deutlicher zu spüren. 

Wir lernen vom Elektroauto

Auch das Streckenprofil hat Einfluss auf die Reichweite. Fahren unter Volllast und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer zieht binnen weniger als einer Stunde die Batterie leer, während man auf der Landstraße über fünf Stunden unterwegs sein kann.

Bei gerade einmal zwölf Grad Außentemeratur hält sich unser i-MiEV aber ganz wacker. Ungewohnte Pfade: Mit dem Kauf eines Mitsubishi i-MiEV können die Besitzer nicht nur die Eigenschaften des 67 PS starken Elektromotors erkunden – sie sind gleichzeitig auch Pioniere in Sachen Elektroautos in Deutschland.

Von Solveig Grewe

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